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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.

Obedience - Prüfungsordnung


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Beschreibung der Übungen und Leistungsklassen im Obedience –

Internationale Prüfungsordnung Obedience

FCI Klasse 1 und FCI Klasse 2


Gültig ab 01. Januar 2012




Erläuterung zu den FCI Obedience Prüfungsklassen 1 und 2

Auf Grundlage der Beratung durch den VDH Ausschuss Obedience, hat der VDH Vorstand folgendes Verfahren im Umgang mit den von der FCI mit Wirkung zum 01.01.2012 in Kraft gesetzten Obedience-Klassen 1 und 2 beschlossen:
  • ab 01.01.2012 können die VDH Mitglieder neben den Klassen 1 und 2 der nationalen VDH PO Obedience (01.01.2007) auch Veranstaltungen nach den FCI Klassen 1 und/oder 2 mit Terminschutz belegen.

  • innerhalb einer Termin geschützten Veranstaltung kann jedoch nur nach dem nationalen oder dem internationalen Regelwerk ausgeschrieben und durchgeführt werden. Es ist also die Entscheidung zwischen VDH Klasse1/2 oder FCI Klasse 1/2 zu treffen und zu veröffentlichen.

  • Die in der nationalen Prüfungsordnung niedergelegten Rahmenbedingungen (Teilnahmevoraussetzungen, Terminschutz, allgemeine Bestimmungen) gelten unverändert weiter. Sie werden nicht berührt durch die hier übersetzten Teile der FCI PO)

  • Die nationale VDH PO Obedience (01.01.2007) bleibt unverändert bis 31.12.2012 in Kraft.

  • Aufstiegsqualifikationen  in  die jeweiligen  Prüfungsstufen  werden wechselseitig für den Übergangszeitraum angerechnet.

  • Zum 01.01.2013 tritt eine neue VDH Prüfungsordnung Obedience in Kraft. Die heutigen FCI Klassen 1 und 2 werden zum 01.01.2013 1:1 als nationale Klassen 1 und 2 in die VDH PO Obedience übernommen. Die nationale PO wird dann noch um eine überarbeitete und an die neue Klasse 1 angepasste Beginner-Klasse ergänzt.

Im Rahmen der Obedience-Ausbildung wird einem Hund beigebracht, in einer kooperativen und kontrollierten Art mitzuarbeiten.
Das Hauptaugenmerk sollte dabei auf einen guten Kontakt zwischen Hund und Hundeführer gelegt werden und auf die Bereitschaft des Hundes zur Mitarbeit auch auf Distanz zum Hundeführer. Hundeführer und Hund müssen insgesamt eine gute Beziehung demonstrieren.


Diese Regeln und Richtlinien wurden zusammengestellt, um den Obedience-Sport zu fördern und die Teilnahme an Wettkämpfen über die Grenzen hinweg zu unterstützen.

Diese Regeln und Richtlinien sind für die Durchführung von Obedience- Wettkämpfen in Ländern  gedacht, in denen die Hundeverbände sich dazu entschieden haben, diese anzuwenden.

Auch Resultate von Obedience-Wettkämpfen mit abweichenden Übungen, die die nachfolgenden Anforderungen erfüllen, sollten anerkannt werden.


I. REGELN ZUR DURCHFÜHRUNG, TEILNAHME, OGANISATION UND BEWERTUNG VON OBEDIENCEPRÜFUNGEN UND -WETTKÄMPFEN


1. Die Durchführung von offiziellen Obedience-Prüfungen und -Wettkämpfen

Jedes nationale FCI-Mitgliedsland entscheidet, welche Vereine und Organisationen offizielle Obedience-Prüfungen und -Wettkämpfe ausrichten dürfen.

2. Nationale Regeln und Richtlinien für Obedience-Prüfungen

Es wird empfohlen, dass die Hundeverbände auf ihren Homepages alle notwendigen Informationen veröffentlichen, betreffend der nationalen Regeln, speziellen nationalen Voraussetzungen, gesetzlichen Bestimmungen, die sich auf das Einführen von Tieren in das Land und die Teilnahme an Prüfungen
beziehen, sowie alle weiteren Details wie die Meldegebühren und Bankverbindungen, so dass die Wettkampfteilnahme von allen FCI-Mitgliedsländern gefördert werden kann. Es wird empfohlen, dass den Hundeführern, die für einen Wettkampf gemeldet haben, über alle relevanten Details hinsichtlich des Wettkampfes und den speziellen nationalen Anforderungen informiert werden, indem ihnen ein Merkblatt zugeschickt wird.

3. Voraussetzung für die Teilnahme in den einzelnen Obedience-Leistungsklassen

Die Voraussetzungen für die Teilnahme an Obedience-Prüfungen werden von den Richtlinien des Heimatlandes des Hundes und denen des Landes, in dem der Wettkampf stattfindet, bestimmt.
Die nationalen Regeln legen fest, welche Hunde in welcher Klasse (1 & 2 & 3) starten dürfen. Die Voraussetzungen für eine Wettkampfteilnahme sollten auf der Homepage des Landesverbandes veröffentlicht sein.
Das Alter, in welchem an der Klasse 1 teilgenommen werden darf, muss in den nationalen Regeln von jedem Land festgelegt werden. Der Hund sollte davon abgesehen mindestens 10 Monate alt sein, sofern es keine Angaben in den nationalen Regeln des Landes gibt, in dem der Wettkampf durchgeführt wird oder in dem der Hund registriert ist.
Bei einem internationalen Obedience-Wettkampf (Klasse 3, CACIOB), einem Sektionswettkampf (SW) oder einer Weltmeisterschaft (WW) ist es notwendig, dass der Hund mindestens 15 Monate alt ist und in einem von der FCI anerkannten Zuchtbuch oder Anhangregister eines solchen
Zuchtbuchs registriert ist. Hunde mit AKC-, KC- oder CKC-Registrierung dürfen teilnehmen aber können kein CACIOB erlangen.
Es obliegt jedem Land zu entscheiden, welche nationalen Obedience-Klassen bestehen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor ein Hund in einer bestimmten Klasse starten darf. Dennoch sollten der Hundeführer und der Hund gemeinsam zumindest einmal die vorhergehende höchste Obedience-Klasse (Klasse 2 oder eine Klasse mit entsprechenden Übungen) im eigenen Land bestanden haben, um an einem internationalen
Obedience-Wettkampf teilnehmen zu können.
Jedes Land kann selbst entscheiden, wie oft ein Hund in einer Leistungsklasse vorgestellt werden darf, nachdem er sein erstes „Vorzüglich“ erreicht hat. Diese Information sollte auf der nationalen Homepage veröffentlicht sein. Sobald ein Hund in einer Klasse gestartet ist, kann er nicht mehr in einer niedrigeren Klasse gemeldet werden.

3.1 Gesundheit

Hunde, die blind sind, eine ansteckende Krankheit oder Infektionen oder Hakenwürmer, Räude oder irgendwelche andere Parasiten haben, dürfen nicht an Obedience-Prüfungen teilnehmen. Hunde, die verbunden, genäht oder bandagiert sind, dürfen ebenfalls nicht teilnehmen.

3.2 Antidoping- und Impfbestimmungen

Den nationalen Impf- und Antidoping-Bestimmungen gemäß den Vorgaben des Heimatlandes des Hundes und des Landes, in dem die Prüfung stattfindet, sollte Folge geleistet werden. Dies sollte auf der Homepage des Landes, in dem der Wettkampf stattfindet, veröffentlicht werden.

3.3 Aggressivität

Aggressive Hunde dürfen nicht auf das Wettkampgelände gebracht werden. Der Richter wird alle Hunde disqualifizieren, die eine Person oder einen anderen Hund attackieren oder versuchen zu attackieren.
Der Vorfall wird in dem Leistungsbuch des Hundes vermerkt und ein Bericht muss an den Hundeverband, den der Hund repräsentiert und an den Hundeverband des ausrichtenden Landes geschickt werden.

3.4 Läufige Hündinnen und Hündinnen in der Zucht

Gemäß den nationalen Bestimmungen des Landes, in dem die Prüfung stattfindet, dürfen läufige Hündinnen am Wettkampf teilnehmen. Dies sollte auf der Homepage des ausrichtenden Landes veröffentlicht sein. Läufige Hündinnen müssen dennoch am Schluss starten. Sie müssen vom Wettkampfgelände und der näheren Umgebung fern gehalten werden, bis alle anderen Hunde ihre Übungen beendet haben.
Hündinnen, die voraussichtlich innerhalb von 4 Wochen nach dem Wettkampf und Hündinnen, die weniger als 8 Wochen vor dem Wettkampf Welpen zur Welt gebracht haben, müssen ausgeschlossen werden.
Nationale Regeln können strenger sein. Dies sollte auf der Homepage des austragenden Landes veröffentlicht sein.

3.5 Manipulationen der äußerlichen Erscheinung

Hunde mit kupierten Ruten oder Ohren oder welche, bei denen eine Veränderung der Erscheinung aufgrund von kosmetischen Gründen durchgeführt wurde, werden nur zugelassen, wenn die Erlaubnis mit den gesetzlichen Regeln des Heimatlandes des Hundes und denen des Landes, in dem die Prüfung stattfindet, konform geht.
Alle Einschränkungen hinsichtlich von Veränderungen der Erscheinung eines Hundes sollten in den nationalen Regeln festgelegt und auf der Homepage des Landes veröffentlicht werden.

3.6 Kastrierte oder sterilisierte Hunde

Kastrierte oder sterilisierte Hunde dürfen an Wettkämpfen teilnehmen.

3.7 Überprüfung der Hunde

Falls notwendig sollte der Richter die Hunde überprüfen, bevor sie in den Ring gehen.
Nationale Regeln können es erforderlich machen, dass alle Hunde überprüft werden.

3.8 Andere Richtlinien

Falls ein Obedience-Wettkampf zusammen mit einer Hundeausstellung arrangiert wird, sollte es keine Verpflichtung geben, den Hund auch auf der Ausstellung vorzustellen.
Die nationalen Bestimmungen sollen definieren, welche speziellen Registrierungs- und Verbands-Mitgliedsschafts-Bestimmungen erfüllt sein müssen.

4. Voraussetzung für das Richten von internationalen Obedience-Wettkämpfen


Obedience-Richter sollten im Richten von Obedience-Wettkämpfen ausreichend geschult und vom Hundeverband ihres Landes lizenziert sein.
Falls Richter aus anderen Ländern eingeladen werden, sollten seine Qualifikation und die Sprachkenntnisse von seinem Hundeverband überprüft sein.
Einschränkungen aufgrund von Voreingenommenheit: Die nationalen Regeln definieren die Einschränkungen aufgrund von Voreingenommenheit.

5. Chef-Steward

Für den Wettkampf muss en Chef-Steward ernannt werden. Der Chef-Steward ist für die praktische Durchführung eines Obedience-Wettkampfes verantwortlich. Der Chef-Steward muss über eine entsprechende Qualifikation verfügen. Ein qualifizierter Steward sollte die Klassen 2 und 3 durchführen. Dies wird auch für die Klasse 1 empfohlen. Falls Teilnehmer aus dem Ausland an dem Wettkampf teilnehmen, wird empfohlen, dass einvernehmlich eine Sprache für die Anweisungen in den Übungen im Vorhinein festgelegt wird. In der Klasse 3 muss der Steward in der Lage
sein, die Anweisungen für die Übungen in Englisch zu geben oder in einer anderen Sprache, die im Vorfeld einvernehmlich festgelegt wurde.
Falls die Übungen auf zwei oder mehr Richter aufgeteilt werden, sollte eine entsprechende Anzahl von Stewards zur Verfügung stehen, damit jeder Ring mindestens einen Steward hat.

6. Die Organisation des Wettkampfes

Obedience-Wettkämpfe stehen unter der Leitung des (Chef-)Richters von diesem Tag und des Chef-Stewards. Falls es mehr als einen Richter für den Wettkampf gibt, dann wird einer der Richter zum Chef-Richter ernannt, der Vorsitzender des Richter-Teams ist.
Falls Situationen auftreten, die nicht in den Regularien und Anweisungen geregelt sind, entscheidet der Richter (oder das Richterteam, angeführt von dem Chef-Richter) wie weiter vorzugehen ist oder wie die Situation zu bewerten ist.

7. Die Pflichten des Hundeführers und die Ausstattung des Hundes

Die Pflichten des Hundeführers als Wettkampfteilnehmer beginnen, wenn der Hundeführer das Wettkampfgelände betritt und enden nach der finalen Siegerehrung. Hundeführer müssen die Regeln und die Anweisungen, die ihnen gegeben werden, befolgen. Es wird vom Hundeführer erwartet, dass er sich tadellos benimmt und angemessen gekleidet ist.
Der Richter darf einen Hundeführer vom Wettkampf disqualifizieren, wenn er oder sie die Regeln missachtet oder sich ungebührlich verhält. Die Entscheidung des Richters ist endgültig und kein Wettkampfteilnehmer sollte die Entscheidung des Richters in Frage stellen.

  • Hundeführer sollten ihre Anwesenheit auf dem Wettkampfgelände 30 Minuten vor Beginn des Wettkampfes melden.
  • Es ist verboten, den Hund zu bestrafen.
  • Es sind nur gewöhnliche Halsbänder erlaubt.
  • Stachel- oder elektrische Halsbänder sowie andere Zwangsmittel oder -maßnahmen, wie Maulkörbe, sind verboten. Diese Beschränkungen gelten vom Beginn des Wettkampfes bis zum Ende.
  • Decken, Mäntel, Regenumhänge, Schuhe, Strümpfe, Bandagen, Verbände, etc. sind während der Durchführung der Übungen verboten.

Der Hundeführer sollte den Hund während und zwischen den Übungen auf der linken Seite führen. Im Falle eines körperlichen Grundes oder einer Behinderung ist es dem Hundeführer gestattet, den Hund während und zwischen den Übungen auf der rechten Seite zu führen. Der Wettkampfteilnehmer oder sein Team-Leiter muss diese Regelung allerdings mit dem Hauptrichter besprechen, bevor der Wettkampf beginnt. Alle betroffenen Richter müssen informiert werden und es muss ein Konsens gefunden werden, wenn mehrere Richter involviert sind, welchen
Einfluss dies auf die Bewertung der Vorführung hat. Die Ausnahmeregelung sollte vertretbar sein und sollte keinen störenden Einfluss auf die anderen Hunde und Wettkampfteilnehmer haben.
Zum Beispiel, wenn ein Wettkampfteilnehmer auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sollte er oder sie in den Gruppenübungen am Ende der Reihe platziert werden, so dass keine anderen Hunde außer dem eigenen passiert werden muss.

8. Verhalten des Hundes/Disqualifikation

Ein Hund der zu irgendeiner Zeit während des Wettkampfes (vor, während oder nach der eigenen Vorführung) Personen oder andere Hunde beißt, versucht zu beißen, attackiert oder versucht zu attackieren, wird vom Wettkampf disqualifiziert. Alle Punkte werden entzogen, auch wenn die Vorführung bereits abgeschlossen ist. Bei einem zweitägigen Event, erstreckt sich die Disqualifikation auch auf den zweiten Tag, so dass der Hund
nicht starten kann.
Der Zwischenfall wird im Leistungsbuch des Hundes vermerkt und ein Bericht muss an den Hundeverband den der Hund repräsentiert und an den Hundeverband des austragenden Landes geschickt werden.
Zusätzlich zu den genannten Maßnahmen, sollten nationale Bestimmungen ergänzt werden.

9. Weitere Regelungen

Wenn der Wettkampfring aufgebaut wird oder bereits aufgebaut ist, ist es dem Hundeführer nicht gestattet, den Wettkampfring zusammen mit seinem Hund zu betreten es sei denn, eine befugte Person (der Chef-Steward oder Richter) haben die Erlaubnis gegeben.
In den Gruppenübungen besteht eine Gruppe aus mindestens 3 und maximal 6 Hunden. In einem Wettkampf, in dem die Anzahl der Hunde nicht durch 6 teilbar ist, dürfen 2 Gruppen aus 7 Hunden bestehen.



II. PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG UND ZUBEHÖR



Gestaltung, Anzahl der Teilnehmer, Größe des Rings, benötigtes Zubehör

  1. Gestaltung des Wettkampfs
    Der Richter (Chef-Richter, Schiedsrichter, Vorsitzende des Richterteams) hat das Recht in Absprache mit dem Organisationskomitee festzulegen, in welcher Reihenfolge die Übungen im Wettkampf durchgeführt werden und wie die Übungen zusammengestellt werden. Die Reihenfolge muss für alle Teilnehmer gleich sein.

  2. Zeitvorgabe für das tägliche Richten und Anzahl der Teilnehmer
    Der Wettkampf sollte so geplant werden, dass der Richtereinsatz nicht länger als ungefähr 5 Stunden pro Tag dauert. Die nationalen Richtlinien des Landes, in dem der Wettkampf stattfindet, sollten befolgt werden.
    Es sollte beachtet werden, dass die Zeit, die für das Richten einer bestimmten Anzahl von Hunden benötigt wird, von der Gestaltung des Wettkampfes, dem Steward, dem Richter und den vertretenen Rassen abhängt.

    Klasse 1
    Es wird empfohlen, dass ein Richter nicht mehr als etwa 30 Hunde pro Tag in der Klasse 1 bewertet. Das Richten von 6 Hunden dauert ungefähr eine Stunde.

    Klassen 2 und 3
    Es wird empfohlen, dass ein Richter nicht mehr als 25 Hunde pro Tag in den Klassen 2 und 3 bewertet. Das Richten von 4 Hunden dauert ungefähr eine Stunde.
    Wenn mehr als ein Richter eingesetzt wird, bewertet jeder Richter die Übungen, die ihm zugeteilt werden bei allen teilnehmenden Hunden. In diesem Fall kann die Anzahl der Hunde höher sein.

  3. Größe des Obedience-Rings und Maße der Übungen
    Die Größe des Obedience-Rings bei einer Hallenveranstaltung sollte mindestens 20 m x 30 m betragen und wenn der Wettkampf im Freien stattfindet, beträgt die bevorzugte Größe mindestens 25 m x 40 m. In der Klasse 1 darf der Ring geringfügig kleiner sein.
    Der Ring kann auch kleiner sein, wenn die Übungen auf 2 oder mehr Ringe aufgeteilt werden und die Übungen zusammengefasst werden, die weniger Platz benötigen. Der Ring muss deutlich markiert sein. Es obliegt dem Richter zu entscheiden, ob die Ringgröße akzeptabel ist oder nicht. Alle Maßangaben bei den Übungen sind Näherungswerte.

  4. Zubehör
    Es liegt in der Verantwortung des Organisationskomitees, das folgende Zubehör sowie die Prüfungsordnung und Anweisungen auf dem Wettkampfgelände zur Verfügung zu stellen.

    • Bewertungstafeln, mit denen die vergebenen Punkte angezeigt werden, müssen verfügbar sein.
    • Eine aus Planken bestehende Hürde wird benötigt mit einer Breite von ungefähr 1 m und höhenverstellbar von 10 cm bis 70 cm in Intervallen von 10 cm (Übung 9 in den Klassen 1 & 2).
      Anders als bei einer Agility-Hürde darf die Hürde keine Seitenteile haben. Siehe Abbildung xxx.
    • Eine ausreichende Menge von Markierungen und Pylonen muss zur Verfügung stehen um beispielsweise den Start- und Endpunkt von Übungen zu kennzeichnen, bei denen dies notwendig ist, sowie die Stellen, an denen Aufgaben auszuführen sind wie die Kehrpunkte, etc.. Die Markierungen und Pylonen sollten so beschaffen sein, dass man sie leicht sehen kann und die Pylonen sollten angemessen hoch sein.
      Die Pylonen in den Ecken des Quadrates in der Klasse 1 (Übung 6) und in der Klasse 2 (Übung 5) sollten z. B. ungefähr 15 cm hoch sein.

    Geeignete Apportiergegenstände:
    • Drei Sets hölzerne Apportel. Jedes Set besteht aus zwei Apportel von gleicher Größe. Jedes Set unterscheidet sich in Größe und Gewicht, um kleinen, mittleren und großen Rassen zu entsprechen. Das Höchstgewicht des größten Apportel beträgt ungefähr 450 g. Dennoch ist es dem Hundeführer freigestellt, die Größe zu wählen, die er bevorzugt.

    • Metallapportel in drei verschiedenen Größen mit einem Höchstgewicht von ungefähr 200 g für das größte. Die Größe der vorhandenen Apportel sollte im Verhältnis zu den Größen der Rassen stehen (klein – mittel – groß). Dem Hundeführer steht es allerdings frei, die Größe zu wählen, die er bevorzugt.
    • Holzgegenstände von ungefähr 2 cm x 2 cm x 10 cm für die Klassen 2 und 3. Die Anzahl der benötigten Gegenstände beträgt das Sechsfache der Anzahl der teilnehmenden Hunde.



III. AUSZEICHNUNGEN UND AUFSTIEGSVORAUSSETZUNGEN



Klasse 1
Vorzüglich 224 - 280 Punkte 80%
Sehr gut 196 - bis 223,5 Punkte 70%
Gut 140 - bis 195,5 Punkte 50%

Klasse 2
Vorzüglich 256 - 320 Punkte 80%
Sehr gut 224 - bis 255,5 Punkte 70%
Gut 192 - bis 223,5 Punkte 50%

Ein Hund, der in einer Klasse ein „Vorzüglich” erreicht hat (gleichgültig in welchem Land), darf in die nächst höhere Klasse aufsteigen.
Es obliegt den nationalen Regeln festzulegen, wie oft ein Hund in einer Klasse starten darf, nachdem er ein vorzügliches Ergebnis erreicht hat. Die nationalen Regeln legen fest, welche Preise und Titel vergeben werden.
Abgesehen davon darf ein Hund in einer Klasse starten, bis er 3 x „Vorzüglich“/Land erreicht hat.




IV. ÜBUNGEN UND KOEFFIZIENTEN

Es wird empfohlen, dass die nationale Obedience-Prüfungsordnung eine Beginner-Klasse umfasst, die der Hund bestehen muss, bevor er in Klasse 1 starten kann.
Die Regeln und Richtlinien für die Klasse 3 sind an anderer Stelle veröffentlicht.
Die Klasse 3 kann von der FCI als internationaler Wettkampf anerkannt werden, auf dem ein CACIOB vergeben wird oder sie kann als nationaler Wettkampf durchgeführt werden.

KLASSE 1
———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. 2 Minuten Liegen in einer Gruppe, Hundeführer außer Sicht 3 30
2. Freifolge 3 30
3. Steh aus der Bewegung 2 20
4. Abrufen 3 30
5. Sitz aus der Bewegung2 20
6. In ein Quadrat schicken 4 40
7. Apportieren 3 30
8. Distanzkontrolle3 30
9. Sprung über eine Hürde 3 30
10. Gesamteindruck 2 20
Koeffizient:/Maximum: 28 280

Klasse 1
Vorzüglich 224 - 280 Punkte 80%
Sehr gut 196 - bis 223,5 Punkte 70%
Gut 140 - bis 195,5 Punkte 50%


KLASSE 2
———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. 1 Minute sitzen in einer Gruppe, Hundeführer in Sicht des Hundes 2 20
2. Freifolge 3 30
3. Steh und Sitz aus der Bewegung 3 30
4. Abrufen mit Steh 4 40
5. In ein Quadrat schicken mit Platz und Abrufen4 40
6. Apportieren mit Richtungsanweisung 3 30
7. Identifizieren4 40
8. Distanzkontrolle 4 40
9. Apport eines metallenen oder hölzernen Gegenstandes über eine Hürde3 30
10. Gesamteindruck 2 20
Koeffizient:/Maximum: 32 320

Klasse 2
Vorzüglich 256 - 320 Punkte 80%
Sehr gut 224 - bis 255,5 Punkte 70%
Gut 192 - bis 223,5 Punkte 50%

KLASSE 3
Internationale Regeln
CACIOB kann vergeben werden, wenn der Wettkampf bei der FCI als internationaler Wettkampf angemeldet ist.
    
———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. 2 Minuten Sitzen in der Gruppe außer Sicht 330
2. 4 Minuten Liegen in der Gruppe mit Ablenkung außer Sicht 220
3. Freifolge 3 30
4. Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung 3 30
5. Abrufen mit Steh und Platz4 40
6. Voranschicken mit Richtungsanweisung, Ablegen und Abrufen 4 40
7. Apportieren mit Richtungsanweisung3 30
8. Apportieren eines metallenen Gegenstands über eine Hürde 3 30
9. Identifizieren3 30
10. Distanzkontrolle 4 40
Koeffizient:/Maximum: 32 320


Klasse 3
Vorzüglich 256 - 320 Punkte 80%
Sehr gut 224 - bis 255,5 Punkte 70%
Gut 192 - bis 223,5 Punkte 50%




V. ALLGEMEINE RICHTLINIEN UND VORGABEN FÜR DIE AUSFÜHRUNG UND DAS RICHTEN DER ÜBUNGEN


Die Richtlinien und Vorgaben für die Ausführung und das Richten der Übungen bestehen aus

A)

einem allgemeinen Teil, der die Ausführung und das Richten aller Übungen in Klasse 1 und 2 betrifft und

B)

einem Teil, der die Ausführung und das Richten der Einzelübungen beschreibt.

Falls in den Einzelübungen nicht anders vermerkt, erstrecken sich die generellen Richtlinien und Vorgaben für die Ausführung und das Richten der Übungen auf alle Übungen.
Bei Ereignissen, die nicht von den Richtlinien und Anweisungen abgedeckt werden, entscheidet der Richter, wie damit umzugehen ist und wie diese zu bewerten sind. Die Entscheidung des Richters ist endgültig und kein Wettkampfteilnehmer sollte die Richterentscheidung in Frage stellen.

Punktevergabe

Die Obedience-Übungen werden wie folgt bewertet:

0 – 5 – 5,5 – 6 – 6,5 – 7 – 7,5 – 8 – 8,5 – 9 – 9,5 – 10


Disqualifikation führt zum Abbruch der Darbietung und zum Verlust aller Punkte. Der Hund darf nicht mit der Ausführung der verbleibenden Übungen in dem Wettkampf fortfahren.
Nichtbestehen einer Übung führt zu einem Verlust aller Punkte für diese Übung. Der Hund darf mit der Ausführung der verbleibenden Übungen fortfahren.


A) Allgemeine Richtlinien für das Richten und Ausführen aller Übungen in Klasse 1 und 2


Das Vorführen der Übungen

  • Der Richter kann entscheiden, in welcher Reihenfolge die Übungen gezeigt werden sollen. Die Reihenfolge ist für alle Wettkampfteilnehmer gleich.
  • In den nationalen Regeln kann festgelegt werden, dass alle Hunde überprüft werden, bevor sie in den Ring gehen und es kann auch festgelegt werden, dass es dem Richter erlaubt sein muss, die Hunde zu berühren/anzufassen.
  • Die Übungen beginnen und enden mit dem Hund in der Grundstellung. Die Grundstellung ist als Sitzposition auf der linken Seite des Hundeführers definiert.
  • Alle Übungen beginnen, wenn der Steward den Hundeführer und Hund an den Startpunkt geleitet hat und der Hund in der Fußposition sitzt und der Steward ”Die Übung beginnt” oder ”Start der Übung” angekündigt hat.
  • Der Hundeführer sollte seinen Hund in die Grundstellung am Startpunkt bringen und sehr kurzfristig bereit sein, mit der Übung anzufangen. In der Klasse 1 kann die Toleranzgrenze geringfügig größer sein, als in Klasse 2 und 3, wo der Hundeführer darauf vorbereitet sein muss, sehr kurz nach dem Erreichen des Startpunktes seinen Hund in der Fußposition zu haben und mit der Übung zu beginnnen.
  • Alle Übungen sind beendet, wenn der Steward ”Übung beendet oder ”Danke” sagt.
  • Bei allen Übungen – sofern es in der Beschreibung der Einzelübung nicht ausdrücklich anders angegeben wird – gibt der Steward in allen Phasen der Übung dem Hundeführer die Erlaubnis, seinem Hund die Befehle zu geben, auch wenn dies nicht explizit in allen Übungen so beschrieben wird.
  • Es obliegt dem Hundeführer zu entscheiden, ob bzw. wann er gegebenenfalls ein Doppelkommando gibt oder nicht.
  • Die Anweisungen des Stewards, die in dieser Prüfungsordnung beschrieben werden, sind nur Beispiele. Es ist wichtig, dass die Anweisungen für die Hundeführer verständlich sind.
  • Es ist nicht erlaubt, dem Hund vor oder während der Übungen bestimmte Plätze oder Richtungen anzuzeigen (außer denen, die sich auf die gerade stattfindende Übung beziehen, falls dies erlaubt ist). Eine solche Aktion führt zum Nichtbestehen der Übung.
  • Der Hund soll sich zwischen den Übungen auf der linken Seite des Hundeführers befinden. Der Hund muss nicht die Fußposition einnehmen und im Kommando stehen, aber er soll sich neben dem Hundeführer befinden und unter Kontrolle sein. Falls es aus irgendeinem Grund zu einer Verzögerung auf dem Weg von einer Übung zur nächsten kommt, ist es erlaubt, den Hund abzulegen aber er darf nicht aus dieser Position abgerufen werden, um mit
    den Übungen fortzufahren.
  • Der Hundeführer muss sich normal bewegen und die direkten Wege wählen. Unbestimmte oder mehrdeutige Bewegungen, übertriebene Gesten, Signale oder Körpersprache und unnatürliche Bewegungen der Gliedmaße werden bestraft. Wendungen und Kehrtwendungen müssen 90° und 180° betragen und nach einer Kehrtwendung muss der Hundeführer ungefähr auf dem gleichen Weg zurückgehen, den er gekommen ist.
  • In der Klasse 1 darf der Hundeführer den Hund an der Leine führen, wenn er den Ring betritt. Während der gesamten Vorführung muss er die Leine außer Sicht des Hundes halten oder der Hundeführer lässt sie auf dem Tisch des Stewards. Er kann den Hund nach der Vorführung wieder anleinen, wenn er den Ring verläßt.
  • In Klasse 2 muss der Hundeführer die Leine des Hundes außerhalb des Rings lassen oder auf dem Tisch des Stewards. Dies gilt für alle Übungen.
  • Leckerli oder Spielsachen wie Bälle o. ä. sind weder während noch zwischen den Übungen im Ring nicht erlaubt. Falls der Richter beobachtet, dass ein Wettkampfteilnehmer Leckerlis oder Spielsachen im Ring mit sich führt oder benutzt, wird er disqualifiziert.
  • Dem Hundeführer ist es nicht erlaubt, den Hund während der Übungen zu berühren, zu streicheln oder ihn in irgendeiner anderen Art und Weise zu animieren. Ein solches Verhalten führt zum Nichtbestehen der Übung. Leichte Aufmunterungen sind erlaubt, nachdem eine Übung beendet ist. Im Falle von übermäßiger Aufmunterung, zu enthusiastischer Anregung, Spielen oder Herumalbern, Springen in die Arme des Hundeführers, durch die Beine des Hundeführers schlängeln, etc., wird der Richter den Wettkampfteilnehmer verwarnen und dieses Verhalten in die Bewertung des Gesamteindrucks einfließen lassen. Im Falle eines zweiten Vorkommnisses dieser Art, wird der Hund disqualifiziert.
  • Der Richter hat das Recht eine Übung abzubrechen, wenn der Hund offenischtlich unfähig oder widerwillig ist, die Übung zu zeigen. Eine solche Übung ist nicht bestanden.
  • Der Richter hat das Recht einen Hund von der weiteren Teilnahme am Wettkampf auszuschließen, wenn er unzureichend arbeitet oder wenn er eine Störung durch anhaltendes Bellen oder Winseln verursacht. Im Falle von Bellen oder Winseln kann der Richter eine erste Verwarnung aussprechen. Falls das Verhalten anhält, wird der Richter den Hund disqualifizieren. Das Gleiche gilt für Störungen durch anhaltendes Bellen oder Winseln zwischen den Übungen.
  • In den Abruf- (und Apportier-) Übungen ist es dem Hund beim Hereinkommen erlaubt, vor dem Hundeführer zu sitzen. Der Hund muss dann auf Kommando (nach Erlaubnis durch den Steward), seine Fußposition schnell einnehmen und dabei sehr nah am Hundeführer bleiben.
  • In den Abruf- und Apportierübungen muss der Richter nicht darüber informiert werden, ob es beabsichtigt ist, dass die Fußposition direkt eingenommen wird oder nach dem Vorsitzen. Wenn die Übung vollendet gezeigt wird, kann die Höchstpunktzahl vergeben werden, unabhängig davon, welche Ausführung beabsichtigt war.

Apportierübungen:

  • Bei allen Apportierübungen ist es erlaubt, dass der Hund vor dem Hundeführer sitzt und den Gegenstand dort auf Befehl (nach Erlaubnis durch den Steward) abgibt. Der Hund muss dann auf Kommando (nach Erlaubnis durch den Steward) schnell die Fußposition einnehmen und dabei sehr nah am Hundeführer bleiben.
  • Wenn ein Apportel an einen ungeschickten Platz geworfen wurde (zu nah, aus dem Ring), muss es nochmals geworfen werden. Dies führt allerdings zu einem Abzug von 2 Punkten. Wenn der zweite Wurf nicht zufriedenstellend ist, ist die Übung nicht bestanden.
  • Es ist nicht erlaubt, dass der Hund vor der Übung das Objekt/Apportel in den Fang nimmt. Falls dies vorkommt, dürfen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden.

Befehle und Handzeichen:

  • Befehle sind verbale Kommandos. Handzeichen können ein Stimmkommando ersetzen oder werden gleichzeitig mit dem Stimmkommando gegeben. In diesem Fall wird das in der Einzelübung entsprechend beschrieben. Wenn Handzeichen gegeben werden, sollten diese kurz sein und dürfen ein Stimmkommando nicht überdauern und beinhalten keine weiteren Körperhilfen. Eine oder beide Hände können benutzt werden.
  • Der Begriff Körpersprache bedeutet die Bewegung des Körpers (nicht notwendigerweise das Ausschreiten), Beugen oder Drehen des Körpers, des Kopfes oder der Schultern, sowie das Geben von Signalen mit den Füßen. Dies wird entsprechend der Ausprägung und der Situation bestraft. Das Ausschreiten während ein Kommando gegeben wird (verlassen der Grundstellung), führt zum Nichtbestehen der Übung.
  • Bei Übungen, in denen Stimmkommandos oder Handzeichen erlaubt sind, muss der Hundeführer den Richter vor der Übung darüber informieren, ob Handzeichen benutzt werden. Dies ist nicht notwendig wenn sowohl Stimmkommandos als auch Handzeichen erlaubt sind.
  • Das Kommando „Bleib“ ist bei Übungen erlaubt, in denen der Hundeführer den Hund verlässt oder sich vom Hund wegdreht.
  • Handzeichen sind nie erlaubt wenn sich der Hund neben dem Hundeführer in der Fußposition befindet. Dies wird streng bestraft mit einem Abzug von 2 – 4 Punkten, entsprechend der Intensität, Situation und Dauer. Wenn zusätzlich Körperhilfen gegeben werden, ist der Abzug grundsätzlich höher.
  • Die in dieser Prüfungsordnung verwendeten Befehle (Hörzeichen) sind Empfehlungen. Andere entsprechend kurze Wörter sind akzeptabel. Der Name des Hundes darf bei den Abrufübungen in den Abrufsituationen mit dem Befehl kombiniert werden. Der Name und das Kommando müssen eng zusammengefasst werden, so dass der Name und der Befehl nicht den Eindruck von zwei separaten Kommandos erweckt.

Das Verlassen des Hundeführers

  • Wenn ein Hund während oder zwischen den Übungen den Ring verlässt und außer Kontrolle ist, wird er disqualifiziert (Klassen 2 & 3).
  • Wenn der Hund in Klasse 1 den Ring verlässt und außer Kontrolle ist, ist es dem Hundeführer erlaubt, ihn zwei Mal zu rufen. Wenn er zurückkommt, darf weitergearbeitet werden, aber dies wird im Rahmen des Gesamteindrucks streng bestraft. Die betroffene Übung ist nicht bestanden. Falls der Hund noch einmal den Ring verlässt, wird er disqualifiziert.
  • Wenn der Hund den Hundeführer während einer Übung verlässt (die Übung unterbricht) und außer Kontrolle ist, darf der Hundeführer den Hund rufen (nicht öfter als zwei Mal) ohne die Position zu verlassen. Wenn der Hund zum Hundeführer zurückkommt ist die Übung nicht bestanden und der Hund und der Hundeführer können mit der nächsten Übung weitermachen aber dies wird streng bestraft (Gesamteindruck). Wenn der Hund auf das zweite Kommando hin nicht zurückkommt, werden der Hund und der Hundeführer disqualifiziert.
    Wenn der Hund ein zweites Mal wegläuft, führt dies zur Disqualifikation.

Bewerten der Übungen

  • Das Bewerten einer Übung beginnt, wenn der Hundeführer und der Hund ihre Position am Startpunkt eingenommen haben (Hund in der Fußposition) und der Steward „Übung beginnt“ sagt. Das Richten einer Übung endet, wenn der Steward „Übung beendet“ oder „Danke“ sagt.
  • Alle Abweichungen vom Ideal werden bestraft: sämtliche Extrabefehle, Doppelkommandos, Körpersprache, Abweichungen von der Fußposition, Abweichungen vom parallelen Bewegungsablauf, etc.
  • Eine grundsätzliche Regel ist, dass für ein Doppelkommando 1 – 2 Punkte abgezogen werden und ein drittes Zusatzkommando zu einem Nichtbestehen der Übung (oder einem Teil davon) führt.
  • Ein Hund der bellt – wenn auch nur gelegentlich in einer Übung – muss bestraft werden. Wenn der Hund übermäßig oder anhaltend bellt, ist die Übung nicht bestanden. Wenn das Bellen anhaltend ist und sich in mehreren Übungen wiederholt, wird er von der Vorführung disqualifiziert. Das gleiche gilt für Winseln.
  • Bellen und Winseln während der Übungen muss immer bestraft werden, auch wenn es sich nur um einen einzigen, kurzen Beller bei Beginn der Übung handelt (möglicherweise dem Ausdruck von Begeisterung), sollte mindestens 1 Punkt abgezogen werden.
  • Wenn der Hundeführer ausschreitet, während er ein Kommando gibt, ist die Übung nicht bestanden.
  • Wenn der Hund ein Kommando vorwegnimmt (z. B. die Fußposition nicht korrekt hält; zuckt, aufsteht, hochspringt), wenn die Übung beginnt, können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
  • Wenn der Hund den Hundeführer in Klasse 1 verlässt (mit der Übung anfängt) nachdem die Übung begonnen hat (in Übungen bei denen der Hund vom Hundeführer weggeschickt wird) aber vor dem Befehl des Hundeführers (beispielsweise auf das Kommando des Stewards), darf der Hundeführer den Hund einmal rufen. Wenn er zurückkommt und die Übung ausführt, dürfen noch maximal 6 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund nicht zurückkommt, ist die Übung nicht bestanden.
  • Wenn der Hund in Klasse 2 den Hundeführer verlässt (mit der Übung anfängt) bevor er den Befehl dazu bekommen hat, gibt es keine Möglichkeit des Rückrufs, die Übung ist nicht bestanden.

  • Jegliche Bestrafung des Hundes führt zur Disqualifikation.
  • Wenn der Hundeführer den Hund während der Übung anfasst, ist die Übung nicht bestanden. Dies führt gegebenenfalls zu einer Verwarnung. Wenn ein Anfassen des Hundes während oder zwischen den Übungen als Bestrafung interpretiert werden kann, werden der Hund und der Hundeführer disqualifiziert.
  • Das Kontrollieren des Hundes mittels Halsband zwischen den Übungen führt zu einer Verwarnung.
  • Wenn der Hund den Hundeführer bei den Abruf- oder Apportierübungen (geringfügig, leicht) berührt, wenn er beim Hundeführer vorsitzt oder an die Seite des Hundeführers kommt, müssen 1 – 2 Punkte abgezogen werden. Wenn er mit dem Hundeführer zusammenprallt/kollidiert, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  • Bei der Bewertung von Geschwindigkeit, muss die Rasse berücksichtigt werden. Das Ideal ist nicht für alle Rassen gleich. Wenn der Hund auf den Befehl augenblicklich und willig reagiert, sich für seine Rasse typisch bewegt, seine Geschwindigkeit beibehält und Interesse an dem zeigt, was er tut, muss er mit der Höchstpunkzahl belohnt werden, wenn er keine Fehler macht, die zu einem Abzug führen.
  • Wenn der Hund zu Beginn einer Übung nicht ruhig neben seinem Hundeführer sitzt, dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
  • Wenn ein Hund die Grundstellung (Sitz) am Ende einer Übung nicht einnimmt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  • Wenn der Hund seine Startposition bei einer Übung (z. B. Sitz oder Platz) nicht einnimmt, ist die Übung nicht bestanden.
  • Wenn der Hund sich im Ring löst:
    • in Klasse 1 während einer Übung, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte) und der Gesamteindruck ist nicht bestanden (0 Punkte).
    • in Klasse 1 zwischen den Übungen, ist der Gesamteindruck nicht bestanden (0 Punkte)
    • in Klasse 2 während oder zwischen den Übungen, wird der Hund disqualifiziert.



Fortsetzung auf SEITE 2 --> B) Anweisungen für die Vorführung und Bewertung der Übungen in den Klassen 1 und 2


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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.

OBEDIENCE NEUIGKEITEN !
  :achtung: Der VDH hat die Ausführungen der Einzelübungen als PDF veröffentlicht.  :achtung:
"Internationale Prüfungsordnung Obedience FCI Klasse 1/2 gültig ab 01/2012"
Neben den einzelnen Übungen, sowie den Bewertungskriterien sind auch allgemeine Informationen enthalten. 47 Seiten.





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