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Obedience - Prüfungsordnung

Beschreibung der Übungen in der Obedience- Klasse 3

Wichtige Info:
Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.


Internationale Prüfungsordnung für Obedience, FCI


gültig ab 01.01.2011



I. Teilnahmebedingungen, Organisation und Richter-Anweisungen
II. Praktische Durchführung und Zubehör für den Wettkampf
III. Auszeichnungen
IV. Übungen und Koeffizienten
V. Allgemeine Regeln und Richtlinien für die Teilnahme und das Richten der Übungen
VI. ÜBUNGEN DER INTERNATIONALEN OBEDIENCE KLASSE: Richtlinien für die Ausführung und das Richten der Übungen
VII. Organisation, Durchführung und Richterbestimmungen für FCI Europa- und Weltmeisterschaften


Obedience-Ausbildung lehrt einem  Hund ein kooperatives und kontrolliertes Verhalten. Hauptaugenmerk sollte auf einen guten Kontakt zwischen dem Hund und dem Hundeführer liegen und auf der Bereitschaft des Hundes zu gehorchen, auch wenn eine größere Distanz zwischen ihnen besteht.  Hundeführer und Hund müssen im Allgemeinen eine sehr gute Beziehung erkennen lassen.

I. Teilnahmebedingungen, Organisation und Richter-Anweisungen


1. Zulassungsbestimmungen für internationale Obedience-Klassen


Um an einem Wettbewerb (FCI) der internationalen Obedience-Klasse oder an einer Sektion - oder Weltmeisterschaft teilnehmen zu können, muss der Hund mindestens 15 Monate alt und in einem von der FCI anerkannten Zuchtbuch eingetragen sein. Hunde mit einer AKC, KC oder CKC Regestrierung, dürfen teilnehmen, haben aber keine Berechtigung für ein C.A.C.I.OB.

Es obliegt jedem Land zu entscheiden, welche nationalen Obedience-Klassen bestehen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor es einem Hund erlaubt wird, in der Internationalen Obedience-Klasse teilnehmen zu dürfen. Um in einem internationalen Obedience-Wettkampf starten zu dürfen, sollten der Hundeführer und der Hund mindestens einmal zusammen die höchste Obedience-Klasse im eigenen Land bestanden haben.

Wenn  ein  Obedience-Wettbewerb innerhalb einer Hundeausstellung durchgeführt wird, ist es nicht notwendig, dass der Hund auch für die Ausstellung gemeldet wird.  

Hunde, die eine ansteckende Krankheit, Hakenwürmer, Räude oder andere Parasiten haben, oder Hunde, die aggressiv, blind oder taub sind, dürfen  nicht an Internationalen Obedience-Wettkämpfen teilnehmen.

Hunde mit kupierten Ruten oder Ohren werden akzeptiert, wenn dies mit den gesetzlichen Bestimmungen ihres Heimatlandes und denen des Landes, in dem der Wettkampf stattfindet, vereinbart werden kann.

Läufige Hündinnen dürfen teilnehmen, müssen aber als letztes starten. Sie müssen von dem Wettkampfgelände und der näheren Umgebung ferngehalten werden, bis alle anderen Hunde ihre Übungen beendet haben.

Hündinnen, die weniger als 8 Wochen vor dem Wettkampf geworfen haben und Hündinnen, die vermutlich innerhalb von 4 Wochen werfen werden, dürfen am Wettbewerb nicht teilnehmen.

Im Zweifelsfall sollte der Richter den Hund außerhalb des Ringes untersuchen, bevor er an dem Wettkampf teilnimmt. Nationale Regelungen können verlangen, dass alle Hunde untersucht werden.

2. Zulassungsvoraussetzungen der Richter für Internationale Obedience-Wettkämpfe

Richter für Obedience-Wettkämpfe sollten von dem kynologischen Verband ihres eigenen Landes lizenziert sein.

Zulassungseinschränkung in Bezug auf Verwandtschaftsverhältnisse
Es ist einem Richter nicht gestattet, Hunde zu richten, die von einem Familienmitglied geführt werden oder die im eigenen Besitz oder im Besitz eines Familienmitgliedes stehen.  
Familienmitglieder oder Verwandte, die diese Regelung betreffen, sind:
Kinder, Eltern, Großeltern, Enkel, Geschwister oder Angeheiratete. Des Weiteren ist es ihnen nicht erlaubt, Angehörige des Haushaltes oder Bewohner ihres Haushaltes zu richten.

Ein Hund darf nicht an einem Wettkampf teilnehmen, wenn der Richter des Wettkampfes den Hund gezüchtet oder den Hund trainiert hat, oder wenn der Hund innerhalb eines Jahres vor dem Wettkampf im gleichen Haushalt gelebt hat oder in seinem Eigentum stand.

Im Falle einer FCI Sektions- oder Weltmeisterschaft wird empfohlen, einen anderen Richter einzuladen, wenn die Befangenheitsregel greift. Es ist gewöhnlich eine einmalige Gelegenheit, an einem solchen Wettkampf teilnehmen zu können und dies sollte Vorrang haben vor der Einladung eines Richters.

3. Chef Steward (Prüfungsleiter)

Ein Chef Steward muss für den Wettkampf ernannt werden. Der Hauptsteward muss eine ausreichende Qualifikation haben. Wenn Wettkampfteilnehmer aus dem Ausland an dem Wettkampf teilnehmen, muss der Steward in der Lage sein die Anweisungen in Englisch oder in einer anderen vereinbarten Sprache zu geben.

Wenn die Übungen aufgeteilt werden, um von 2 oder mehreren Richtern gerichtet zu werden, sollte eine entsprechende Anzahl von Stewards zugegen sein, so dass zu jedem Ring mindestens ein Steward eingeteilt wird.

4. Wettkampfleitung

Obedience-Wettkämpfe stehen unter der Leitung des (Haupt)Richters des jeweiligen Tages und des Chef Stewards. Ist mehr als ein Richter an einem Wettkampf tätig, wird einer der Richter zum Hauptrichter ernannt, der Vorsitzender des Richterteams ist.

Wenn Situationen auftreten, die nicht in den Regularien und Anweisungen geregelt sind, entscheidet der Richter (oder das Richterteam unter Vorsitz  des Hauptrichters) über die weitere Vorgehensweise oder die Bewertung.

5. Pflichten des Hundeführers

Die Pflichten des Hundeführers als Wettkampfteilnehmer beginnen, wenn der Hundeführer das Wettkampfgelände betritt und enden nach der letzten Siegerehrung. Hundeführer müssen die Regeln und die Anweisungen, die ihnen gegeben werden, befolgen. Es wird vom Hundeführer erwartet, dass er sich tadellos benimmt und angemessen gekleidet ist.

Der Richter darf Hundeführer/innen vom Wettkampf disqualifizieren, wenn er oder sie die Regeln missachtet, sich unsportlich oder ungebührlich verhält. Die Entscheidung des Richters ist endgültig und unanfechtbar. Kein Wettkampfteilnehmer sollte die Entscheidung des Richters in Frage stellen.

Hundeführer müssen ihre Anwesenheit 30 Minuten vor Beginn des Wettkampfes im Ring melden.

Es ist verboten, den Hund zu bestrafen. Nur normale, gewöhnliche Halsbänder sind gestattet. Stachel- oder elektrische Halsbänder sowie Zwangsmaßnahmen sind verboten. (Die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes sind einzuhalten.)  

Beißkörbe, Decken, Hundemäntel usw. sind nicht zugelassen. Nur normale Halsbänder sind gestattet. Diese Einschränkung gilt vom Beginn des Wettkampfes bis zu seinem Ende. Es ist jedoch gestattet, dem Hund bei kalter Witterung (zum Beispiel bei Veranstaltungen im Winter im Freien) eine Hundedecke anzuziehen, jedoch nicht während der Vorführung.
Der Hundeführer sollte den Hund während und zwischen den Übungen auf seiner linken Seite führen. Bei einer körperlichen Behinderung des Hundeführers ist es gestattet, den Hund an der rechten Seite während und zwischen den Übungen zu führen. Der Teilnehmer oder Mannschaftsführer dieses Teams muss jedoch beim (Haupt-) Richter vor dem Start des Wettkampfs die Erlaubnis einholen. Alle Richter, die betroffen sind, müssen informiert werden und die Auswirkung, die diese Regelung auf die Bewertung der Vorführung hat, muss zwischen den betroffenen Richtern abgestimmt werden. Die Ausnahmeregelung sollte begründet sein und sollte nicht dazu führen, dass andere Hunde und Wettkampfteilnehmer gestört werden.
Beispiel: Wenn ein Wettkampfteilnehmer an einen Rollstuhl gefesselt ist, sollte er oder sie in den Übungen 1 und 2 am Anfang oder am Ende der Gruppe platziert werden, wo er an keinem anderen Hund, außer dem eigenen, vorbeifahren muss.

6. Verhalten des Hundes / Disqualifikation

Ein Hund, der zu irgendeiner Zeit Menschen oder andere Hunde beißt, versucht zu beißen, attackiert oder versucht zu attackieren, wird vom Wettkampf disqualifiziert. Dies gilt auch vor und nach Beendigung der Vorführung. Alle Punkte gehen verloren, auch wenn die Übungen bereits beendet sind.
An einer 2-Tages-Veranstaltung gilt die Disqualifikation ebenfalls für den zweiten Tag und der Hund darf nicht am Wettkampf teilnehmen. Der Zwischenfall wird in dem Leistungsbuch des Hundes vermerkt.
Es muss ein Bericht an den kynologischen Verband, dem der Hund angehört, sowie dem kynologischen Verband des Austragungslandes geschickt werden.

7. Andere Regelungen

Wenn der Wettkampfring aufgebaut wird oder bereits aufgebaut ist, ist es dem Hundeführer nicht mehr gestattet, ohne Genehmigung des Stewards oder Richters den Wettkampfring mit seinem Hund zu betreten.
In den Gruppenübungen (1 und 2) besteht eine Gruppe aus mindestens 3 und maximal aus 6 Teilnehmern. In einem Wettkampf, in dem die Anzahl der Hunde nicht durch 6 teilbar ist, dürfen 2 der Gruppen aus 7 Hunden bestehen.


II. Praktische Durchführung und Zubehör für den Wettkampf

Gestaltung, Anzahl der Teilnehmer, Größe des Rings, benötigtes Zubehör

1. Gestaltung des Wettkampfes

Sowohl für FCI-, Sektions- und Weltmeisterschaftswettkämpfe als auch für alle internationalen Wettkämpfe hat der Oberrichter das Recht, sich mit dem Organisationskomitee abzusprechen und Entscheidungen zu treffen. Dabei kann die Reihenfolge der Übungen während des Wettkampfes und die Gruppierung der Übungen miteinander festgelegt werden. Die Reihenfolge muss für alle Teilnehmer die gleiche sein.

2. Anzahl der Teilnehmer

Es wird empfohlen, dass der Richter nicht mehr als ungefähr 4 Hunde pro Stunde und nicht mehr als 25 Hunde pro Tag richtet. Kommen mehrere Richter zum Einsatz, richtet jeder Richter die Übungen, für die er eingeteilt ist, für alle Hunde.

3. Größe des Obedience-Rings

Die Größe des Obedience-Rings bei einer Hallenveranstaltung sollte mindestens 20 x 30 m betragen. Findet der Wettkampf im Freien statt, ist die bevorzugte Größe mindestens 25 x 40 m, vorzugsweise jedoch größer. Der Ring kann kleiner sein, wenn die Übungen in 2 oder mehrere Ringe aufgeteilt werden und diese Übungen, die weniger Platz benötigen, zusammengefasst werden. Ein Ring sollte eindeutig markiert sein. Es liegt im Ermessen des Richters zu entscheiden, ob die Ringgröße akzeptabel ist oder nicht.

4. Zubehör

Es liegt in der Verantwortung des Veranstalters, die Prüfungsordnung und speziellen Anweisungen auf dem Wettkampfgelände zur Verfügung zu stellen.
 Es wird eine geschlossene Hürde von ungefähr 1 m Breite benötigt (Übung 8). Die Höhe muss von ungefähr 10 cm bis 70 cm und zwar in Intervallen von ca. 10 cm einstellbar sein. Im Gegensatz zu einer Agility-Hürde sollte die Hürde keine Seitenteile haben.
 Eine ausreichende Anzahl von Markierungen und Pylonen muss bereitstehen, um festzulegen an welchen Punkten die Übungen durchzuführen sind. Die Höhe der Pylonen, die das Viereck begrenzen, sollte ungefähr 15 cm betragen. Die Markierung, an der der Hund gestoppt wird, kann niedriger sein. Bewertungstafeln, auf welchen die vergebenen Punkte angezeigt werden, müssen dem Richter zur Verfügung gestellt werden.
 Gelbe und rote Karten müssen zur Verfügung stehen, mit welchen der Richter eine Verwarnung (gelbe Karte) oder eine Disqualifikation (rote Karte) anzuzeigen kann.

Geeignete Apportiergegenstände:
  • 3 Sets aus hölzernen Apportel, die sich in der Größe (Gewicht) unterscheiden, passend zu den verschiedenen Größen der Rassen (klein, mittel, groß). Jedes Set beinhaltet 3 Apportel von der gleichen Größe. Das maximale Gewicht der Apportel aus dem größten Set beträgt ungefähr 450 g (Übung 7).
  • Metallene Apportel in drei verschiedenen Größen mit einem maximalen Gewicht von ungefähr 200 g für die größten Hunde. Die Größe des Apportels sollte in der Proportion zur Größe der Rasse sein. Dennoch kann der Hundeführer die bevorzugte Größe wählen (Übung 8).
  • Holzgegenstände von ungefähr 2 x 2 x 10 cm. Für jeden teilnehmenden Hund müssen 6 Holzgegenstände zur Verfügung stehen. (Übung 9).


III. Auszeichnungen


Es wird empfohlen bei Obedience Wettbewerben, die Farben schwarz - rot - gelb für Schleifen und Rosetten zu verwenden. Jeder Hund, der einen Preis bei Obedience gewinnt, sollte mit einer schwarz - rot - gelben Schleife ausgezeichnet werden.

  • Rote Schleifen
    werden an die Teilnehmer vergeben, die ein vorzügliches Ergebnis erzielt haben :
    256 - 320 Punkte.
  • Blaue Schleifen
    werden an die Teilnehmer vergeben, die ein sehr gutes Ergebnis erzielt haben:
    224 - unter 256 Punkte.
  • Gelbe Schleifen
    werden an die Teilnehmer vergeben, die ein gutes Ergebnis erzielt haben:
    192 - unter 224 Punkte.
  • Andere Farben können entsprechend den Traditionen des Gastgeberlandes benutzt werden.
  • Eine schwarz - rot - gelbe Rosette zeichnet den Erstplatzierten aus.

Falls zwei oder mehrere Hunde die gleiche Punkteanzahl erreichen und eine endgültige Platzierung gewünscht ist, sollten die Ergebnisse der Übungen 3, 5 und 6 addiert werden. Falls die Addition immer noch keine Reihung ergibt, sollten diese drei Übungen wiederholt werden.

Ein Preis oder eine Rosette muss an jeden Hund vergeben werden, der den Titel ‚Internationaler Obedience Champion' an einem Tag erreicht. Bevorzugterweise sollten die Obedience Farben (schwarz - rot - gelb) benutzt werden und den Text »Internationaler Obedience Champion« tragen. Zusätzlich kann die Rosette die traditionellen Farben von Meisterschaften, wie rot und grün, tragen [z. B. die Basisrosette und Steifen können grün sein mit der kleineren Rosette darauf, die die Farben von Obedience tragen (schwarz - rot - gelb)].

Internationales Obedience Zertifikat CACIOB

Der gewinnende Hund (im Falle eines Rüden mit beiden Hoden) wird mit dem CACIOB ausgezeichnet, wenn er ein vorzügliches Ergebnis erzielt hatte. Der zweitbeste Hund (bei gleichen Voraussetzungen) erhält das Reserve-CACIOB.
Die Hunde, die das CACIOB oder das Reserve-CACIOB erhalten, müssen mit einem Preis oder einer Rosette ausgezeichnet werden. Vorzugsweise sollten die Farben des Obedience, schwarz, rot, gelb, widerspiegeln und sollten die Farbe des CACIOB beinhalten (weiß) und des Reserve-CACIOB (orange). Z. B. eine Basisrosette und Streifen, die weiß (orange) sind und eine kleinere Rosetten oben drauf, die die Farben schwarz, rot und gelb hat. Der Text CACIOB und Reserve-CACIOB sollte auch erscheinen.

Internationaler Obedience-Champion

Um den Titel Internationaler Obedience-Champion zu erhalten, muss der Hund 2 CACIOB´s in 2 verschiedenen Ländern erhalten und mindestens ein »gut« oder besser, im Mindestalter von 15 Monaten, auf einer FCI-Hundeschau erzielen. Zwischen den 2 CACIOB´s muss mindestens 1 Jahr und 1 Tag liegen.


IV. Übungen und Koeffizienten

NummerÜbungKoeffizient Punkte
———— —————————————————————————————————— ————— ————
1.Sitzen in der Gruppe für 2 Minuten330
2.Liegen in der Gruppe mit Ablenkung 4 Minuten ausser Sicht220
3.Freifolge330
4.Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung330
5.Abrufen mit Abstellen und Ablegen 440
6.Voran mit Richtungsanweisung - Ablegen und Abrufen 440
7.Bringen mit Richtungs-Anweisung330
8.Bringen über die Hürde - Metallapport330
9.Identifizieren330
10.Kontrolle auf Distanz440
Koeffizient:/Maximum: 32320

V. Allgemeine Regeln und Richtlinien für die Teilnahme und das Richten der Übungen


Sofern es bei den einzelnen Übungen keine anderweitigen Regelungen gibt, gelten diese generellen Regeln und Richtlinien für die Ausführung und Beurteilen der Übungen.

Bei Ereignissen, die nicht von diesen Regeln und Richtlinien abgedeckt werden, entscheidet der Richter wie damit umzugehen ist und wie es zu bewerten ist. Die Richterentscheidung ist unumstößlich und kein Wettkampfteilnehmer sollte die Entscheidung des Richters in Frage stellen.

Zu vergebende Punkte

Die Obedience-Übungen werden wie folgt bewertet.
0 - 5 - 5,5 - 6 - 6,5 - 7 - 7,5 - 8 - 8,5 - 9 - 9,5 - 10

Disqualifikation führt zum Abbruch der Prüfung und alle Punkte, die bis dahin erreicht wurden, gehen verloren. Die Prüfung wird abgebrochen.

Nichtbestehen einer Übung führt zum Verlust aller Punkte dieser spezifischen Übung. Der Hund kann mit den restlichen Übungen fortfahren.

Die gelbe Karte zeigt eine Verwarnung an. Der Richter kann bei Fehlverhalten des Hundes oder des Hundeführers eine Verwarnung vergeben. Wenn der Richter zweimal die gelbe Karte zeigt, führt dies zur Disqualifikation.

Die rote Karte zeigt eine Disqualifikation an.

Die Gelbe oder Rote Karte bei Wettkämpfen mit mehreren Richtern:

  1. Zwei oder mehr Richter in getrennten Ringen

    Wenn zwei Richter verschiedene Übungen in zwei getrennten Ringen richten, führt eine rote Karte (die erste) zur Disqualifikation.
    Hat einer der Richter eine gelbe Karte (z.B. im ersten Ring) gezeigt, sollen die anderen (zweiten oder dritten) Richter darüber nicht informiert werden. Die Richter beurteilen voneinander unabhängig. Die gelbe Karte wird vom Wettkampfgericht vermerkt und wenn eine weitere gelbe Karte vom zweiten oder dritten Richter gezeigt wird, notiert dies das Wettkampfgericht und informiert den Richter, dass bereits eine gelbe Karte gezeigt worden ist und  deshalb der Teilnehmer disqualifiziert ist. Natürlich führt es ebenfalls zur Disqualifikation, wenn derselbe Richter zwei gelbe Karten zeigt.

  2. Zwei oder mehr Richter in einem Ring

    Wenn einer der Richter einen Teilnehmer verwarnen (gelbe Karte oder disqualifizieren (rote Karte) möchte, bespricht er sich mit den anderen Richtern und die Angelegenheit wird gemeinsam entschieden. I.d.R. zeigt der Hauptrichter als Vorsitzender des Richtergremiums die Karte, sofern er im Ring ist.

Das Vorführen der Übungen

  • Der Richter kann bestimmen, in welcher Reihenfolge die Übungen gezeigt werden müssen. Die Reihenfolge ist für alle Wettkampfteilnehmer gleich.
  • Die Übungen beginnen und enden mit der Fußosition (Grundstellung) des Hundes. Die Fußposition (Grundstellung) ist definiert als eine sitzende Position an der linken Seite des Hundeführers.
  • Zwischen den Übungen soll sich der Hund auf der linken Seite des Hundeführers befinden. Der Hund muss nicht in der Fußposition oder unter Kommando stehen, aber er sollte sich in der Nähe des Teamführers aufhalten und unter Kontrolle sein. Falls der Hund den Ring während oder zwischen den Übungen verlässt, ist er disqualifiziert.
  • Der Hundeführer muss die Hundeleine außerhalb des Rings oder auf dem Steward-Tisch lassen. Dies gilt für alle Übungen.
  • Alle Übungen beginnen damit, dass der Steward den Hundeführer und den Hund am Startpunkt der Übung positioniert, der Hund sich in der Grundstellung befindet und der Steward den Beginn derÜbung angekündigt hat. Alle Übungen enden damit, dass der Steward „Übung beendet“ ansagt. Es ist nicht erlaubt, vor oder während einer Übung dem Hund Plätze oder Richtungen zu zeigen (ausgenommen sind die für eine Übung notwendigen und erlaubten Handlungen). Solche Tätigkeiten führen zum Abbruch der Übung.
  • Die Kommandos, die in diesem Reglement vorgeschlagen werden, können durch andere passende kurze Hörzeichen ersetzt werden. Der Name des Hundes kann in Übungen, in denen dies vorgesehen ist, mit dem Kommando kombiniert werden. Dies hat so zu geschehen, dass Name und Befehl zusammenhängend ausgesprochen werden, sodass nicht der Eindruck von zwei getrennten Kommandos entstehen kann.
  • Leckerlis oder Spielsachen wie z.B. Bälle oder ähnliches sind weder während noch zwischen den Übungen im Ring erlaubt. Falls der Richter beobachtet, dass der Wettkampfteilnehmer Leckerlis oder andere Motivationsmittel im Ring mit sich führt oder benutzt, wird das Team disqualifiziert.
  • Dem Hundeführer ist es nicht gestattet, den Hund während einer Übung zu berühren oder auf irgendeine andere Weise zu ermutigen. Solch ein Betragen führt zum Nichtbestehen der Übung. Leichte Aufmunterungen, z. B. „Gut gemacht“ zu sagen oder 1 oder 2 Streicheleinheiten nach der Übung sind erlaubt. Im Falle von übertriebener Aufmunterung, enthusiastischer Anfeuerung, Spielen, Springen in den Arm des Hundeführers, Dog-Dancing-Figuren, wird der Wettkampfteilnehmer durch das Zeigen der gelben Karte vom Richter verwarnt. Im Falle eines zweiten Zwischenfalls dieser Art, zeigt der Richter die rote Karte und der Hund ist disqualifiziert.
  • Der Richter hat das Recht eine Übung abzubrechen, wenn der Hund offensichtlich unfähig oder nicht willig ist, die Übung zu zeigen. Solch ein Verhalten wird mit „0“ bewertet.
  • Der Richter hat das Recht einen Hund von der weiteren Teilnahme am Wettkampf auszuschließen, wenn er unzureichend arbeitet oder kontinuierlich bellt oder winselt und dadurch den Prüfungsablauf stört. Im Falle von Bellen oder Jaulen kann der Richter eine erste Verwarnung in Form der gelben Karte geben. Falls das Benehmen weiter geht, wird der Richter den Hund mit der roten Karte vom Wettkampf disqualifizieren. Das gleiche gilt für kontinuierliche Störung durch Bellen oder Winseln zwischen den Übungen.
  • Falls der Hund den Hundeführer während einer Übung verlässt (eine Übung unterbricht) und außer Kontrolle ist), hat der Hundeführer die Möglichkeit, ohne seine Position zu verlassen den Hund einmal zu rufen. Falls der Hund zum Hundeführer auf das erste Kommando hin zurückkehrt, zeigt der Richter eine gelbe Karte und die Übung ist nicht bestanden (0), aber der Hundeführer und der Hund können mit der nächsten Übung fortfahren. Falls der Hund nicht auf das erste Kommando hin zurückkehrt, werden Hundeführer und Hund disqualifiziert. Falls sich der Hund ein zweites Mal entfernt, erfolgt ebenfalls die Disqualifikation. Falls der Hund den Hundführer zwischen den Übungen verlässt, kann der Hundeführer seinen Hund einmal rufen, ohne seine Position zu verlassen. Falls der Hund zurückkehrt, zeigt der Richter die gelbe Karte. Falls der Hund nicht zurückkehrt oder sich ein zweites Mal entfernt, folgt die Disqualifikation.
  • Bei der Abrufübung (Übung 5) darf der Hund vorsitzen. Der Hund muss dann jedoch auf Kommando (nach Anweisung des Stewards) schnell und eng die Fußposition einnehmen.
  • Bei allen Apportierübungen (Übung 7, 8 und 9) darf der Hund vorsitzen und dort den Apportiergegenstand abgeben (nach Anweisung des Stewards). Der Hund muss dann auf Kommando (ebenfalls nach Anweisung des Stewards) schnell und eng die Fußposition einnehmen.
  • Bei den Apportierübungen und der Abrufübung braucht der Richter in Bezug auf die Ausführungsart (Vorsitz oder sofortige Grundstellung) nicht informiert zu werden. Wenn die Übungen elegant und korrekt vorgeführt werden, können unabhängig von der Ausführungsart die vollen Punkte vergeben werden.
  • Bei Übungen, bei denen Hör- oder Sichtzeichen erlaubt sind, muss der Hundeführer den Richter vor der Übung informieren, welche Signale er einsetzen wird. Dies ist nicht notwendig falls beides, Hörzeichen und Signale, erlaubt sind.
  • Das Kommando „Bleib“ ist erlaubt in Übungen, in denen der Führer den Hund verlässt oder sich von ihm wegdreht (Üb 1,2,5,9,10)
  • Handzeichen sind nicht erlaubt, wenn sich der Hund an der Seite des Hundeführers (also bei Fuß) befindet.

Beurteilen der Übungen

  • Das Bewerten einer Übung beginnt, wenn Hundeführer und Hund ihre Position am Startpunkt eingenommen haben (der Hund ist in der Fußposition) und der Steward sagt „Die Übung beginnt“. Das Richten einer Übung endet mit der Anweisung des Stewards „Übung beendet“.
  • Alle Abweichungen von der Ideal Vorstellung, Extrakommandos, Doppelkommandos, Körperhilfen usw. müssen geandet werden. Die grundsätzliche Regel ist, dass für ein zweites Kommando 2 Punkte abgezogen werden und bei einem dritten Zusatzkommando die Übung nicht bestanden ist und mit 0 bewertet wird (oder ein Teil davon).
    In Übung 6 (Richtungsanweisungen) und Übung 10 (Distanzkontrolle) werden für ein zweites Kommando 1 bis 2 Punkte abgezogen (vgl. die  Ausführungsbestimmungen der jeweiligen Übung).
  • Ein Hund, der während einer Übung bellt, wenn auch nur gelegentlich, sollte bestraft werden. Nicht mehr als 7 Punkte sollten vergeben werden. Wenn der Hund häufiger oder über längere Zeit bellt, ist die Übung nicht bestanden. Falls das Bellen anhaltend ist und sich in mehreren Übungen wiederholt, führt das zur Disqualifikation. Das gleiche gilt für Winseln.
  • Wenn der Hundeführer die Grundstellung während eines Kommandos verändert, ist die Übung mit „0“ zu bewerten.
  • Falls der Hund vor dem Kommando des Hundeführers eine unruhige Grundstellung zeigt, können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
  • Wenn ein Hund dem Hundeführer nach Beginn einer Übung, jedoch vor der Anweisung des Hundeführers die Position verlässt, ist die Übung mit „0“ zu bewerten. Ein Zurückrufen ist nicht möglich.
  • Jegliche Bestrafung des Hundes führt zur Disqualifikation
  • Fasst der Hundeführer den Hund während der Übung an, wird die Übung mit 0 Punkten bewertet. Dies kann zu einer Verwarnung führen. Wenn das Berühren des Hundes während einer oder zwischen den Übungen als Bestrafung gedeutet werden kann, wird das Team disqualifiziert.
  • Wird der Hund zwischen den Übungen am Halsband geführt, hat dies eine Verwarnung (gelbe Karte) zur Folge.
  • Wenn der Hund den Teamführer bei der Abruf- oder den Apportierübungen berührt (wenig oder leicht), sollen 1 bis 2 Punkte abgezogen werden. Wenn er in den Hundeführer hinein rennt oder mit ihm zusammenprallt, sollen nicht mehr als 7 Punkte gegeben werden.
  • Bei der Beurteilung der Geschwindigkeit sollte die Rasse des Hundes berücksichtigt werden. Das ideale Verhalten ist nicht bei jeder Rasse gleich. Wenn ein Hund sofort und willig auf die Kommandos reagiert, sich in typischer Geschwindigkeit für seine Rasse bewegt, die Geschwindigkeit hält und die Übung freudig ausführt, sollte er volle Punkte bekommen, wenn es keine Fehler gibt, die zu Abzug führen.

  • Bellen oder Winseln während der Übung muss immer abgezogen werden, sogar wenn es nur ein kurzer Beller zu Beginn der Übung (der vielleicht Begeisterung ausdrückt) ist, sollte mindestens ein Punkt abgezogen werden.
  • Setzt sich ein Hund am Ende einer Übung nicht in die Grundstellung, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  • Falls sich ein Hund während oder zwischen den Übungen löst, wird er disqualifiziert.



VI. ÜBUNGEN DER INTERNATIONALEN OBEDIENCE KLASSE

Regeln und Instruktionen zum Vorführen und Richten der Übungen

1. Übung:

Sitzen in der Gruppe für 2 Minuten


Hörzeichen: » Sitz«, »Bleib«

Ausführung:
Die Hunde sitzen in einer Reihe in einem Abstand von ca. 3 m von einander in der Grundstellung. Auf Anweisung verlassen die Hundeführer für 2 Minuten ihre Hunde und begeben sich zu einer Stelle, die der Hund nicht einsehen kann. Wenn die 2 Minuten vorbei sind, werden die Hundeführer angewiesen, zurück in den Ring zu gehen.
Dort stellen sie sich in einer Reihe vor ihren Hunden auf. Die Hundeführer werden danach angewiesen zu ihren Hunden zu gehen und sich neben ihrem Hund in Grundstellung zu begeben. Eine Gruppe besteht aus mindestens drei und maximal aus sechs Hunden.

Beurteilung:
Ein Hund, der aufsteht, sich legt oder mehr als seine eigene Körperlänge kriecht, bekommt 0 Punkte. Jede Bewegung reduziert die Punkte. Falls der Hund 1-2 mal bellt, werden 1-2 Punkte abgezogen; wenn der Hund die meiste Zeit bellt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Unruhiges Sitzen, wie z.B. Verlagern des Gewichts von einer Seite zur anderen oder Heben der Füße, werden geahndet.
 Allerdings ist es dem Hund erlaubt, seinen Kopf zu drehen und umher zu schauen. Er darf auch Interesse an Ablenkungen und Geräuschen im und außerhalb des Ringes zeigen. Der Hund darf aber nicht den Eindruck von Unruhe oder Ängstlichkeit erwecken.
 Wenn sich der Hund nach 2 Minuten legt oder aufsteht, der Hundeführer aber bereits im Ring ist, können höchstens noch 5 Punkte vergeben werden. Wenn ein Hund aufsteht und zu einem anderen Hund geht, so dass eine Rauferei befürchtet werden muss, wird die Übung abgebrochen.
Die Übung wird für alle Hunde, mit Ausnahme des verursachenden Hundes, wiederholt.  
 Es wird empfohlen, dass während dieser Übung die äußere Seite des Ringes vor den Hunden für die Zuschauer geschlossen ist (ausgenommen Ringpersonal). Bei SW und WW Bewerben ist dies obligatorisch.


Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


2. Übung:

4 Minuten Liegen in der Gruppe mit Ablenkungen


Hörzeichen: »Platz«, »Bleib«, » Sitz«

Ausführung:
Die Hunde sitzen in einer Reihe in einem Abstand von ca. 3 m von einander in der Grundstellung. Auf Anweisung des Stewards werden die Hunde einzeln von links nach rechts aus der Grundstellung abgelegt. Das spätere Aufsitzen wird umgekehrt von rechts nach links angeordnet, so dass der Erste, der abliegt, der Letzte beim Aufsitzen ist. Die Hundeführer gehen auf Anweisung gemeinsam 4 Minuten außer Sicht des Hundes.
In dieser Zeit wird eine Ablenkung durchgeführt indem zum Beispiel eine Person in Schlangenlinie zwischen den Hunden durchgeht. Nachdem die 4 Minuten vorüber sind, werden die Hundeführer aufgefordert, in den Ring zu gehen. Zusammen stellen sie sich ca. 3 m hinter den Hunden auf. Die Hundführer werden abermals aufgefordert, zu den Hunden zu gehen und ihren Hund einzeln in die Grundstellung zu nehmen. Eine Gruppe besteht mindestens aus drei, aber maximal aus sechs Hunden.
Laute Kommandos können die anderen stören und werden streng geahndet.

Beurteilung:
Ein Hund, der aufsteht, aufsitzt oder mehr als seine eigene Körperlänge kriecht, erhält 0 Punkte. Jede Bewegung reduziert die Punkte.
Falls der Hund 1-2 mal bellt, werden 1-2 Punkte abgezogen; wenn der Hund die meiste Zeit bellt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte).
Unruhiges Liegen, wie z.B. Verlagern des Gewichts von einer Seite zur anderen, wird geahndet.
 Allerdings ist es dem Hund erlaubt, seinen Kopf zu drehen und umher zu schauen. Er darf auch Interesse an Ablenkungen und Geräuschen im und außerhalb des Ringes zeigen. Der Hund darf aber nicht den Eindruck von Unruhe oder Ängstlichkeit erwecken. Wenn ein Hund aufsteht und zu einem anderen Hund geht, so dass eine Rauferei befürchtet werden muss, wird die Übung abgebrochen. Die Übung wird für alle Hunde, mit Ausnahme des verursachenden Hundes, wiederholt.
 Wenn der Hund vor dem Kommando des Hundeführers reagiert (sich ablegt oder aufsitzt, z.B. auf das Kommando des Nachbarn) können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Hat der Hund zu früh reagiert, sollte er in der Position (Liegen oder Sitzen) bleiben.
Tut er dies nicht, so führt das Wiederaufsitzen aus dem Liegen zu 0 Punkten. Am Ende der Übung führt ein selbstständiges Aufsitzen und Abliegen zu max. 5 Punkten.
 Es können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden, wenn ein Hund auf der Seite liegt (Flanke) oder sich nicht aufsetzt.
Wenn der Hund sich nach 4 Minuten setzt oder aufsteht, der Hundeführer aber bereits im Ring ist, können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden.
 Es wird empfohlen, dass während dieser Übung die äußere Seite des Ringes vor den Hunden für die Zuschauer  geschlossen  ist (ausgenommen Ringpersonal). Bei SW und WW Bewerben ist dies obligatorisch.


Koeffizient: 2
Höchstpunktzahl: 20


3. Übung:

Freifolge


Hörzeichen: »Fuß«

Ausführung:
Freifolge wird in verschiedenen Geschwindigkeiten mit Links- und Rechtswendungen sowie Kehrtwendungen gezeigt. Der abgeleinte Hund soll willig an der linken Seite seines Hundeführers gehen, seine Schulter in Kniehöhe des Hundeführers, in gerader Linie.
Der Hundeführer soll seine Arme während dieser Übung in einer natürlichen Weise bewegen.  

Die Freifolge soll die Gangarten normaler Schritt, langsamer Schritt und Laufschritt mit Links-, Rechts- und Kehrtwendungen enthalten. Der Hundeführer darf die Kehrtwendungen nach Links und Rechts zeigen. Die deutsche Kehrtwendung (hinter dem Hundeführer) ist genauso gestattet, wie die Kehrtwendung, bei der der Hund ständig am linken Fuß des Hundeführers bleibt. Beide Variationen müssen aber perfekt gezeigt werden. (Anmerkung: Dem Hundeführer ist es erlaubt, beide Variationen innerhalb dieser Übung zu zeigen). Es wird auch geprüft, ob der Hund aus der Grundstellung dem Hundeführer zwei oder drei Schritte in verschiedenen Richtungen folgt (nach links, rechts, vor und zurück), ebenfalls Wendungen und Kehrtwendungen nach links oder rechts aus der Grundstellung heraus.
 Macht der Hundeführer eine Kehrtwendung (180° Wendung), so soll er ungefähr auf der gleichen Linie zurückgehen, auf der er vor der Wendung gegangen ist. Rechts- oder Linkswendungen sollten 90° Winkel aufweisen. Der Hundeführer sollte, wenn er seitliche Schritte ausführt, seinen Kopf nicht drehen, die Schultern nicht bewegen und keine Körperhilfen geben.

Alle Hunde in einem Wettkampf müssen die gleiche Freifolge (Schema) zeigen.

Das Hörzeichen „Fuß” darf bei jedem Angehen, Gangartwechsel, bei der Teilübung „zwei oder drei Schritte in verschiedenen Richtungen“, sowie bei Wendungen und Kehrtwendungen aus der Grundstellung heraus gegeben werden. Wenn der Hundeführer anhält, muss der Hund selbstständig, ohne Kommando, die Grundstellung einnehmen.  

Beurteilung:
Wenn ein Hund seinen Hundeführer verlässt, oder wenn der Hund während des größten Teils der Übung dem Hundeführer in einem größeren Abstand als einem halben Meter folgt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Wenn der Hund keinen Arbeitseifer zeigt und dem Hundeführer nachhängt, sollten nicht mehr als 6 – 7 Punkte vergeben werden.
 Schlechter Anschluss und Zusatzkommandos sind fehlerhaft und müssen geahndet werden. Keine parallele Fußposition des Hundes führt zum Verlust von 2 Punkten. Langsamer Werden oder Anhalten vor, während oder nach Wendungen werden bestraft. Ein Hund, der so eng beim Hundeführer geht, dass er ihn stört oder am Gehen hindert, sollte beurteilt werden, mehr sogar, wenn der Hund bedrängt oder den Hundeführer berührt.


Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


4. Übung:

Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung


Hörzeichen: »Steh«, »Sitz«, »Platz«, »Fuß« (4 Mal)

Ausführung:
Die Übung wird entsprechend der unten stehenden Zeichnung ausgeführt. Während er im normalen Schritt geht, kommandiert der Hundeführer auf Anweisung des Stewards den Hund in die Steh-, Sitz- oder Platz-Position. Es gibt eine Rechts- und eine Linkswendung. Die Punkte, an denen die Wendungen nach links oder rechts ausgeführt werden sollen, werden mit kleinen Kegeln gekennzeichnet. Die Reihenfolge der Positionen und die Reihenfolge der Rechts- oder Linkswendungen können variieren, sollen aber für alle Hunde eines Wettbewerbes gleich sein.
 Der Steward weist den Hundeführer an zum Angehen, wann er dem Hund den Befehl geben und wann er umdrehen soll. Die Positionen sollen etwa in der Mitte des 10-Meter-Abschnittes, also bei ca. 5 m sein. Der Führer geht 5 m weiter (bis ungefähr zur nächsten Wendemarkierung), dreht auf das Kommando des Stewards um, geht in etwa 0,5 m Entfernung links am Hund vorbei und dreht nach ungefähr 2 m auf Anweisung des Stewards wieder um und geht zu seinem Hund. Wenn er den Hund erreicht hat, gibt der Hundeführer ohne Anzuhalten ein Fußkommando. Hund und Hundeführer gehen bis zum nächsten Wendepunkt (5 m), machen dort eine Rechts- oder Linkswendung und gehen weiter bis zur Mitte des nächsten Abschnittes. Die Übung wird entsprechend der ersten Phase fortgesetzt.
 Die Übung endet, wenn der Steward eine Anweisung zum Anhalten gegeben und „Ende der Übung“ angewiesen hat.
 Die Steh,- Sitz- und Platz-Position soll parallel zu der imaginären Linie sein, die jeweils den Start-, die Wende- und den Endpunkt miteinander verbindet und um ca. 0,5 m, unter Berücksichtigung der Größe des Hundes, von dieser Linie nach außen versetzt.
Die Wendungen sollen 90° betragen und nicht abgerundet sein.
 Hundeführer und Hund passieren die Wendemarkierungen so, dass diese auf der linken Seite des Teams liegen.

Beurteilung:
Wenn der Hund einmal eine falsche Position einnimmt (z.B. Sitz statt Platz), oder nicht innerhalb einer Körperlänge nach dem Kommando die Position eingenommen hat, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund ein zweites Kommando braucht um anzuhalten oder die korrekte Position einzunehmen, gilt die Position als nicht eingenommen.  
 Wenn der Hund an einer Position nicht anhält, also nicht angehalten hat bevor der Hundeführer die Kehrtwendung ausgeführt hat, ist die Übung mit 0 Punkten zu bewerten. Folgt der Hund dem Hundeführer nach einem Steh-, Sitz- oder Platzkommando, kann ein weiteres Kommando gegeben werden, um den Hund zum Anhalten zu bringen. Wenn der Hund anhält, bevor der Hundeführer den nächsten Wendepunkt erreicht hat, kann die Übung fortgesetzt werden, aber nur noch für max. 6 Punkte. Um grundsätzlich Punkte für eine Position zu erhalten, darf der Hund sich nach dem Hörzeichen nicht mehr als um eine Körperlänge vorwärts bewegen, um die Position (Steh, Sitz, Platz) einzunehmen. Außerdem muss die Position eingenommen sein, bevor der Hundeführer den nächsten Wendepunkt erreicht hat. Um Punkte für diese Übung zu bekommen, müssen mindestens zwei Positionen richtig gezeigt werden.
 Beim Richten ist ebenfalls auf eine korrekte Fußarbeit zu achten. Langsame Arbeitsweise, schlechter Anschluss, Schrittverzögerungen, Nichteinhalten der parallelen Linie zu den gedachten Verbindungslinien und Bogen in den Ecken des Quadrats sind fehlerhaft.
 Für die Positionen sind keine zusätzlichen Hörzeichen erlaubt. Wenn der Hund eine falsche Position einnimmt und der Hundeführer dieses bemerkt, sollte er kein weiteres Hörzeichen geben. Diese Position ist sowieso weg. Zusätzliche Hörzeichen und Körperhilfen werden streng geandet.

Bild "OBEDIENCE:OB3-2011_Bild1.jpg"Bild "OBEDIENCE:OB3-2011_Bild2.jpg"

Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


5. Übung:

Heranrufen mit Steh und Platz


Hörzeichen: »Platz«, »Bleib«, »Hier« (3 mal), »Steh«, »Platz«
Hör- ODER Sichtzeichen.

Ausführung:
Der Hund wird in die Position „Platz“ gebracht und der Hundeführer entfernt sich ca. 30 – 35 m in die angegebene Richtung. Auf Anweisung des Stewards wird der Hund abgerufen.
 Der Hundeführer gibt seinem Hund das Hör- oder Sichtzeichen zum Stehen, wenn ca. ein Drittel der Distanz zurückgelegt wurde. Auf Anweisung des Stewards ruft der Hundeführer erneut seinen Hund zu sich. Wenn dieser ungefähr zwei Drittel der Strecke zurückgelegt hat, bekommt der Hund das Hör- oder Sichtzeichen zum Hinlegen. Nach dem zweiten Stopp wird auf Anweisung des Stewards der Hund in die Fußposition (Grundstellung) gerufen (Anmerkung: Der Hund darf auch vorsitzen).
 Der Steward erteilt dem Hundeführer nur die Anweisung, seinen Hund zu rufen. Der Hundeführer gibt die Stoppkommandos selbstständig in Höhe aufgestellter Markierungen (Kegeln). Hör- und Sichtzeichen dürfen bei den Stopps gemischt werden, so kann zum Beispiel beim ersten Stopp ein Hörzeichen und beim zweiten Stopp ein Sichtzeichen gegeben werden. Hör- und Sichtzeichen dürfen jedoch nicht gleichzeitig gegeben werden.
 Beim ersten Rückrufkommando darf der Name des Hundes hinzugefügt werden. Es darf aber nicht der Eindruck von zwei separaten Kommandos entstehen.

Beurteilung:
Es ist wichtig, dass der Hund freudig und willig die Kommandos zum Heranrufen befolgt. Der Hund sollte eine gute und gleichmäßige Geschwindigkeit zeigen, mindestens einen schnellen Trab. Langsames Hereinkommen ist fehlerhaft. Die Rasse sollte beim Richten in Bezug auf die Geschwindigkeit berücksichtigt werden. Der Hund soll sofort beim Kommando mit dem Stopp beginnen.
 Bei der Beurteilung des Stopps soll die Geschwindigkeit des Hundes in Betracht gezogen werden. Eine Toleranzgrenze für einen Stopp soll schnellen Hunden zugesprochen werden, jedoch keinesfalls langsamen Hunden. Um für einen Stopp volle Punktzahl zu erhalten, darf der Hund nicht mehr als eine Körperlänge, nachdem das Hör- bzw. Sichtzeichen gegeben wurde, weiterlaufen.
 Um für einen Stopp grundsätzlich Punkte zu erhalten, dürfen drei Körperlängen nicht überschritten werden. Bei mehr als 3 Abrufhörzeichen können nicht mehr als 6 Punkte vergeben werden. Benötigt man drei Hörzeichen zum Abrufen in irgendeiner Position, ist die Übung nicht bestanden (0).

Falls ein Hund eine Position nicht einnimmt (z.B. stoppt nicht innerhalb des Limits), können nicht mehr als 6 Punkte vergeben werden. Läuft ein Hund bei einer Position durch und hält gar nicht an, können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden.
 Falls der Hund bei beiden Positionen durchläuft oder sie in verkehrter Reihenfolge zeigt, ist die Übung nicht bestanden (0). Falls der Hund einmal eine falsche Position einnimmt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Falls der Hund vor dem ersten Abrufen sitzt oder steht, werden nicht mehr als 7 Punkte vergeben. Falls sich der Hund vor dem ersten Abrufen mehr als eine Körperlänge bewegt, ist die Übung nicht bestanden (0).


Koeffizient: 4
Höchstpunktzahl: 40


6. Übung:

Voransenden mit Richtungsanweisung, „Platz“ und abrufen


Hörzeichen: »Voran«, »Steh«, »Rechts/links« und/oder Sichtzeichen, (»Stopp«), »Platz«, »Fuß«.

Ausführung:
Der Hund wird zu einem ungefähr 10 m vom Ausgangspunkt entfernten Kegel gesendet (klein, bevorzugt wird eine Halbkugel) und dort mit einem Hörzeichen innerhalb eines markierten Kreises mit 2 Meter Radius zum Stehen gebracht.
 Nach ca. 3 Sekunden wird der Hundeführer angewiesen, den Hund in ein Quadrat von 3 m x 3 m zu senden, welches sich ca. 25 m vom Ausgangspunkt entfernt befindet und ca. 3-5 m von der Ringbegrenzung entfernt sein sollte. Die Ecken des Quadrats werden mit Kegeln markiert. Eine sichtbare Linie (Bänder, Kreidemarkierungen) verbinden die Kegel an der Außenseite. Wenn der Hund das Quadrat erreicht hat, gibt der Hundeführer das Kommando zum Hinlegen. Auf Anweisung geht der Hundeführer in Richtung seines Hundes.
 Ca. 2 m vor dem Hund bekommt der Hundeführer die Anweisung für eine Wendung. Nach ca. weiteren 10 Metern wird der Hundeführer angewiesen, in Richtung des Startpunktes zu gehen. Nach ca. 10 Metern wird der Hundeführer angewiesen, während er weiter geht, seinen Hund bei Fuß zu rufen. Anschließend gibt der Steward die Anweisung zum Anhalten.
 Der Hund sollte nicht nur auf direktem Weg zum Kegel und in das Quadrat laufen, sondern auch das Quadrat von vorne betreten. Der Winkel vom Startpunkt zum Kegel und von dort zur Quadratmitte sollte 90° betragen.

Beurteilung:
Die Arbeitswilligkeit des Hundes, das Befolgen der Anweisungen, sein Tempo und die direkte Richtung müssen bei der Beurteilung in Betracht gezogen werden. Um 10 Punkte zu erreichen, darf der Hundeführer nicht mehr als 6 Kommandos für diese Übung benützen. Das sechste Kommando steht einem Stopp im Quadrat zur Verfügung. Der Hund muss die Hörzeichen ausführen (auch das Hörzeichen zum Stopp im Quadrat, falls dies verwendet wird). Als Option darf der Hund im Quadrat direkt ins „Platz“ gerufen werden. In diesem Fall sind nur fünf Kommandos für diese Übung erlaubt.
 Falls der Hund selbstständig agiert, wird dies geahndet. Das bedeutet zum Beispiel, dass das “Steh” Hörzeichen beim Kegel und das “Platz” Hörzeichen im Quadrat gegeben werden müssen. Wenn der Hundführer seine Grundstellung während seiner Kommandos verändert, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Bei übertriebenen Aktionen des Hundeführers (Körpersprache) sollen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Der Hund muss mit allen vier Pfoten innerhalb des Kreises stehen, bevor der Hundführer angewiesen wird, ihn ins Quadrat zu senden. Ein Hund, der sich beim Kegel hinsetzt oder hinlegt, sollte nicht mehr als 8 Punkte erhalten.
 Falls sich der Hund außerhalb des Kreises hinsetzt oder außerhalb des Kreises oder Quadrats hinlegt, ist die Übung nicht bestanden (0). Falls der Hund bereits liegt, können keine Korrekturkommandos mehr gegeben werden. Um Punkte zu bekommen, muss der Hund mit seinem ganzen Körper im Quadrat sein (die Rute wird nicht beachtet).

Falls sich der Hund aufsetzt oder aufsteht bevor der Hundeführer den 2. Winkel durchschritten hat, ist die Übung nicht bestanden (0). Nachdem der Hundeführer den 2. Winkel durchschritten hat und sich der Hund erhebt (zum Sitz oder Steh), bevor er jedoch abgerufen wurde, können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund sich im Quadrat bewegt ohne sich zu erheben, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Kommt er aber vor dem Abrufen über die Markierungslinie des Quadrats, ist die Übung nicht bestanden (0). Falls der Hund sehr langsam arbeitet, sollen nur 6 Punkte vergeben werden.
 Ein zweites Abruf-, Stopp- oder Platzhörzeichen wird geahndet (- 2 Punkte pro Hör- oder Sichtzeichen). Die Übung ist nicht bestanden (0), falls eines dieser Hörzeichen ein drittes Mal gegeben wird. Die Abzüge für extra Richtungskommandos hängen von der Intensität ab, mit der sie gegeben werden und der Bereitschaft des Hundes, diese zu befolgen, sodass hierfür 1 bis 2 Punkte abgezogen werden.
 Es ist nicht erlaubt, dem Hund Richtungen am Startpunkt oder ihm vor der Übung das Quadrat zu zeigen. Dies führt zum Nicht-Bestehen der Übung (0).


Bild "OBEDIENCE:OB3-2011_Bild3.jpg"
Bild "OBEDIENCE:OB3-2011_Bild4.jpg"

Koeffizient: 4
Höchstpunktzahl: 40


7. Übung:

Apportieren mit Richtungsanweisung


Hörzeichen: »Voran«, »Steh«, »Rechts/links« und/oder Sichtzeichen, »Bring«, »Aus«.

Ausführung:
Drei Bringhölzer werden in einer Reihe im Abstand von ca. 5 m zueinander ausgelegt, so dass jedes deutlich sichtbar ist. Der Startpunkt ist ca. 20 m vom mittleren Bringholz entfernt. Der Hund wird zu einem ca.10 m vom Ausgangspunkt entfernten Kegel geschickt. Der Hund wird angewiesen, bei einem Kegel innerhalb eines Kreises mit 2 m Radius stehen zu bleiben. Nach ca. 3 Sekunden wird der Hundeführer angewiesen, seinen Hund zu dem rechten oder linken Bringholz zu senden, welches durch Losentscheid bestimmt wurde. Der Hund soll dieses bringen und korrekt übergeben.
 Nachdem durch Auslosung feststeht, welches Bringholz zu apportieren ist, platziert der Steward drei Bringhölzer. Das geloste Bringholz (links od. rechts) wird immer zuerst ausgelegt, das in der Mitte liegende Bringholz wird niemals ausgelost. Während dieses Vorganges steht der Hundeführer mit seinem Hund in Grundstellung am Startpunkt in Blickrichtung mittlerem Bringholz, in einer Entfernung von ca. 20 m.
 Drei Größen von Bringhölzern, passend für verschiedene Rassen, müssen vorhanden sein (max. ca. 450g). Die Größe der Bringhölzer soll in Relation zur Größe des Hundes stehen, aber dem Hundeführer steht es frei, die Größe selbst zu wählen.

Beurteilung:
Augenmerk soll auf die Arbeitswilligkeit und Lenkbarkeit des Hundes gelegt werden, sowie auf die Geschwindigkeit des Hundes. Es soll der kürzeste Weg zum Bringholz genommen werden. Werden dem Hund beim Startpunkt Richtungen gezeigt, wird das wie das Berühren des Hundes bewertet und führt zum Nicht-Bestehen der Übung (0). Um Punkte bei dieser Übung zu erhalten, muss der Hund innerhalb eines markierten Kreises von 2 m Radius um den Kegel stehen. Ein Hund, der beim Kegel sitzt oder liegt kann nicht mehr als 8 Punkte erhalten.
 Knautschen oder Beißen am Bringholz reduziert die Bewertung um 2 bis 3 Punkte. Bei extremem Knautschen sollen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Sehr extremes Knautschen oder Zerstören des Bringholzes führt zum Nicht-Bestehen der Übung (0). Wenn ein Hund einmal nachfasst um einen besseren Griff zu bekommen, sollten keine Abzüge erfolgen.
 Wenn der Hund ein falsches Bringholz aufnimmt, ist die Übung nicht bestanden (0).

Fallenlassen des Bringholzes:
Falls der Hund das Bringholz fallen lässt und es selbstständig wieder aufnimmt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
 Bei einem zusätzlichen “Bring” Hörzeichen können höchstens 5 Punkte vergeben werden.
 Wenn der Hund das Bringholz neben dem Hundeführer fallen lässt und dieser es selbst aufhebt, ohne seine Grundstellung zu verändern, können noch 5 Punkte vergeben werden, vorausgesetzt der Hund nimmt eine korrekte Endgrundstellung ein. Wird das Holz aufgrund der Achtlosigkeit des Hundeführers nach dem Kommando zum Abgeben fallen gelassen, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
 Die Abzüge für zusätzliche Richtungskommandos hängen von deren Stärke und der Bereitschaft des Hundes ab, diese auszuführen. Die Abzüge für andere zusätzliche Hör- und Sichtzeichen sind gleich lautend wie bei Übung 6 und in den allgemeinen Regeln nachzulesen.

Bild "OBEDIENCE:OB3-2011_Bild5.jpg"
Die Bringhölzer sollen mindesten 3 Meter von der Ringgrenze sein.

Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


8. Übung:

Sprung über die Hürde mit Metallapport


Hörzeichen: »Hopp«, »Bring« und »Aus«

Ausführung:
Der Hundeführer steht mit seinem Hund ca. 3 m vor einer Hürde in Grundstellung. Der Hundeführer wirft auf Anweisung das Metallapportel über die Hürde. Auf Anweisung gibt der Hundeführer das Hörzeichen “Hopp”. Der Hund springt über die Hürde und bringt die Hantel über die Hürde zurück. Die Metallhanteln müssen in drei verschiedenen Größen (und Gewichte) in Relation zur Hundegröße zur Auswahl stehen. Das Gewicht der schwersten Hantel beträgt ca. 200g. Es ist jedoch dem Hundeführer unabhängig der Größe des Hundes überlassen, welche Metallhantel er wählt. Die Breite der Hürde beträgt ca. 1 m. Die Sprunghöhe richtet sich nach der Widerristhöhe des Hundes gerundet auf die nächsten 10 cm. Die Maximalhöhe beträgt 70 cm.

Beurteilung:
Das “Bring” Hörzeichen muss vor dem Absprung des Hundes gegeben werden, wird es zusätzlich zum Hopp-Kommando gegeben. Wenn der Hund auch nur leicht die Hürde berührt, können höchstens 8 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund sich auf der Hürde aufstützt oder keinen Hin- oder Rücksprung zeigt, wird die Übung mit 0 bewertet.

Fallenlassen des Gegenstandes:
Falls der Hund das Metallapportel fallen lässt und es selbstständig wieder aufnimmt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
Bei einem zusätzlichen “Bring” Hörzeichen können höchstens 5 Punkte vergeben werden.
 Wenn der Hund das Metallapportel neben dem Hundeführer fallen lässt und dieser es selbst aufhebt, ohne seine Grundstellung zu verändern, können noch 5 Punkte vergeben werden, sofern der Hund die Endgrundstellung korrekt einnimmt. Wird das Apportel aufgrund der Achtlosigkeit des Hundeführers nach dem Aus-Kommando fallen gelassen, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.

Knautschen oder Beißen in die Hantel reduziert die Bewertung auf 7 Punkte oder weniger (je nach Intensität). Bei extremem Knautschen sollen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Sehr extremes Knautschen führt zum nicht bestehen der Übung (0). Wenn ein Hund nachfasst um einen besseren Griff zu bekommen, sollten keine Abzüge erfolgen.

Bild "OBEDIENCE:OB3-2011_Bild6.jpg"

Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


9. Übung:

Identifizieren eines Gegenstandes und Apportieren


Hörzeichen: »Such/Bring«, »Aus«

Ausführung:
Kurz vor Beginn dieser Übung übergibt der Steward dem Hundeführer einen Gegenstand aus Holz zum Apportieren (10 cm x 2 cm x 2 cm), den der Hundeführer mit seiner Startnummer mit Bleistift oder Kugelschreiber markiert. Die Übung beginnt, wenn der Steward das Hölzchen übergibt.
 Der Hundeführer kann den Gegenstand ca. 5 Sekunden lang in seiner Hand halten. Der Hund darf den Gegenstand in dieser Phase der Übung weder berühren noch daran riechen. Der Steward übernimmt das Hölzchen vom Hundeführer und sagt ihm dann, dass er sich umdrehen soll.
 Der Hundeführer entscheidet, ob sein Hund beim Auslegen der Gegenstände zusieht oder nicht. Der Steward legt nun in einer Entfernung von ca. 10 m vom Hundeführer den Gegenstand mit weiteren 5 gleichartigen Gegenständen auf dem Boden aus, ohne ihn zu berühren. Der Steward berührt die 5 gleichartigen Gegenstände, indem er sie mit der Hand auslegt. Die Gegenstände werden in einem Kreis oder in einer horizontalen Linie im Abstand von ca. 25 cm ausgelegt.
 Der Hundeführer wird nun aufgefordert, sich umzudrehen, um danach seinem Hund das Kommando zum Apportieren des markierten Gegenstandes zu geben. Der Hund soll den Gegenstand des Hundführers finden und bringen und laut allgemeinen Bestimmungen übergeben.

Die Gegenstände müssen zwar für alle Starter in der gleichen Form ausgelegt werden, die Position des zu suchenden Gegenstandes kann jedoch verändert werden. Wenn die Gegenstände horizontal ausgelegt werden, darf der zu suchende Gegenstand nicht an äußerster Stelle liegen.

Wenn der Hund aktiv und zielstrebig arbeitet, wird ihm eine Zeitspanne von ungefähr einer halben Minute für diese Übung gestattet. Für jeden Starter müssen sechs neue Gegenstände verwendet werden.

Beurteilung:
Es muss auf die Arbeitswilligkeit (Freude und Tempo) geachtet werden.
 Wenn der Hund am Gegenstand riecht oder diesen berührt, bevor er dem Steward übergeben wurde, ist die Übung nicht bestanden (0). Das gleiche gilt, wenn dem Hund Kommandos gegeben werden, wenn er bei den Gegenständen ist oder er einen falschen Gegenstand aufnimmt.
Es ist nicht fehlerhaft, wenn der Hund die Hölzchen beim Suchen beschnüffelt.
 Knautschen oder auf dem Gegenstand beißen ist fehlerhaft. In diesem Fall dürfen höchstens 7 Punkte gegeben werden. Bei starkem Knautschen können nicht mehr als 5 Punkte erreicht werden. Bei extrem starkem Knautschen oder Zerbrechen des Gegenstandes ist die Übung nicht bestanden (0). Kein Abzug jedoch sollte erfolgen, wenn der Hund einmal seinen Griff verbessert.

Fallenlassen des Gegenstandes:
Falls der Hund den Gegenstand fallen lässt und ihn selbstständig wieder aufnimmt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
Bei einem zusätzlichen “Bring” Hörzeichen können höchstens 5 Punkte vergeben werden.

Wenn der Hund den Gegenstand neben dem Hundeführer fallen lässt und dieser ihn selbst aufhebt, ohne seine Grundstellung zu verändern, können noch 5 Punkte vergeben werden, falls der Hund die Endgrundstellung korrekt einnimmt. Fällt der Gegenstand aufgrund der Achtlosigkeit des Hundeführers nach dem Kommando für das Abgeben zu Boden, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.


Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


10. Übung:

Kontrolle auf Distanz


Hörzeichen: »Platz«, »Bleib«, »Sitz«, »Steh«, »Platz« und/oder Sichtzeichen

Ausführung:
Der Hund wird auf einer vorgegeben Stelle abgelegt. Auf Anweisung verlässt der Hundeführer seinen Hund und geht zu einem ungefähr 15 m vom Hund entfernten gekennzeichneten Platz. Der Hund soll seine Position sechsmal wechseln (Steh/Sitz/Platz) und hat auf seinem angewiesenen Platz zu bleiben. Die Reihenfolge der Positionswechsel kann variieren, muss aber für alle Teilnehmer die Gleiche sein. Jede Position soll zweimal gezeigt werden und die letzte Position beim Stellungswechsel muss „Platz“ sein.

Der Steward zeigt dem Hundeführer mit beschrifteten Tafeln oder Zeichnungen die Reihenfolge der Positionswechsel an, die der Hund ausführen soll. Dabei sollte der Steward den Hund nicht sehen und ca. alle 3 Sekunden die Positionswechsel anzeigen. Der Hundeführer darf gleichzeitig Hör- und Sichtzeichen verwenden. Sie müssen dann aber kurz und miteinander gegeben werden. Hinter dem Hund wird eine imaginäre Linie zwischen zwei Markierungen gezogen.

Beurteilung:
Beurteilungskriterien sind die Strecke, die sich ein Hund bewegt, die Arbeitsgeschwindigkeit des Hundes bei den Positionswechseln, die Korrektheit der Positionen und wie diese gehalten werden. Um grundsätzlich Punkte für diese Übung zu bekommen, darf sich der Hund nicht mehr als seine Körperlänge vom Startpunkt entfernen (in jede Richtung).
 Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen werden addiert. Wenn der Hund eine Position von den sechs geforderten Positionen auslässt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund eine Position überspringt und die als nächste geforderte Position eingenommen hat, wird die Übung mit 0 bewertet.
 Um grundsätzlich Punkte für diese Übung zu erhalten, muss der Hund fünfmal seine Position verändern. Falls sich der Hund aufsetzt, bevor der Hundeführer zu ihm zurückgekehrt ist, werden nicht mehr als 8 Punkte vergeben. Übertriebene oder zu lang gegebene Hör- und Sichtzeichen führen zu Punktabzug.

Wenn der Hund bei einer Position ein zusätzliches Kommando braucht, können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Bei nicht nicht befolgung des zweiten Kommandos, gilt die Position als nicht eingenommen. Das erste zusätzliche Kommando bei einer Position ist -2 Punkte das zweite -1 Punkte.

Es ist aber möglich, in dieser Übung Punkte zu bekommen, wenn sogar 3 oder 4 der Positionen erst nach einem zweiten Kommando eingenommen wurden, vorausgesetzt, die Zusatzkommandos werden sofort befolgt und führen zu guten und klaren Positionen.


Koeffizient: 4
Höchstpunktzahl: 40



VII. Organisation, Durchführung und Richterbestimmungen für FCI Europa- und Weltmeisterschaften

Die Ausführungsbestimmungen für Sektions- und Weltmeisterschaften wurde diskutiert und beschlossen bei der FCI Obedience Kommissionssitzung am 11. Oktober 2008 in Amsterdam. Sie gelten ab der Weltmeisterschaft 2010.
 Sollte es möglicherweise eine Beschwerde gegen das Richten während Sektions- oder Weltmeisterschaften geben, gilt, dass jegliche Entscheidung der Richter, die die fraglichen Hunde gerichtet haben, endgültig und unanfechtbar ist.

1. Jährlicher Sieger Wettbewerb

Ein jährlicher FCI Sektions- oder Weltsieger Wettbewerb wird in Obedience ausgerichtet. Der Wettbewerb sollte in Verbindung mit der FCI Sektions - oder Weltsieger Hundeausstellung ausgerichtete werden. Wenn die Welthundeausstellung in einer Sektion durchgeführt wird, gibt es in dien Jahr keinen Sektionsieger Wettbewerb.
 Die FCI Obedience Kommission wird über Ausnahmen der oben erwähnten Grundsätze und Fragen entscheiden, die nicht in diesen Regeln für Sektions- und Weltsiegerwettbewerbe behandelt wurden. So zum Beispiel, wenn ein ausrichtender Verband nicht in der Lage ist, den Wettbewerb im vorgesehenen Rahmen ordnungsgemäß durchzuführen.

2. Allgemeine Ausführungsbestimmungen

Die entsprechenden Regeln und Durchführungsbestimmungen der Internationalen Obedience Klasse müssen befolgt werden.
 Die Sektions- und Weltmeisterschaftswettbewerbe Obedience für Nationalmannschaften und Einzelstarter werden an drei Tagen (von Freitag bis Sonntag) durchgeführt. Die ersten beiden Tage (Freitag und Samstag) dienen dem Mannschaftswettbewerb. Dieser Mannschaftswettbewerb dient gleichzeitig als Qualifikationswettbewerb für die Einzel-Europa- oder -Welt-meisterschaften. Der dritte Tag (Sonntag) bildet das Einzel-Finale. Ein zusätzlicher Tag (Donnerstag) dient dem Training, Absprachen unter den Richtern, Informationen usw.
 Der Mannschaftswettbewerb wird in zwei Ringen durchgeführt und die Übungen sind auf die zwei Ringe verteilt. In jedem Ring werden zwei Richter tätig sein. Das Ergebnis wird gemittelt aus den Einzelbewertungen der zwei Richter.

Das Finale für den Europa- oder Weltmeistertitel wird am Sonntag durchgeführt und alle vier Richter werden bewerten. Das höchste und niedrigste Ergebnis wird gestrichen und der Schnitt aus den beiden mittleren wird gewertet.
 Diese Durchführungsbestimmungen erfordern also vier Richter: zwei aus Mittel- oder Südeuropa, zwei aus den nordischen Ländern.
Die zwanzig besten Teilnehmer aus dem Mannschaftswettbewerb (der Qualifikation) werden am Finale teilnehmen. Die Startreihenfolge wird ausgelost.  Einzelsieger wird der Teilnehmer mit der höchsten erreichten Punktzahl im Finale.
 Läufige Hündinnen sollten sowohl in der Qualifikation als auch im Finale am Schluss vorgeführt werden.
Es ist möglich, den Wettbewerb um einen Tag (Donnerstag) zu erweitern, sollte die Zahl der Teilnehmer in der Zukunft höher werden. Die Obedience Kommission wird ggf. darüber beschließen.

3. Richter

Richter bei FCI Sektions- (SW) und Weltsieger (WW) Wettbewerben müssen viel Erfahrung im Richten von Obedience mitbringen. Vorzugsweise sollten diese den Status eines Internationalen Richters haben. Sie müssen eine der FCI Sprachen (Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch) verstehen und fließend sprechen und genügend Englisch verstehen. Bei Europa- oder Weltsiegerwettbewerben müssen vom Steward alle Kommandos und Anweisungen in Englisch gegeben werden.

Alle Richter bei SW- oder WW-Wettbewerben werden in Absprache mit der FCI Obedience Kommission eingeladen.

Der Hauptrichter ist der Vorsitzende der Richter und leitet die Richterbesprechung und Meetings, die mit den Mannschaftsführern abgehalten werden.

Der Hauptrichter ist zusammen mit dem Hauptsteward für die Organisation des Wettbewerbes verantwortlich.

Der Hauptrichter überprüft die praktische Durchführung des Wettbewerbs und entscheidet, ob eine Übung wiederholt wird oder nicht, bei technischen Problemen, übermäßigen Störungen oder ob ein Hund nicht mehr unter Kontrolle ist und die Übungen ausführen kann.

Der Hauptrichter gibt der Presse die Erlaubnis zum Fotografieren oder Filmen und entscheidet, wo die Presse sich aufhalten darf, ohne den Hundeführer zu stören. Die Presse darf auf keinen Fall in den Ring.

Unvereinbarkeit durch mögliche Befangenheit

Richtern ist es nicht gestattet, Familienmitglieder, Hunde in eigenem Besitz, Familienmitglieder oder Verwandte wie Kinder, Eltern, Großeltern, Enkeln, Brüder, Schwestern oder Verschwägerte zu richten. Ebenfalls zu diesem Personenkreis gehören Mitglieder oder Bewohner seines Haushalts.

Wenn ein Richter einen Hund gezüchtet hat, oder ihn ausgebildet hat, oder der Hund in der Zeitspanne von einem Jahr vor dem Wettbewerb im Haushalt des Richters gelebt hat, darf er oder sie den Wettbewerb nicht richten.
 Beanstandungen, die die Befangenheit betreffen, müssen zwei Wochen nach Meldeschluss behandelt werden.

4. Steward und Personal

Bei FCI Obedience Sektions- und Weltmeisterschaften sollten mindestens drei Stewards zur Verfügung stehen: Ein Chef Steward, ein Ringhelfer und einer für andere anfallende Aufgaben. Falls zwei Stewards die Übungen kommandieren, muss derselbe Steward für alle Starter die gleichen Übungen ansagen.
 Es muss genügend Personal zur Verfügung stehen, wie Schreibkräfte, Auswertungspersonal usw.
 Richter, Stewards und Ring Personal sollten angemessen gekleidet sein, um dem Ansehen des Wettbewerbes gerecht zu werden.

5. Anzahl von Startern, Eignung zum starten und Teilnehmerzahl für ein Land

Das Mindestalter eines Hundeführers bei Sektions - und Weltmeisterschaften beträgt 15 Jahre.
 Nur offizielle Vertreter eines Landes, die über den kynologischen Verband (FCI Verband) seines Landes gemeldet wurden, dürfen starten.

Nur Hunde welche in einem Zuchtbuch regestriert sind (oder auf der Warteliste oder „Anhang“) bei einem FCI Mitglied oder bei nicht Mitglieder Oganisationen von welchen das Zuchtbuch aber von der FCI anerkannt ist, dürfen starten.
 Die maximale Teilnehmerzahl auf Sektions- und Weltmeisterschaften beträgt 50 Hunde pro Tag. Alles in allen dürfen 100 Teilnehmer in zwei Tagen antreten.

Eine Nationalmannschaft besteht aus maximal 6 Teilnehmern. Alle sechs Teilnehmer müssen vor dem Wettbewerb gemeldet sein. Zwei Reserve-Hunde pro Team können ebenfalls benannt werden. Das Ergebnis der besten drei Teilnehmer einer Mannschaft zählt für die Mannschaftswertung. Ein Reservestarter darf einen Mannschaftsteilnehmer ersetzen, falls der Hund oder Hundeführer vor dem Beginn des Wettkampfes erkrankt ist. Wenn der Bewerb bereits begonnen hat, ist ein Ersatz nur möglich, wenn ein Tierarzt oder Arzt die Krankheit bestätigt. Wenn ein Hund bereits gestartet ist, ist ein Ersatz unter keinen Umständen mehr möglich.

Falls genügend Startplätze in einem Wettbewerb frei bleiben, darf jede Nation (Kynologen Verband) Hunde zusätzlich melden, auf der Basis des Resultats der SW/WW des Vorjahres.
 Um dies zu ermöglichen, muss der betreffende Kynologische Verband dem Veranstalter eine Rangliste übermitteln, in der die zusätzlichen Hunde aufgelistet wurden. Die zusätzlichen Teilnehmer werden innerhalb zwei Wochen nach dem Meldeschluss informiert, ob sie starten dürfen.
Das Mannschaftsresultat wird berechnet aus dem Qualifikations-Wettbewerb. Die besten drei einer Mannschaft werden für das Mannschafts-Ergebnis gewertet.

Notwendige Erfordernisse für Mitglieder von Nationalmannschaften bei FCI Veranstaltungen:
Die effektiven Bestimungen der FCI müssen von Ihr/Ihm und Hunden befolgt werden, um in einer National Mannschaft gemeldet zu werden.

Hundebesitzer
Muss durch Geburt oder Einbürgerung ein Staatsbürger des Landes sein, oder seit mindestens 12 Monaten seinen odentlichen Wohnsitz in dem Land haben welches sein Hund repräsentiert.
 Hundebesitzer mit zwei Staatsbürgerschaften dürfen ohne Einschränkung wählen für welche Nation gestartet wird.
Bei Schwierigkeiten soll das Hauptkomitee der FCI zur Bereinigung kontaktiert werden.

Hunde
Der Hund muss in dem Land registriert sein, für das er startet. Die erste und einzige Registrierung muss in dem Zuchtbuch der Landesorganisation sein, für welches der Hund startet. Alternativ dazu: Der Hund muss mindestens seit einem Jahr im Zuchtbuch der Landesorganisation registriert sein, für die er teilnimmt.

Hundeführer
Egal für welche Nation Er/Sie startet, der Hundeführer darf nur für eine Nation starten und nur mit maximal vier Hunden.

6. Informationen für besondere Vorschriften des veranstaltenden Landes

Das veranstaltende Land muss klar auf den Meldeformularen alle speziellen Vorschriften oder Einschränkungen zur Teilnahme vermerken. Die detaillierten Informationen müssen problemlos und vollständig aufgelistet sein.
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Diese Bestimmungen wurden vom Generalkomitee der FCI genehmigt.
Sie treten ab 01. Januar 2011 in Kraft.


Bild "HUNDESPORT:OBLogoC8_SW-LinieSarahsahni.bmp"


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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.




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