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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.

Obedience - Prüfungsordnung


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B) Anweisungen für die Vorführung und Bewertung der Übungen in den Klassen 1 und 2

Beschreibung der Übungen und Leistungsklassen im Obedience –

FCI Klasse 2


Gültig ab 01. Januar 2012



Übung 1

1 Minuten Sitzen – Hundeführer in Sicht

Koeffizient 2
Kommandos: „Sitz”, „Bleib”

Ausführung:

Die Hunde sitzen in der Grundstellung in einer Reihe im Abstand von ungefähr 3 Metern zueinander. Auf Anweisung verlassen die Hundeführer ihre Hunde, gehen 20 m und drehen sich zu den Hunden um. Die Hundeführer stehen 1 Minute lang in natürlicher Haltung in Sicht der Hunde. Die Hundeführer werden dann dazu aufgefordert, zu ihren Hunden zurückzugehen, so dass sich die Hunde in der Grundstellung befinden. Es sollten mindestens 3 Hunde in einer Gruppe sein aber nicht mehr, als 6.

Anweisungen:

Ein Hund der aufsteht, sich hinlegt oder sich mehr als eine Körperlänge fortbewegt, besteht die Übung nicht (0 Punkte). Jede Bewegung führen zu Punktabzug. Wenn der Hund 1 – 2 Mal bellt, werden 1 – 2 Punkte abgezogen; wenn er die meiste Zeit bellt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte).
  Unruhe, wie das Verlagern des Gewichtes von einer Seite zur anderen oder von einem Fuß auf den anderen, muss bestraft werden. Dem Hund ist es erlaubt, den Kopf zu drehen und herumzuschauen und es ist ihm erlaubt, bei Ablenkung oder Geräuschen innerhalb oder außerhalb des Rings Interesse zu zeigen. Dennoch darf sich dies nicht in Form von Unruhe oder Ängstlichkeit äußern. Wenn der Hund sich hinlegt oder aufsteht nachdem die 1 Minute vorüber ist, können nicht mehr als 5 Punkte gegeben werden. Wenn ein Hund aufsteht und nahe zu einem anderen Hund hingeht, so dass die Gefahr eines Kampfes besteht, muss die Übung abgebrochen und für alle Hunde wiederholt werden, außer dem, der die Störung verursacht hat.


Übung 2

Freifolge

Koeffizient 3
Kommandos: „Fuß”

Ausführung:

Die Fußarbeit wird in verschiedenen Geschwindigkeiten in Verbindung mit Links- und Rechtswinkeln, Kehrtwendungen und Stopps überprüft. Es muss weiterhin getestet werden, wie sich der Hund zeigt, wenn der Hundeführer zwei bis drei Schritte vor und zurück geht. Der unangeleinte Hund soll dem Hundeführer willig auf der linken Seite folgen, mit der Schulter auf Kniehöhe des Hundeführers und sich auf einer parallelen Linie zum Hundeführer bewegen. Der Hundeführer soll seine Arme während dieser Übung in einer natürlichen Art bewegen.
  Die Fußarbeit wird in normaler, langsamer und schneller Gangart im Zusammenhang mit Winkeln, Kehrtwendungen und Stopps überprüft. Der Hundeführer kann entscheiden, ob er die Kehrtwendungen nach links oder rechts ausführt.
  Die „deutsche Kehrtwendung“ ist als gleichwertig anzusehen, d. h. es ist erlaubt, dass sich der Hund auf der rechten Seite um den Hundeführer dreht, muss dabei aber sehr dicht bleiben. Der Hundeführer muss, wenn er Kehrtwendungen macht (180°-Wendung), ungefähr auf der gleichen Linie zurückgehen, auf der er gekommen ist. Wendungen nach links oder rechts müssen rechte Winkel (90°) sein. Der Hundeführer darf dabei den Kopf oder seine Schultern nicht drehen und keine Körpersprache benutzen.
  Das Hörzeichen „Fuß” darf bei jedem Angehen, Gangartwechsel und bei den Einzelschritten gegeben werden. Wenn der Hundeführer anhält muss der Hund umgehend ohne Kommando die Grundstellung einnehmen.
  Alle Hunde in einer Prüfung oder einem Wettkampf sollten die Fußarbeit nach dem gleichen Laufschema zeigen.

Anweisungen:

Wenn ein Hund seinen Hundeführer verlässt oder wenn der Hund während des größten Teils der Übung dem Hundeführer in einem größeren Abstand als einem halben Meter folgt, ist die Übung nicht bestanden. Wenn der Hund sich langsam bewegt, können nur 6 – 7 Punkte gegeben werden.
  Mangelnder Anschluss und Zusatzkommandos sind Fehler. Eine mangelhafte Fußposition (nicht parallel) führt zu einem Abzug von etwa 2 Punkten. Ein Hund, der so nahe am Hundeführer läuft, dass er diesen stört, sollte bestraft werden, entsprechend stärker, wenn sich der Hund anlehnt und den Hundeführer bedrängt.


Übung 3

Steh und Sitz aus der Bewegung

Koeffizient 3
Kommandos: „Steh”, „Sitz”, „Fuß” (3 Mal)

Ausführung:

Aus der Bewegung heraus gibt der Hundeführer die Kommandos und verlässt den Hund, auf Anweisung des Stewards, in einer stehenden und einer sitzenden Position.
  Der Hundeführer verlässt den Startpunkt mit seinem Hund in einer geraden Linie in normaler Gangart. Nach ungefähr 10 Metern gibt der Hundeführer (auf Anweisung des Stewards) dem Hund das Kommando zum Stehen und der Hund muss augenblicklich anhalten. Der Hundeführer geht ungefähr 10 Meter und dreht sich auf Anweisung des Stewards um und geht in einer parallelen Linie zu dem Weg, den er gekommen ist zurück auf seinen Hund zu, geht im Abstand von etwa ½ m am Hund vorbei (1 – 2 m), dreht sich (auf Anweisung des Stewards) um und geht zum Hund zurück, nimmt ihn mit, ohne anzuhalten, geht etwa 5 Meter weiter, macht einen Winkel nach links oder rechts (auf Anweisung des Stewards) und nachdem er ungefähr weitere 10 Meter gegangen ist, gibt er seinem Hund den Befehl sich zu setzen und zeigt den gleichen Übungsablauf wie im ersten Teil. Nachdem er den Hund aus der Sitz-Position mitgenommen hat, geht der Hundeführer mit dem Hund nochmals ungefähr 5 Meter weiter.
  Der Hundeführer hält mit seinem Hund auf Anweisung des Stewards an und der Hund nimmt die Grundstellung ein. Die Wendungen müssen 90° betragen und dürfen nicht abgerundet werden.
  Alle Phasen dieser Übung (Angehen, Anhalten, Wendungen) werden auf Anweisung des Stewards ausgeführt.

Anweisungen:

Wenn der Hund einmal die falsche Position einnimmt (z. B. Sitz anstatt Steh), dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund eine Position auslässt (überhaupt nicht anhält), können nicht mehr als 6 Punkte gegeben werden. Um Punkte für eine eingenommene Position zu bekommen, darf sich der Hund nicht mehr als eine Körperlänge weiter bewegen, nachdem er das Kommando bekommen hat und muss die vorgegebene Position (Steh, Sitz) eingenommen haben, bevor der Hundeführer sich umgedreht hat. Ein zweites Kommando für eine Position ist nicht erlaubt. Dies führt zum Verlust der Position. Um für diese Übung Punkte zu bekommen, muss mindestens eine Position richtig gezeigt werden.
  Bei der Bewertung muss auch die Fußarbeit berücksichtigt werden. Für eine schlechte Fußarbeit beträgt der Abzug 1 – 2 Punkte. Bewegungen, langsames stehen bleiben und hinsetzten oder schräges Stehen oder sitzen sind fehlerhaft wie auch das Umdrehen um zurückzuschauen. Der Abzug beträgt 1 – 4 Punkte.
  Handzeichen und Körperhilfen zum Steh- oder Sitzkommando sind schwerwiegende Fehler und werden streng bestraft, abhängig von ihrer Intensität und Dauer mit 3 – 5 Punkten.


Übung 4

Abrufen mit Steh

Koeffizient 4
Kommandos: „Platz”, „Steh” oder Handzeichen, „Hier” (2 Mal) („Fuß“)
Handzeichen: eine oder zwei Hände können benutzt werden

Ausführung: (Abbildung siehe unten)

Der Hund wird abgelegt und der Hundeführer geht etwa 25 – 30 m in die vorgegebene Richtung. Auf Anweisung des Stewards wird der Hund abgerufen. Der Hundeführer bringt seinen Hund ins Steh, nachdem dieser ungefähr die halbe Distanz zurückgelegt hat. Wenn er dazu aufgefordert wird (nach etwa 3 Sekunden) ruft der Hundeführer seinen Hund in die Fuß- oder Vorsitzposition.
  Der Steward sagt dem Hundeführer lediglich, wann er seinen Hund abrufen soll. Der Hundeführer gibt das Kommando zum Anhalten selbständig an der Markierung.
  Es darf entweder ein Hörzeichen oder ein Handsignal verwendet werden.
  Der Name des Hundes kann mit dem ersten Abrufkommando kombiniert werden, aber Name und Befehl müssen zusammenhängend gegeben werden und dürfen nicht den Eindruck von zwei separaten Kommandos erwecken.

Anweisungen:

Es ist wichtig, dass der Hund bereitwillig auf die Abrufkommandos reagiert. Der Hund sollte sich in einer guten Geschwindigkeit bewegen und die Gangart beibehalten – zumindest einen schnellen Trab.
  Langsames Tempo ist fehlerhaft. Bei der Bewertung der Geschwindigkeit muss die Rasse berücksichtigt werden. Sobald das Kommando gegeben wird, muss der Hund sofort anfangen zu stoppen. Bei der Beurteilung des Anhaltens muss die Schnelligkeit des Hundes berücksichtigt werden.
  Die Toleranz beim eigentlichen Anhalten kann bei schnellen Hunden etwas größer sein, nicht jedoch bei langsamen Hunden.
  Um die vollen Punkte (für das Anhalten) zu bekommen, darf nicht mehr als eine Körperlänge bis zum Anhalten zurückgelegt werden, nachdem das Kommando gegeben wurde. Um überhaupt Punkte (für das Anhalten) zu bekommen, dürfen nicht mehr als 3 Körperlängen überschritten werden.
  Wenn mehr als 2 Abrufkommandos gegeben werden, beträgt die Höchstpunktzahl 6. Ein drittes Abrufkommando aus irgendeiner Position führt zum Nichtbestehen der Übung wie auch jeweils zwei Kommandos für das Abrufen aus beiden Positionen.
  Wenn der Hund die Position zu spät einnimmt (nach 3 Körperlängen stoppt), dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund nicht anhält, ist die Übung nicht bestanden. Wenn der Hund eine falsche Position beim Anhalten einnimmt, dürfen nicht mehr als 7 Punkte gegeben werden.
  Wenn der Hund sich aufsetzt oder aufsteht, bevor er das erste Mal abgerufen wird, können nicht mehr als 8 Punkte gegeben werden. Wenn der Hund sich mehr als eine Körperlänge vorwärts bewegt, bevor er das erste Abrufkommando bekommt, ist die Übung nicht bestanden.


Übung 5

Voraussenden in ein Quadrat mit Platz und Abrufen

Koeffizient 4
Kommandos: „Voraus”, („Steh”), „Platz“, „Hier“

Ausführung: (Abbildung siehe unten)

Der Hundeführer wird dazu aufgefordert, seinen Hund in ein ungefähr 25 Meter vom Startpunkt (bis zum Mittelpunkt des Quadrates) entferntes, 3 x 3 Meter großes Quadrat zu schicken. Das Quadrat sollte nicht näher als 3 – 5 Meter zur Ringbegrenzung platziert sein. Pylonen (ca. 10 – 15 cm)  markieren die Ecken des Vierecks. Sichtbare Linien (z. B. Band, Kreidemarkierungen) müssen die Außenlinien der Pylonen verbinden.
  Wenn der Hund das Quadrat erreicht hat, gibt der Hundeführer ihm den Befehl zum Hinlegen. Auf Anweisung geht der Hundeführer vorwärts in Richtung der rechten Pylone. Ungefähr 2 m vor dem Pylon wird der Hundeführer aufgefordert, nach links zu gehen und nach etwa 3 m wird der Hundeführer aufgefordert nach links zurück zum Startpunkt zu gehen.
  Nach weiteren 10 m wird der Hundeführer angewiesen seinen Hund abzurufen, während er weiter auf den Startpunkt zugeht. Wenn er den Startpunkt erreicht hat, wird der Hundeführer aufgefordert, stehen zu bleiben.

Anweisungen:

Die Bereitschaft des Hundes den Anweisungen und Kommandos Folge zu leisten, die Geschwindigkeit des Hundes und der direkte Weg sollten hervorgehoben werden. Um 10 Punkte zu bekommen, darf der Hundeführer nicht mehr als 4 Kommandos für die Übung verwenden, der vierte Befehl ist ein fakultatives „Steh“-Kommando im Quadrat. Der Hund muss die Befehle befolgen (z. B. wenn ein „Steh“-Kommando im Quadrat gegeben wird). Alternativ kann nur das Kommando zum Hinlegen gegeben werden, wenn der Hund im Quadrat ist und demnach dürfen nur 3 Kommandos verwendet werden.
  Wenn der Hundeführer die Grundstellung verändert (Schritte in irgendeine Richtung macht), während er die Kommandos gibt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Falls übermäßige Bewegungen (Körperhilfen) vom Hundeführer gemacht werden, dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund selbständig arbeitet, wird dies bestraft (z. B. wenn der Hund ohne Kommando anhält oder sich hinlegt). Wenn der Hund außerhalb des Vierecks liegt, ist die Übung nicht bestanden. Wenn der Hund bereits liegt, darf er nicht mehr dirigiert werden. Um Punkte zu bekommen, darf sich kein Teil des Hundes außerhalb des markierten Vierecks befinden, außer der Rute.
  Die Übung ist nicht bestanden, wenn der Hund vor dem zweiten Winkel des Hundeführers aufsteht oder sich aufsetzt. Nicht mehr als 5 Punkte dürfen vergeben werden, wenn der Hund hochkommt (zum Sitz oder Steh) nach dem zweiten Winkel des Hundeführers bevor er abgerufen wird. Wenn sich der Hund im Quadrat bewegt, ohne hochzukommen, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn er sich über die Grenze bewegt, bevor er gerufen wird, ist die Übung nicht bestanden.
  Wenn sich der Hund sehr langsam bewegt, können nicht mehr als 7 Punkte gegeben werden.
  Ein zweites Abruf-, Stopp- oder Platzkommando wird bestraft (-2 Punkte/Kommando). Die Übung ist nicht bestanden wenn auch nur eines dieser Kommandos ein drittes Mal gegeben werden muss. Handzeichen sind nur erlaubt, wenn der Hund dirigiert werden muss. Ein Handzeichen wird bestraft, wenn es gegeben wird, wenn der Hund neben dem Hundeführer ist (-2 Punkte). Der Punktabzug für zusätzliche Richtungskommandos hängt von ihrer Intensität und der Bereitschaft des Hundes ab, diesen Befehlen Folge zu leisten. Dies können 1 – 2 Punkte/Kommando sein.
  Es ist nicht erlaubt, dem Hund die Richtung am Startpunkt anzuzeigen oder dem Hund das Quadrat vor der Übung zu zeigen. Dies führt zu einem Nichtbestehen der Übung.


Übung 6

Apportieren mit Richtungsanweisung

Koeffizient 3
Kommandos: „Fuß”, „Steh“, „Rechts/Links“ und/oder Handzeichen, „Bring“, „Aus“, („Fuß“)

Ausführung: (Abbildung siehe unten)

Der Hundeführer steht mit seinem Hund am Startpunkt im Abstand von ca. 5 m zu einem Pylon. Der Steward legt 2 Holzapportel in einer Reihe im Abstand von ungefähr 10 m voneinander aus, so dass sie gut zu sehen sind. Das Apportel, das ausgelost wurde (links oder rechts) wird zuerst ausgelegt.
  Der Pylon befindet sich etwa 10 m von der Mitte einer imaginären Linie zwischen den Apportel und der Startpunkt ist ungefähr 15 m entfernt von dieser Linie.
  Der Hundeführer wird dazu aufgefordert mit seinem Hund vom Startpunkt zum Pylon zu gehen und seinen Hund in eine Stehposition am Pylon zu bringen (innerhalb eines Radius von einem Meter) mit Blickrichtung zum Startpunkt, wo er den Hund verlässt und zum Startpunkt zurückkehrt.
  Der Hundeführer darf nicht anhalten, wenn er den Hund verlässt. Nach etwa 3 Sekunden wird der Hundeführer aufgefordert, seinen Hund zum korrekten Apportel zu schicken, das durch Auslosung bestimmt wurde und der Hund muss den Gegenstand korrekt apportieren und übergeben.
  Es müssen Apportel in drei Größen zur Verfügung stehen (Höchstgewicht ca. 450 g), die geeignet für die verschiedenen Rassen sind. Die Größe des Apportel sollte im Verhältnis zur Größe des Hundes stehen, aber der Hundeführer darf die Größe frei wählen.

Anweisungen:

Der Schwerpunkt muss auf der Bereitschaft des Hundes liegen, den Richtungsanweisungen Folge zu leisten, auf der Geschwindigkeit des Hundes und darauf, dass er den kürzesten Weg zum korrekten Apportel wählt. Es führt zum Nichtbestehen der Übung, wenn dem Hund am Startpunkt die Richtung gezeigt oder der Hund angefasst wird. Um volle Punkte für die Übung zu bekommen, muss der Hund am Pylon stehen bleiben, bis er weitergeschickt wird. Ein Hund der am Pylon abliegt oder sich hinsetzt, kann nicht mehr als 8 Punkte bekommen. Wenn der Hund sich vor Kommando mehr als eine Körperlänge von seiner Stehposition entfernt, ist die Übung nicht bestanden.
  Wenn der Hund zum falschen Apportel läuft aber zum richtigen dirigiert werden kann und das korrekte bringt, können 6 Punkte gegeben werden.
  Wenn das falsche Apportel aufgenommen wird, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte).
  Der Abzug für zusätzliche Richtungskommandos hängt von der Intensität und der Bereitschaft des Hundes ab, den Kommandos Folge zu leisten. Dies können 1 – 2 Punkte/Kommando sein.

Fallenlassen des Apportel:
Wenn der Hund das Apportel fallen lässt aber es selbständig wieder aufnimmt, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  Falls ein zusätzliches „Bring“-Kommando gegeben werden muss damit der Hund das fallen gelassene Apportel wieder aufnimmt, beträgt die  Höchstpunktzahl 5 Punkte. Wenn der Hund den Gegenstand beim Hundeführer fallen lässt und der Hundeführer ihn aufhebt ohne die Grundstellung zu verlassen, dürfen 5 Punkte gegeben werden, vorausgesetzt der Hund nimmt die Endgrundstellung korrekt ein. Wird der Gegenstand aufgrund einer Unachtsamkeit des Hundeführers nach dem Kommando zur Abgabe fallen gelassen, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.

Auf dem Apportel Kauen oder Herumbeißen
Das Kauen oder Herumbeißen auf dem Apportel wird mit einem Abzug von 2 – 3 Punkten bestraft. Bei erheblichem Kauen dürfen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Sehr übermäßiges Kauen oder das Zerstören des Apportel führen zu einem Nichtbestehen der Übung (0 Punkte). Kein Abzug darf jedoch erfolgen, wenn der Hund einmal nachfasst um das Apportel besser greifen zu können.


Übung 7

Identifizieren eines Gegenstandes und Apportieren

Koeffizient 4
Kommandos: „Such/Bring“, „Aus“, („Fuß“) („Fuß“)

Ausführung:

Zu Beginn der Übung gibt der Steward dem Hundeführer einen hölzernen Apportiergegenstand (10 cm x 2 cm x 2 cm), den der Hundeführer mit einem Erkennungszeichen versieht oder der bereits im Vorfeld mit einem Erkennungszeichen versehen wurde. Der Hundeführer darf den Gegenstand ungefähr 10 Sekunden in der Hand behalten. Dem Hund ist es in dieser Phase nicht erlaubt, den Gegenstand zu berühren oder daran zu riechen.
  Der Steward fordert den Hundeführer dazu auf, ihm den Gegenstand zu übergeben und sich umzudrehen. Der Hundeführer entscheidet, ob der Hund sehen soll, wenn die Gegenstände ausgelegt werden, oder nicht.
  Der Steward legt die hölzernen Gegenstände (das von dem Hundeführer und fünf identische) auf dem Boden aus, ohne eines davon anzufassen in einer Entfernung von ca. 10 Metern vom Hundeführer. Die Gegenstände werden in einem Kreis oder in einer horizontalen Linie im Abstand von etwa 25 cm von einander ausgelegt. Der Hundeführer wird dann aufgefordert sich umzudrehen und seinen Hund zu schicken um den markierten Gegenstand zu apportieren.
  Der Hund soll den Gegenstand des Hundeführers finden, apportieren und dem Hundeführer entsprechend den allgemeinen Bestimmungen übergeben.
  Die Gegenstände sollen in der gleichen Art und Weise für alle Wettkampfteilnehmer ausgelegt werden, aber die Position des Gegenstandes vom Hundeführer kann variieren.
  Im Falle einer horizontalen Linie darf der Gegenstand vom Hundeführer nicht an den äußersten Positionen liegen. Dem Hund sollte die Möglichkeit gegeben werden, ungefähr eine halbe Minute zu suchen, wenn die Arbeit aktiv und zielgerichtet ist. Für jeden Wettkampfteilnehmer müssen sechs neue Gegenstände verwendet werden.

Anweisungen:

Der Schwerpunkt liegt auf der Arbeitsbereitschaft des Hundes und auf seiner Geschwindigkeit. Wenn der Hund einen falschen Gegenstand einmal aufnimmt, dann aber den korrekten bringt, können 7 Punkte vergeben werden. Die Übung ist nicht bestanden, wenn es dem Hund erlaubt wird an dem Gegenstand zu riechen oder ihn zu berühren, bevor er dem Steward übergeben wird, wenn Kommandos gegeben werden, solange sich der Hund bei den Gegenständen befindet oder wenn der Hund einen falschen Gegenstand zwei Mal aufnimmt.

Fallenlassen des Gegenstandes:
Wenn der Hund den Gegenstand fallen lässt aber ihn selbständig wieder aufnimmt, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Falls ein zusätzliches „Bring“-Kommando gegeben werden muss damit der Hund den fallen gelassenen Gegenstand wieder aufnimmt, beträgt die Höchstpunktzahl 5 Punkte. Wenn der Hund den Gegenstand beim Hundeführer fallen lässt und der Hundeführer ihn aufhebt ohne die Grundstellung zu verlassen, dürfen 5 Punkte gegeben werden, vorausgesetzt der Hund nimmt die Endgrundstellung korrekt ein. Wird der Gegenstand aufgrund einer Unachtsamkeit des Hundeführers nach dem Kommando zur Abgabe fallen gelassen, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.

Auf dem Gegenstand Kauen oder Herumbeißen
Das Kauen oder Herumbeißen auf dem Gegenstand wird mit einem Abzug von 2 – 3 Punkten bestraft. Bei erheblichem Kauen dürfen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Sehr übermäßiges Kauen oder das Zerstören des Gegenstandes führen zu einem Nichtbestehen der Übung (0 Punkte). Kein Abzug darf jedoch erfolgen, wenn der Hund einmal nachfasst um den Gegenstand besser halten zu können.


Übung 8

Distanzkontrolle

Koeffizient 4
Kommandos: „Platz”, „Bleib“, je 2 x „Sitz“, „Steh“, „Platz“ und/oder Handzeichen, „Sitz“

Ausführung:

Der Hund wird am Startpunkt abgelegt. Auf Anweisung verlässt der Hundeführer den Hund und geht zu einem vorgegebenen Punkt in einer Entfernung von ungefähr 10 m zum Hund und dreht sich in Blickrichtung zum Hund. Der Hund muss seine Position entsprechend den Kommandos vom Hundeführer 6 Mal verändern (Sitz/Steh/Platz). Er soll dabei an seinem ursprünglichen Platz bleiben.
  Die Reihenfolge der Positionen muss immer Sitz – Steh – Platz oder Steh – Sitz – Platz sein, weshalb das letzte Kommando für den Positionswechsel „Platz“ ist. Der Steward zeigt dem Hundeführer an, in welcher Reihenfolge der Hund die Positionen verändern soll, indem er beschriftete Tafeln oder Zeichnungen oder ein elektrisches Anzeigegerät verwendet.
  Der Steward muss ungefähr 3 – 5 Meter entfernt stehen und darf den Hund nicht sehen, wenn er die Anweisungen anzeigt. Der Steward muss die Anzeigen ungefähr alle 3 Sekunden ändern.
  Der Hundeführer darf sowohl Hörzeichen als auch Handsignale verwenden, doch diese dürfen nur kurz sein und müssen gleichzeitig gegeben werden. Eine Begrenzung wird hinter dem Hund in Form einer imaginären Linie zwischen zwei Markierungen gezogen. Die Reihenfolge der Positionen muss für alle Wettkampfteilnehmer gleich sein.

Anweisungen:

Beurteilungskriterien sind die Arbeitsgeschwindigkeit, in der die Positionswechsel ausgeführt werden, die Korrektheit der Positionen und wie gut diese gehalten werden und wie viel sich der Hund bewegt.
  Um Punkte zu bekommen, darf der Hund sich insgesamt nicht mehr als eine Körperlänge vom Startpunkt aus wegbewegen (egal in welche Richtung). Alle Bewegungen werden zusammengezählt.
  Wenn der Hund eine der sechs Positionen nicht einnimmt, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden und wenn er zwei Positionen auslässt, können nicht mehr als 5 Punkte gegeben werden. Demzufolge können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden, wenn der Hund eine Position überspringt und stattdessen die nächste einnimmt.
  Wenn der Hund sich eine Körperlänge bewegt, kann er nicht mehr als 5 Punkte bekommen. Der Hund muss mindestens 4 Mal die Position verändern, um Punkte zu bekommen.
  Wenn der Hund sich aufsetzt, bevor der Hundeführer zu ihm zurückgekehrt ist, dürfen nicht mehr als 8 Punkte geben werden.
  Übermäßiger Stimmgebrauch und übertriebene oder /lang anhaltende Handzeichen werden bestraft. Ein zweites Kommando führt zu -1 Punkt.
  Ein drittes Kommando für eine Position führt dazu dass, diese Position als nicht eingenommen gilt. Die Übung ist nicht bestanden, wenn der Hund sich mehr als eine Körperlänge bewegt.


Übung 9

Apportieren eines Metall- oder Holzgegenstandes über eine Hürde

Koeffizient 3
Kommandos: „Hopp”, „Bring“, „Aus“, („Fuß“)

Ausführung:

Der Hundeführer wird mit seinem Hund in Grundstellung im Abstand von 2 – 4 Metern zu einer Hürde positioniert.
  Der Hundeführer wirft ein Metall- oder Holzapportel über die Hürde.
  Auf Anweisung gibt der Hundeführer dem Hund das Kommando über die Hürde zu springen, den Gegenstand zu apportieren und zurückzuspringen. Das „Bring“-Kommando darf nicht später gegeben werden, als der Hund zum Sprung ansetzt.
  Es müssen Metall- und Holzapportel in drei verschiedenen Größen (und Gewichten) im Verhältnis zu der Größe der Hunde zur Verfügung stehen. Das Höchstgewicht für die größten Apportel beträgt ungefähr 200 g. für Metall und 450 g. für Holz. Es obliegt dennoch dem Hundeführer zu entscheiden, welches Apportel er verwendet, unabhängig von der Größe des Hundes.
  Die Hürde muss 1 m breit und ungefähr so hoch sein, wie der Widerrist des Hundes, abgerundet auf die nächsten 10 cm. Sie darf nie höher als 70 cm sein.

Anweisungen:

Die Übung beginnt in der Grundstellung und endet in der Grundstellung, wenn der Hund das Apportel übergeben hat und der Steward „Übung beendet“ verkündet.
  Wenn der Hund einen Moment nach dem Apportel suchen muss, dürfen keine Punkte abgezogen werden, solange er aktiv arbeitet. Wenn der Hund die Hürde beim Sprung berührt – wenn auch nur leicht – ist die Maximalpunktzahl 8 Punkte. Wenn der Hund sich auf der Hürde abstützt oder wenn er nicht beide Sprünge zeigt – hin und zurück, ist die Übung nicht bestanden. Wenn die Hürde umfällt, ist die Übung ebenfalls nicht bestanden. Wenn der Hund das Kommando vorwegnimmt, müssen 2 – 4 Punkte abgezogen werden. Wenn der Hund den Hundeführer verlässt, wenn das Apportel ausgeworfen wird, ist die Übung nicht bestanden.

Fallenlassen des Apportel:
Wenn der Hund das Apportel fallen lässt aber es selbständig wieder aufnimmt, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Falls ein zusätzliches „Bring“-Kommando gegeben werden muss damit der Hund das fallen gelassene Apportel wieder aufnimmt, beträgt die Höchstpunktzahl 5 Punkte. Wenn der Hund den Gegenstand beim Hundeführer fallen lässt und der Hundeführer ihn aufhebt ohne die Grundstellung zu verlassen, dürfen 5 Punkte gegeben werden, vorausgesetzt der Hund nimmt die Endgrundstellung korrekt ein. Wird der Gegenstand aufgrund einer Unachtsamkeit des Hundeführers nach dem Kommando zur Abgabe fallen gelassen, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.

Auf dem Apportel Kauen oder Herumbeißen
Das Kauen oder Herumbeißen auf dem Apportel wird mit einem Abzug von 2 – 3 Punkten bestraft. Bei erheblichem Kauen dürfen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Sehr übermäßiges Kauen oder das Zerstören des Apportel führen zu einem Nichtbestehen der Übung (0 Punkte). Kein Abzug darf jedoch erfolgen, wenn der Hund einmal nachfasst um das Apportel besser greifen zu können.


Übung 10

Gesamteindruck

Koeffizient 2

Anweisungen:

Bei der Bewertung des Gesamteindrucks sind die Bereitschaft des Hundes zu arbeiten und den Kommandos Folge zu leisten ausschlaggebend. Die Genauigkeit und Präzision sind wichtig, ebenso der natürliche Bewegungsablauf von Hundeführer und Hund. Um eine hohe Bewertung zu bekommen müssen Hundeführer und Hund gut als Team zusammenarbeiten, müssen beidseitige Freude an der gemeinsamen Arbeit und einen guten Sportsgeist zeigen. Die Aktivitäten während und zwischen den Übungen fließen in die Bewertung des Gesamteindrucks ein.
  Wenn der Hund außer Kontrolle gerät und den Hundeführer während oder zwischen den Übungen verlässt aber im Ring bleibt, können keine Punkte für den Gesamteindruck vergeben werden. Wenn sich der Hund im Ring löst, wird der Hund disqualifiziert.


Grafiken für die Übungen 3 und 5 in der Klasse 2


OB2-2012_Grafiken


 
OB2-2012_Bild01.jpg
Sitz und Platz aus der Bewegung
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Sitz und Platz aus der Bewegung, Abmessungen
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Richtungsapport Klasse 2, Abmessungen
OB2-2012_Bild04.jpg
Hürde

 
 

Anmerkungen:
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  :achtung: Der VDH hat die Ausführungen der Einzelübungen als PDF veröffentlicht.  :achtung:
"Internationale Prüfungsordnung Obedience FCI Klasse 1/2 gültig ab 01/2012"
Neben den einzelnen Übungen, sowie den Bewertungskriterien sind auch allgemeine Informationen enthalten. 47 Seiten.






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