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Obedience - Prüfungsordnung
Beschreibung der Übungen und Leistungsklassen im Obedience –
Deutsches Reglement, National - Ausgabe 2007

C. Aufgabenstellung der einzelnen Prüfungsstufen im Obedience


Obedience - Klasse 3


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neue Prüfungsordnung für die Obedience Klasse 3
ab 01.01.2011 gibt es eine neue Prüfungsordnung für die OB3.
Änderungen in der Übung 4 - der "Blitz"
Bei einigen Übungen wurden die Bewertungskriterien geändert.
Diese hier abgetippte PO für die Klasse 3 wird teilweise durch neue Texte und Infos ersetzt.
Link zur neuen PO Klasse 3


Das Programm der Internationalen Obedience-Klasse und der nationalen Obedience-Klasse 3 sowie die Beurteilungen hierzu sind identisch.

D. Schlussbestimmungen und Gültigkeit

  1. Alles was dieses Reglement nicht ausdrücklich vorsieht liegt in der Zuständigkeit der betroffenen Sportausschüsse des VDH - AZG und VDH Obedience-Ausschuss
  2. Falls ein Fall eintritt, für den dieses Reglement oder die darauf basierenden Ausführungsbestimmungen nicht ausreichen, jedoch während einer Prüfung oder eines Wettkampfes entschieden werden muss, entscheidet der OB-LR. Gegen diesen Entscheid ist kein Widerspruch möglich
  3. Rahmenbedingungen und Vorgaben zur Durchführung und Teilnahme an der VDH DM Obedience und der Qualifikation zur FCI Obedience EM/WM regeln gesonderte Durchführungsbestimmungen des VDH
  4. Dies nationale Prüfungsordnung Obedience des VDH wurde auf Vorschlag des VDH Obedience-Ausschuss durch den VDH Vorstand beschlossen und mit Wirkung zum 01.01.2007 in Kraft gesetzt. Die Mindestlaufzeit beträgt 5 Jahre.



Internationale Prüfungsordnung für Obedience, FCI

I. Teilnahmebedingungen, Organisation und Richteranweisungen
II. Praktische Durchführung und Zubehör für den Wettkampf
III. Auszeichnungen
IV. Allgemeine Regeln und Richtlinien für die Teilnahme und das Richten der Übungen
V. Übungen der internationalen Obedience Klasse: Ausführungen und Bewertungsrichtlinien
VI. Ergänzende Zeichnungen
VII. Organisation und Richterbestimmungen für FCI Europa- und Weltmeisterschaften

Obedience-Ausbildung lehrt einem Hund ein kooperatives und kontrolliertes Verhalten. Hauptaugenmerk sollte auf einen guten Kontakt zwischen dem Hund und dem Hundeführer gelegt werden und auf die Bereitschaft des Hundes zu gehorchen, auch wenn eine größere Distanz zwischen ihnen besteht. Hundeführer und Hund müssen im Allgemeinen eine sehr gute Partnerschaft zeigen.

I. Teilnahmebedingungen, Organisation und Richter- anweisungen


1. Zulassungsbestimmungen für internationale Obedience-Klassen

Um an einer internationalen Obedience-Klasse oder an einer Europa- oder Weltmeisterschaft teilnehmen zu können, muss der Hund mindestens 15 Monate alt und in einem von der FCI anerkannten Zuchtbuch registriert sein.

Es obliegt jedem Land zu entscheiden, welche nationalen Obedience-Klassen bestehen und welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, bevor es einem Hund erlaubt wird, in der Internationalen Obedience-Klasse teilnehmen zu dürfen. Um in einem internationalen Obedience-Wettkampf starten zu dürfen, sollten der Hundeführer und der Hund mindestens einmal zusammen die höchste Obedience-Klasse im eigenen Land bestanden haben.

Wenn ein Obedience-Wettbewerb innerhalb einer Hundeausstellung durchgeführt wird, ist es nicht notwendig, dass der Hund auch in der Ausstellung gemeldet wird.

Hunde, die an einer ansteckenden Krankheit, Hakenwürmer, Hautkrankheiten oder andere Parasiten haben, oder Hunde die aggressiv, blind oder taub sind dürfen nicht an Internationalen Obedience-Wettkämpfen teilnehmen.

Hunde mit kupierten Ruten oder Ohren werden akzeptiert, wenn dies mit den gesetzlichen Bestimmungen ihres Heimatlandes und denen des Landes in dem der Wettkampf stattfindet, vereinbart werden kann.

Läufige Hündinnen dürfen teilnehmen, müssen aber als letztes starten. Sie müssen von dem Wettkampfgelände und der näheren Umgebung ferngehalten werden bis alle anderen Hunde ihre Übungen beendet haben.

Hündinnen, die weniger als 8 Wochen vor dem Wettkampf geworfen haben und Hündinnen, die vermutlich innerhalb von 4 Wochen werfen werden, dürfen am Wettbewerb nicht teilnehmen.

Im Zweifelsfall, sollte der Richter den Hund außerhalb des Ringes untersuchen, bevor er an dem Wettkampf teilnimmt.

2. Zulassungsvoraussetzungen der Richter für Internationale Obedience-Wettkämpfe

Richter für Obedience-Wettkämpfe sollten von dem kynologischen Verband ihres eigenen Landes lizenziert sein.

Zulassungseinschränkung in Bezug auf Verwandtschaftsverhältnisse Es ist einem Richter nicht gestattet Hunde zu richten, die im eigenen Besitz oder im Besitz eines Familienmitgliedes stehen. Familienmitglieder oder Verwandte die diese Regelung betreffen, sind: Kinder, Eltern, Großeltern, Enkel, Geschwister oder Angeheiratete. Des Weiteren ist es ihnen nicht erlaubt Angehörige des Haushaltes oder Bewohner ihres Haushaltes zu richten.

Ein Hund darf nicht an einem Wettkampf teilnehmen, wenn der Richter des Wettkampfes den Hund gezüchtet oder den Hund trainiert hat, oder wenn der Hund innerhalb eines Jahres in dem gleichen Haushalt gelebt hat oder in seinem Eigentum stand.

3. Chef Steward (Prüfungsleiter)

Ein Chef Steward muss für den Wettkampf ernannt werden. Der Hauptsteward muss eine ausreichende Qualifikation haben. Wenn Wettkampfteilnehmer aus dem Ausland an dem Wettkampf teilnehmen, muss der Steward in der Lage sein die Anweisungen in Englisch oder in einer anderen vereinbarten Sprache zu geben.

Wenn die Übungen aufgeteilt werden, um von 2 oder mehreren Richtern gerichtet zu werden, sollte eine entsprechende Anzahl von Stewards zugegen sein, so dass zu jedem Ring mindestens ein Steward eingeteilt wird.

4. Wettkampfleitung

Obedience-Wettkämpfe sind unter der Leitung des Ober- Richters (Referee) des jeweiligen Tages und des Chef Steward. Wenn Situationen auftreten, die nicht in den Regularien und Anweisungen geregelt sind, entscheidet der Richter über die weitere Vorgehensweise.

5. Pflichten des Hundeführers

Die Pflichten des Hundehalters als Wettkampfteilnehmer beginnen, wenn der Hundeführer das Wettkampfgelände betritt und enden nach der letzten Siegerehrung. Hundeführer müssen die Regeln und die Anweisungen, die ihnen gegeben werden, befolgen. Es wird vom Hundeführer erwartet dass er sich anständig benimmt und angemessen gekleidet ist.

Der Richter darf Hundeführer/innen vom Wettkampf disqualifizieren, wenn er oder sie die Regeln missachtet, sich unsportlich oder ungebührlich verhält. Die Entscheidung des Richters ist endgültig und unanfechtbar. Kein Wettkampfteilnehmer sollte die Entscheidung des Richters in Frage stellen.

Hundeführer müssen ihre Anwesenheit 30 Minuten vor Beginn des Wettkampfes im Ring melden.

Es ist verboten, den Hund zu bestrafen. Stachel- oder elektrische Halsbänder sowie Zwangsmaßnahmen sind verboten. Die Bestimmungen des Tierschutzgesetzes sind einzuhalten.

Der Hundeführer sollte den Hund während und zwischen den Übungen auf seiner linken Seite führen. Bei einer körperlichen Behinderung des Hundeführers ist es gestattet den Hund an der rechten Seite während und zwischen den Übungen zu führen. Der Teilnehmer oder Mannschaftsführer dieses Teams muss jedoch beim (Ober-) Richter vor dem Start des Wettkampfes die Erlaubnis einholen. Alle Richter, die betroffen sind müssen informiert werden und die Auswirkung, den diese Regelung auf die Bewertung der Vorführung hat, muss zwischen den betroffenen Richtern, abgestimmt werden. Die Ausnahmeregelung sollte begründet sein und sollte nicht dazu führen, dass andere Hunde und Wettkampfteilnehmer gestört werden.
Beispiel: Wenn ein Wettkampfteilnehmer an einen Rollstuhl gefesselt ist, sollte er oder sie in den Übungen 1 und 2 am Anfang oder am Ende der Gruppe platziert werden, wo er an keinem anderen Hund, außer dem eigenen, vorbeifahren muss.

6. Verhalten des Hundes / Disqualifikation

Ein Hund der zu irgendeiner Zeit Menschen oder andere Hunde beißt, versucht zu beißen, attackiert oder versucht zu attackieren, wird vom Wettkampf disqualifiziert. Dies gilt auch nach Beendigung der Vorführung. Alle Punkte gehen verloren auch wenn die Übungen bereits beendet sind. An einer 2-Tages-Veranstaltung gilt die Disqualifikation ebenfalls für den zweiten Tag und der Hund darf nicht an dem Wettkampf teilnehmen. Der Zwischenfall wird in dem Leistungsbuch des Hundes vermerkt.

Es muss ein Bericht an den kynologischen Verband dem der Hund angehört, sowie dem kynologischen Verband des Austragungslandes geschickt werden.

7. Andere Regelungen

Wenn der Wettkampfring aufgebaut wird oder bereits aufgebaut ist, ist es dem Hundeführer nicht mehr gestattet ohne Genehmigung des Stewards den Wettkampfring mit seinem Hund zu betreten.
In den Gruppenübungen (1 und 2) besteht eine Gruppe aus mindestens 3 und maximal aus 6 Teilnehmern. In einem Wettkampf in dem die Anzahl der Hunde nicht durch 6 teilbar ist, dürfen 2 der Gruppen aus 7 Hunden bestehen.


II. Praktische Durchführung und Zubehör für den Wettkampf

Gestaltung, Anzahl der Teilnehmer, Größe des Rings, benötigtes Zubehör

1. Gestaltung des Wettkampfes

Sowohl für FCI-, Europa- und Weltmeisterschaftswettkämpfe als auch für alle internationalen Wettkämpfe hat der Oberrichter das Recht sich mit dem Organisationskomitee abzusprechen und Entscheidungen zu treffen. Dabei kann die Reihenfolge der Übungen während des Wettkampfes und die Gruppierung der Übungen miteinander festgelegt werden. Die Reihenfolge muss für alle Teilnehmer die gleiche sein.

2. Anzahl der Teilnehmer

Es wird empfohlen, dass der Richter nicht mehr als ungefähr 4 Hunde pro Stunde und nicht mehr als 25 Hunde pro Tag richtet. Kommen mehrere Richter zum Einsatz, richtet jeder Richter die Übungen, für die er eingeteilt ist, für alle Hunde.

3. Größe des Obedience-Rings

Die Größe des Obedience-Rings bei einer Hallenveranstaltung sollte mindestens 20 x 30 m betragen. Findet der Wettkampf im Freien statt, ist die bevorzugte Größe mindestens 25 x 40 m. Der Ring kann kleiner sein, wenn die Übungen in 2 oder mehreren Ringen aufgeteilt werden und diese Übungen, die weniger Platz benötigen, zusammengefasst werden. Ein Ring sollte eindeutig markiert werden. Es liegt im Ermessen des Richters zu entscheiden, ob die Ringgröße akzeptabel ist oder nicht.

4. Zubehör

Es liegt in der Verantwortung des Veranstalters, die Prüfungsordnung und speziellen Anweisungen auf dem Wettkampfgelände zur Verfügung zu stellen.
 Es wird eine geschlossene Hürde von ungefähr 1 m Breite benötigt (Übung 8). Die Höhe muss von ungefähr 10 cm bis 100 cm und zwar in Intervallen von ca. 10cm einstellbar sein. Im Gegensatz zu einer Agility-Hürde sollte die Hürde keine Seitenteile haben (siehe Punkt VI).
 Eine ausreichende Anzahl von Markierungen und Pylonen muss bereitstehen, um festzulegen an welchen Punkten die Übungen durchzuführen sind. Die Höhe der Markierungen und Pylonen sollte ungefähr 15 cm betragen. Bewertungstafeln, auf welchen die vergebenen Punkte angezeigt werden, müssen dem Richter zur Verfügung gestellt werden.
 Gelbe und rote Karten müssen zur Verfügung stehen, mit welchen der Richter eine Verwarnung (gelbe Karte) oder eine Disqualifikation (rote Karte) anzuzeigen kann.

Geeignete Apportiergegenstände:
  • 3 Sets aus hölzernen Apportel, die sich in der Größe (Gewicht) unterscheiden, passend zu den verschiedenen Größen der Rassen (klein, mittel, groß). Jedes Set beinhaltet 3 Apportel von der gleichen Größe. Das maximale Gewicht der Apportel aus dem größten Set beträgt ungefähr 450 g (Übung 7).
  • Metallene Apportel in drei verschiedenen Größen mit einem maximalen Gewicht von ungefähr 200 g für die größten Hunde. Die Größe des Apportels sollte in der Proportion zur Größe der Rasse sein. Dennoch kann der Hundeführer die bevorzugte Größe wählen (Übung 8).
  • Holzgegenstände von ungefähr 2 x 2 x 10 cm. Für jeden teilnehmenden Hund müssen 6 Holzgegenstände zur Verfügung stehen. (Übung 9).


III. Auszeichnungen


Es wird empfohlen bei Obedience Wettbewerben, die Farben schwarz - rot - gelb für Schleifen und Rosetten zu verwenden. Jeder Hund, der einen Preis bei Obedience gewinnt, sollte mit einer schwarz - rot - gelben Schleife ausgezeichnet werden.

  • Rote Schleifen
    werden an die Teilnehmer vergeben, die ein vorzügliches Ergebnis erzielt haben :
    256 - 320 Punkte.
  • Blaue Schleifen
    werden an die Teilnehmer vergeben, die ein sehr gutes Ergebnis erzielt haben:
    224 - unter 256 Punkte.
  • Gelbe Schleifen
    werden an die Teilnehmer vergeben, die ein gutes Ergebnis erzielt haben:
    192 - unter 224 Punkte.
  • Andere Farben können entsprechend den Traditionen des Gastgeberlandes benutzt werden.
  • Eine schwarz - rot - gelbe Rosette zeichnet den Erstplatzierten aus.

Falls zwei oder mehrere Hunde die gleiche Punkteanzahl erreichen und eine endgültige Platzierung gewünscht ist, sollten die Ergebnisse der Übungen 3, 5 und 6 addiert werden. Falls die Addition immer noch keine Reihung ergibt, sollten diese drei Übungen wiederholt werden.

Ein Preis oder eine Rosette muss an jeden Hund vergeben werden, der den Titel ‚Internationaler Obedience Champion' an einem Tag erreicht. Bevorzugter weise sollten die Obedience Farben (schwarz - rot - gelb) benutzt werden und den Text »Internationaler Obedience Champion« tragen. Zusätzlich kann die Rosette die traditionellen Farben von Meisterschaften, wie rot und grün, tragen [z. B. die Basisrosette und Steifen können grün sein mit der kleineren Rosette darauf, die die Farben von Obedience tragen (schwarz - rot - gelb)].

Internationales Obedience Zertifikat CACIOB

Der gewinnende Hund (im Falle eines Rüden mit beiden Hoden) wird mit dem CACIOB ausgezeichnet, wenn er ein vorzügliches Ergebnis erzielt hatte. Der zweitbeste Hund (bei gleichen Voraussetzungen) erhält das Reserve-CACIOB.
Die Hunde, die das CACIOB oder das Reserve-CACIOB erhalten, müssen mit einem Preis oder einer Rosette ausgezeichnet werden. Vorzugsweise sollten die Farben des Obedience, schwarz, rot, gelb, widerspiegeln und sollten die Farbe des CACIOB beinhalten (weiß) und des Reserve-CACIOB (orange). Z. B. eine Basisrosette und Streifen, die weiß (orange) sind und eine kleinere Rosetten oben drauf, die die Farben schwarz, rot und gelb hat. Der Text CACIOB und Reserve-CACIOB sollte auch erscheinen.

Internationaler Obedience-Champion

Um den Titel Internationaler Obedience-Champion zu erhalten, muss der Hund 2 CACIOB´s in 2 verschiedenen Ländern erhalten und mindestens ein »sehr gut« oder besser, im Mindestalter von 15 Monaten, auf einer FCI-Hundeschau erzielen. Zwischen den 2 CACIOB´s muss mindestens 1 Jahr und 1 Tag liegen.


IV. Allgemeine Regeln und Richtlinien für die Teilnahme und das Richten der Übungen


Sofern es bei den einzelnen Übungen keine anderweitigen Regelungen gibt, gelten diese generellen Regeln und Richtlinien für die Ausführung und Beurteilen der Übungen.

Bei Ereignissen, die nicht von diesen Regeln und Richtlinien abgedeckt werden, entscheidet der Richter wie damit umzugehen ist und wie es zu bewerten ist. Die Richterentscheidung ist unumstößlich und kein Wettkampfteilnehmer sollte die Entscheidung des Richters in Frage stellen.

Zu vergebende Punkte

Die Obedience-Übungen werden wie folgt bewertet.
0 - 5 - 5,5 - 6 - 6,5 - 7 - 7,5 - 8 - 8,5 - 9 - 9,5 - 10

Disqualifikation führt zum Abbruch der Prüfung und alle Punkte, die bis dahin erreicht wurden, gehen verloren. Die Prüfung wird abgebrochen.
Nichtbestehen einer Übung führt zum Verlust aller Punkte dieser spezifischen Übung. Der Hund kann mit den restlichen Übungen fortfahren.
Die gelbe Karte zeigt eine Verwarnung an. Der Richter kann bei Fehlverhalten des Hundes oder des Hundeführers eine Verwarnung vergeben. Wenn der Richter 2mal die gelbe Karte zeigt, führt dies zur Disqualifikation.
Die rote Karte zeigt eine Disqualifikation an.

Das Vorführen der Übungen

  • Der Richter kann bestimmen in welcher Reihenfolge die Übungen gezeigt werden müssen. Die Reihenfolge ist für alle Wettkampfteilnehmer gleich.
  • Die Übungen beginnen und enden mit der Fußposition des Hundes. Die Fußposition ist definiert als eine sitzende Position an der linken Seite des Hundeführers.
  • Zwischen den Übungen soll sich der Hund auf der linken Seite des Hundeführers befinden. Falls der Hund den Ring während oder zwischen den Übungen verlässt ist er disqualifiziert.
  • Der Hundeführer muss die Hundeleine außerhalb des Rings oder auf dem Steward-Tisch lassen. Dies gilt für alle Übungen.
  • Alle Übungen beginnen damit, dass der Steward den Hundeführer und den Hund am Startpunkt der Übung positioniert und der Hundeführer bestätigt, dass er bereit ist die Übung zu beginnen. Alle Übungen enden damit, dass der Steward »Übung beendet« ansagt. Es ist nicht erlaubt vor oder während einer Übung dem Hund Plätze oder Richtungen zu zeigen (ausgenommen sind die für eine Übung notwendigen und erlaubten Handlungen). Solche Tätigkeiten führen zum Abbruch der Übung.
  • Die Kommandos, die in diesem Reglement vorgeschlagen werden, können durch andere passende kurze Hörzeichen ersetzt werden.
  • Leckerlis oder Spielsachen wie z.B. Bälle oder ähnliches sind weder während noch zwischen den Übungen im Ring erlaubt. Falls der Richter beobachtet, dass der Wettkampfteilnehmer Leckerlis oder andere Motivationsmittel im Ring mit sich führt oder benutzt, wird das Team disqualifiziert.
  • Dem Hundeführer ist es nicht gestattet den Hund während einer Übung zu berühren oder auf irgend eine Weise einzuschüchtern. Solch ein Betragen führt zum Nichtbestehen der Übung. Leichte Aufmunterungen, z. B. das gesagte »Gutgemacht« oder 1 oder 2 Streicheleinheiten nach der Übung, sind erlaubt. Im Falle von übertriebener Aufmunterung, enthusiastischer Anfeuerung, Spielen, Springen in den Arm des Hundeführers, Dog-Dancing-Figuren, wird der Wettkampfteilnehmer durch das Zeigen der gelben Karte vom Richter verwarnt. Im Falle eines zweiten Zwischenfalls dieser Art, zeigt der Richter die rote Karte und der Hund ist disqualifiziert.
  • Der Richter hat das Recht eine Übung abzubrechen, wenn der Hund offensichtlich unfähig ist, die Übung zu zeigen. Solch ein Verhalten wird mit »0« bewertet.
  • Der Richter hat das Recht einen Hund von der weiteren Teilnahme am Wettkampf auszuschließen, wenn er unzureichend arbeitet oder kontinuierlich bellt oder winselt und dadurch den Prüfungsablauf stört. Im Falle von Bellen oder Jaulen kann der Richter eine erste Verwarnung in Form der gelben Karte geben. Falls das Benehmen weiter geht, wird der Richter den Hund mit der roten Karte vom Wettkampf disqualifizieren. Das gleiche gilt für kontinuierliche Störung durch Bellen oder Winseln zwischen den Übungen
  • Falls der Hund den Hundeführer während einer Übung verlässt (eine Übung unterbricht und dadurch außer Kontrolle ist) hat der Hundeführer die Möglichkeit, ohne seine Position zu verlassen, den Hund einmal zu rufen. Falls der Hund zum Hundeführer auf das erste Kommando hin zurückkehrt, zeigt der Richter eine gelbe Karte und die Übung ist nicht bestanden (0), aber der Hundeführer und der Hund können mit der nächsten Übung fortfahren. Falls der Hund nicht auf das erste Kommando hin zurückkehrt, werden Hundeführer und Hund disqualifiziert. Falls sich der Hund ein zweites Mal entfernt, erfolgt ebenfalls die Disqualifikation.
  • Falls der Hund den Hundeführer zwischen den Übungen verlässt, kann der Hundeführer seinen Hund 1mal rufen, ohne seine Position zu verlassen. Falls der Hund zurückkehrt, zeigt der Richter die gelbe Karte. Falls der Hund nicht zurückkehrt oder sich ein zweites Mal entfernt, folgt die Disqualifikation.
  • Bei der Rückrufübung (Übung 5) darf der Hund vorsitzen. Der Hund muss dann jedoch auf Kommando (nach Anweisung des Stewards) schnell und eng die Fußposition einnehmen.
  • Bei allen Apportierübungen (Übung 7, 8 und 9) darf der Hund vorsitzen und dort den Apportiergegenstand abgeben (nach Anweisung des Stewards). Der Hund muss dann auf Kommando (ebenfalls nach Anweisung des Stewards) schnell und eng die Fußposition einnehmen.
  • Bei den Apportierübungen und der Abrufübung braucht der Richter in Bezug auf die Ausführungsart (Vorsitz oder sofortige Grundstellung) nicht informiert werden. Wenn die Übungen elegant und korrekt vorgeführt werden, können unabhängig von der Ausführungsart die vollen Punkte vergeben werden.
  • Bei Übungen, bei denen Hör- oder Sichtzeichen erlaubt sind, muss der Hundeführer den Richter vor der Übung informieren, welche Signale er einsetzen wird. Dies ist nicht notwendig falls beides, Hörzeichen und Signale, erlaubt sind.

Beurteilen der Übungen


  • Das Bewerten einer Übung beginnt damit, dass der Hundeführer die Frage des Stewards »Bist Du bereit« mit ja bestätigt. Das Richten einer Übung endet mit der Anweisung des Stewards »Übung beendet«.
  • Alle Extrakommandos, Doppelkommandos, Körperhilfen usw. müssen bestraft werden. Die grundsätzliche Regel ist, dass für ein zweites Kommando 2 Punkte abgezogen werden und bei einem dritten Zusatzkommando die Übung nicht bestanden ist und mit 0 bewertet wird (oder ein Teil davon).
  • Ein Hund der während einer Übung bellt, wenn auch nur gelegentlich, sollte bestraft werden. Nicht mehr als 7 Punkte sollten vergeben werden. Wenn der Hund häufiger oder über längere Zeit bellt ist die Übung nicht bestanden. Falls das Bellen anhaltend ist und sich in mehreren Übungen wiederholt führt das zur Disqualifikation. Das gleiche gilt für Winseln.
  • Wenn der Hundeführer die Grundstellung während eines Kommandos verändert ist die Übung mit »0« zu bewerten.
  • Falls der Hund vor dem Kommando des Hundeführers eine unruhige Grundstellung zeigt, können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
    Wenn ein Hund den Hundeführer nach Beginn einer Übung, jedoch vor der Anweisung des Hundeführers verlässt, ist die Übung mit »0« zu bewerten. Eine Wiederholung ist nicht möglich.
  • Falls ein Hundeführer seinen Hund während einer Übung bestraft, ist die Übung nicht bestanden. Der Richter sollte eine Verwarnung (gelbe Karte) aussprechen. Falls eine Bestrafung während oder zwischen den Übungen als schwerwiegend interpretiert werden kann, werden Hundeführer und Hund disqualifiziert.
  • Falls sich ein Hund während oder zwischen den Übungen versäubert, wird er disqualifiziert.


INTERNATIONALE OBEDIENCE-KLASSE

ÜbungKoeffizient Punkte
———— —————————————————————————————————— ————— ————
1.2 Minuten sitzen330
2.4 Minuten liegen220
3.Freifolge330
4.Stehen, Sitzen und Platz aus der Bewegung330
5.Abrufen mit Stehen und Platz 440
6.Voraussenden in ein Viereck440
7.Bringen auf Anweisung330
8.Metallapport über die Hürde330
9.Geruchsunterscheidung aus 6 Gegenständen330
10.Kontrolle auf Distanz440
Koeffizient:/Maximum: 32320


V. ÜBUNGEN DER INTERNATIONALEN OBEDIENCE KLASSE

Regeln und Instruktionen zum Vorführen und Richten der Übungen

1. Übung: 2 Minuten Sitzen in der Gruppe


Hörzeichen: » Sitz«, »Bleib«

Ausführung:
Die Hunde sitzen in einer Reihe in einem Abstand von zirka. 3 m von einander in der Grundstellung. Auf Anweisung, verlassen die Hundeführer für 2 Minuten ihre Hunde und begeben sich zu einer Stelle, die der Hund nicht einsehen kann. Wenn die 2 Minuten vorbei sind, werden die Hundeführer angewiesen zurück in den Ring zu gehen.
 Dort stellen sie sich in einer Reihe vor ihren Hunden auf. Die Hundeführer werden danach angewiesen zu ihren Hunden zu gehen und sich neben ihrem Hund in Grundstellung zu begeben.
 Eine Gruppe besteht aus mindestens drei und maximal aus sechs Hunden

Beurteilung:
Ein Hund der aufsteht, sich legt oder mehr als seine eigene Körperlänge kriecht, bekommt 0 Punkte. Jede Bewegung reduziert die Punkte. Falls der Hund 1-2 mal bellt, werden 1-2 Punkte abgezogen; wenn der Hund die meiste Zeit bellt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Unruhiges Sitzen, wie z.B. verlagern des Gewichts von einer Seite zur anderen oder heben der Füße, werden bestraft.
 Allerdings ist es dem Hund erlaubt seinen Kopf zu drehen und umher zu schauen. Er darf auch Interesse an Ablenkungen und Geräusche im und außerhalb des Ringes zeigen. Der Hund darf aber nicht den Eindruck von Unruhe oder Ängstlichkeit erwecken.
 Wenn sich der Hund nach 2 Minuten legt oder aufsteht, der Hundeführer aber bereits im Ring ist, können höchstens noch 5 Punkte vergeben werden. Wenn ein Hund aufsteht und zu einem anderen Hund geht, so dass eine Rauferei befürchtet werden muss, wird die Übung abgebrochen. Die Übung wird für alle Hunde, mit Ausnahme des verursachenden Hundes, wiederholt.
 Es wird empfohlen, dass während dieser Übung die äußere Seite des Ringes vor den Hunden für die Zuschauer geschlossen ist (ausgenommen Ringpersonal). Bei EW und WW Bewerben ist dies obligatorisch.


Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


2. Übung: 4 Minuten Liegen in der Gruppe mit Ablenkungen


Hörzeichen: »Platz«, »Bleib«, » Sitz«

Ausführung:
Die Hunde sitzen in einer Reihe in einem Abstand von zirka. 3 m von einander in der Grundstellung. Auf Anweisung des Stewards werden die Hunde einzeln von links nach rechts aus der Grundstellung abgelegt. Das spätere Aufsitzen wird umgekehrt von rechts nach links angeordnet, so dass der Erste der abliegt der Letzte beim Aufsitzen ist. Die Hundeführer gehen auf Anweisung gemeinsam 4 Minuten außer Sicht des Hundes.
 In dieser Zeit wird eine Ablenkung durchgeführt indem zum Beispiel eine Person in Schlangenlinie zwischen den Hunden durchgeht. Nachdem die 4 Minuten vorüber sind, werden die Hundeführer aufgefordert in den Ring zu gehen. Zusammen stellen sie sich zirka 3 m hinter den Hunden auf. Die Hundeführer werden abermals aufgefordert zu den Hunden zu gehen und ihren Hund einzeln in die Grundstellung zu nehmen. Eine Gruppe besteht mindestens aus drei aber maximal aus sechs Hunden.

Beurteilung:
Ein Hund der aufsteht, aufsitzt oder mehr als seine eigene Körperlänge kriecht, erhält 0 Punkte. Jede Bewegung reduziert die Punkte. Falls der Hund 1-2 mal bellt, werden 1-2 Punkte abgezogen; wenn der Hund die meiste Zeit bellt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte).

Unruhiges Liegen, wie z.B. verlagern des Gewichts von einer Seite zur anderen, wird bestraft. Allerdings ist es dem Hund erlaubt seinen Kopf zu drehen und umher zu schauen. Er darf auch Interesse an Ablenkungen und Geräusche im und außerhalb des Ringes zeigen. Der Hund darf aber nicht den Eindruck von Unruhe oder Ängstlichkeit erwecken.

Wenn ein Hund aufsteht und zu einem anderen Hund geht, so dass eine Rauferei befürchtet werden muss, wird die Übung abgebrochen. Die Übung wird für alle Hunde, mit Ausnahme des verursachenden Hundes, wiederholt.

Es können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden, wenn ein Hund auf der Seite liegt (Flanke). Wenn der Hund sich nach 4 Minuten setzt oder aufsteht, der Hundeführer aber bereits im Ring ist, können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden.

Es wird empfohlen, dass während dieser Übung die äußere Seite des Ringes vor den Hunden für die Zuschauer geschlossen ist (ausgenommen Ringpersonal). Bei EW und WW Bewerben ist dies obligatorisch.


Koeffizient: 2
Höchstpunktzahl: 20


3. Übung: Freifolge


Hörzeichen: »Fuß«

Ausführung:
Freifolge wird in verschiedenen Geschwindigkeiten mit Links- und Rechtswendungen sowie Kehrtwendungen gezeigt. Der abgeleinte Hund soll willig an der linken Seite seines Hundeführers gehen, seine Schulter in Kniehöhe des Hundeführers, in gerader Linie.
Der Hundeführer soll seine Arme während dieser Übung in einer natürlichen Weise bewegen.

Die Freifolge soll die Gangarten normaler Schritt, langsamer Schritt und Laufschritt mit Links-, Rechts- und Kehrtwendungen enthalten. Die deutsche Kehrtwendung (hinter dem Hundeführer) ist genauso gestattet, wie die Kehrtwendung, bei der der Hund ständig am linken Fuß des Hundeführers bleibt. Beide Variationen müssen aber perfekt gezeigt werden. (Anmerkung: Dem Hundeführer ist es erlaubt beide Variationen innerhalb dieser Übung zu zeigen). Es wird auch geprüft, ob der Hund aus der Grundstellung dem Hundeführer zwei oder drei Schritte in verschiedenen Richtungen folgt (nach links, rechts, vor und zurück), ebenfalls Wendungen und Kehrtwendungen nach links oder rechts aus der Grundstellung heraus.
Alle Hunde in einem Wettkampf müssen die gleiche Freifolge zeigen.

Das Hörzeichen »Fuß« darf bei jedem Angehen, Gangartwechsel, bei der Teilübung »zwei oder drei Schritte in verschiedenen Richtungen« sowie bei Wendungen und Kehrtwendungen aus der Grundstellung heraus gegeben werden. Wenn der Hundeführer anhält, muss der Hund selbstständig, ohne Kommando, die Grundstellung einnehmen.

Beurteilung:
Wenn ein Hund seinen Hundeführer verlässt, oder wenn der Hund während des größten Teils der Übung dem Hundeführer in einem größeren Abstand als einem halben Meter folgt, ist die Übung nicht bestanden. (0 Punkte). Wenn der Hund keinen Arbeitseifer zeigt und dem Hundeführer nachhängt, sollten nicht mehr als 6 - 7 Punkte vergeben werden.
 Schlechter Anschluss und Zusatzkommandos sind fehlerhaft und müssen bestraft werden. Keine parallele Fußposition des Hundes führt zum Verlust von 2 Punkten.


Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


4. Übung: Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung


Hörzeichen: »Steh«, »Sitz«, »Platz«, »Fuß« (4 Mal)

Ausführung:
Diese Übung wird gegen den Uhrzeigersinn aus der Bewegung um ein 8 m x 8 m großes Quadrat vorgeführt, so dass in den Ecken des Quadrats Linkswendungen gezeigt werden müssen Die Hörzeichen zum »Steh«, »Sitz« und »Platz« werden auf Anweisung des Stewards vom Hundeführer aus der Bewegung gegeben. Um das Quadrat zu markieren, werden in den Ecken Pylonen verwendet.

Der Startpunkt der Übung ist in der Mitte irgend einer Seite des Quadrats. Der Steward gibt dem Hundeführer die Anweisung seinem Hund das Kommando zum Stehen zu geben, wenn dieser sich ungefähr in der Mitte des zweiten Schenkels des Quadrates befindet.

Der Hundeführer geht weiter um das Quadrat, bis er wieder bei seinem Hund angelangt ist. Nun gibt der Hundeführer das Fuß Hörzeichen ohne seine Gangart zu unterbrechen. Die Übung geht kontinuierlich weiter, in dem der Hundeführer das Hörzeichen Sitz am dritten Schenkel und das Hörzeichen Platz am vierten Schenkel gibt.

Die Übung ist beendet, wenn das Team wieder am Ausgangspunkt der Übung angelangt ist. Die Steh, Sitz und Platz Position soll parallel zu der imaginären Linie des Quadrats sein und um zirka. 0,5 m, unter Berücksichtigung der Größe des Hundes, von dieser Linie nach außen versetzt. Die Wendungen sollen 90o betragen und nicht abgerundet sein.

Beurteilung:
Wenn der Hund einmal eine falsche Position einnimmt (z.B. Sitz statt Platz), können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Falls der Hund eine Position gar nicht einnimmt (stoppt überhaupt nicht), können nicht mehr als 6 Punkte vergeben werden. Um grundsätzlich Punkte für eine Position zu erhalten, darf der Hund sich nach dem Hörzeichen nicht mehr als um eine Körperlänge vorwärts bewegen um die Position (Steh, Sitz, Platz) einzunehmen. Außerdem muss die Position eingenommen sein bevor der Hundeführer den nächsten Kegel im Quadrat passiert hat. Um Punkte für diese Übung zu bekommen, müssen mindestens zwei Positionen richtig gezeigt werden.

Beim Richten ist ebenfalls auf eine korrekte Fußarbeit zu achten. Langsame Arbeitsweise, schlechter Anschluss und Bogen in den Ecken des Quadrats sind fehlerhaft.


Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


5. Übung: Heranrufen mit Steh und Platz


Hörzeichen: »Platz«, »Bleib«, »Hier« (3 mal), »Steh«, »Platz«
Hör- ODER Sichtzeichen.

Ausführung:
Der Hund wird in die Position »Platz« gebracht und der Hundeführer entfernt sich zirka 30 - 35 m in eine angegebene Richtung. Auf Anweisung des Stewards wird der Hund abgerufen.
 Der Hundeführer gibt seinem Hund das Hör- oder Sichtzeichen zum Stehen, wenn zirka ein Drittel der Distanz zurückgelegt wurde. Auf Anweisung des Stewards ruft der Hundeführer erneut seinen Hund zu sich. Wenn dieser ungefähr zwei Drittel der Strecke zurückgelegt hat, bekommt der Hund das Hör- oder Sichtzeichen zum Hinlegen. Nach dem zweiten Stopp wird auf Anweisung des Stewards der Hund in die Fußposition (Grundstellung) gerufen (Anmerkung: Der Hund darf auch vorsitzen).

Der Steward erteilt dem Hundeführer nur die Anweisungen seinen Hund zu rufen. Der Hundeführer gibt die Stoppkommandos selbstständig in Höhe aufgestellter Markierungen (Kegeln). Hör- und Sichtzeichen dürfen bei den Stopps gemischt werden, so kann zum Beispiel beim ersten Stopp ein Hörzeichen und beim zweiten Stopp ein Sichtzeichen gegeben werden. Hör- und Sichtzeichen dürfen jedoch nicht gleichzeitig gegeben werden.
 Beim ersten Rückrufkommando darf der Name des Hundes hinzugefügt werden. Es darf aber nicht der Eindruck von zwei separaten Kommandos entstehen.

Beurteilung:
Es ist wichtig, dass der Hund freudig und willig die Kommandos zum Heranrufen befolgt. Der Hund sollte eine gute und gleichmäßige Geschwindigkeit zeigen, mindestens einen schnellen Trab. Langsames Hereinkommen ist fehlerhaft. Die Rasse sollte beim Richten in Bezug auf Geschwindigkeit berücksichtigt werden. Der Hund soll sofort beim Kommando mit dem Stopp beginnen. Bei der Beurteilung des Stopps soll die Geschwindigkeit des Hundes in Betracht gezogen werden. Eine Toleranzgrenze für einen Stopp soll schnellen Hunden zugesprochen werden, jedoch keinesfalls langsamen Hunden. Um für einen Stopp volle Punktzahl zu erhalten, darf der Hund nicht mehr als eine Körperlänge, nachdem das Hör- bzw. Sichtzeichen gegeben wurde, weiterlaufen. Um für einen Stopp grundsätzlich Punkte zu erhalten, dürfen drei Körperlängen nicht überschritten werden. Bei mehr als 3 Abrufhörzeichen, können nicht mehr als 6 Punkte vergeben werden. Benötigt man drei Hörzeichen zum Abrufen in irgend einer Position, ist die Übung nicht bestanden (0).

Falls ein Hund eine Position nicht einnimmt, (z.B. stoppt nicht innerhalb des Limits) können nicht mehr als 6 Punkte vergeben werden. Läuft ein Hund bei einer Position durch und hält gar nicht an, können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Falls der Hund bei beiden Positionen durchläuft, oder zeigt sie in verkehrter Reihenfolge, ist die Übung nicht bestanden (0). Falls der Hund einmal eine falsche Position einnimmt können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Falls der Hund vor dem ersten Abrufen sitzt oder steht, werden nicht mehr als 7 Punkte vergeben. Falls sich der Hund vor dem ersten Abrufen mehr als eine Körperlänge bewegt, ist die Übung nicht bestanden (0).


Koeffizient: 4
Höchstpunktzahl: 40


6. Übung: Voransenden mit Richtungsanweisung, »Platz« und abrufen


Hörzeichen: »Voran«, »Steh«, »Rechts/links« und/oder Sichtzeichen, (»Stopp«), »Platz«, »Fuß«.

Ausführung:
Der Hund wird zu einem ungefähr 10 m vom Ausgangspunkt entfernten Kegel gesendet (klein, bevorzugt wird eine Halbkugel) und dort mit einem Hörzeichen innerhalb eines markierten Kreises mit 2 Meter Radius zum Stehen gebracht.
 Nach zirka 3 Sekunden wird der Hundeführer angewiesen den Hund in ein Quadrat von 3 m x 3 m zu senden, welches sich zirka 25 Meter vom Ausgangspunkt entfernt befindet und zirka 3 -5 m von der Ringbegrenzung entfernt sein sollte. Die Ecken des Quadrats werden mit Kegeln markiert. Eine Sichtbare Linie (Bänder, Kreidemarkierungen) verbinden die Kegel an der Außenseite.

Wenn der Hund das Quadrat erreicht hat, gibt der Hundeführer das Kommando zum Hinlegen. Auf Anweisung geht der Hundeführer in Richtung seines Hundes. Zirka 2 m vor dem Hund bekommt der Hundeführer die Anweisung für eine Wendung. Nach zirka weiteren 10 Metern wird der Hundeführer angewiesen in Richtung des Startpunktes zu gehen. Nach zirka 10 Meter wird der Hundeführer angewiesen, während er weiter geht, seinen Hund bei Fuß zu rufen. Anschließend gibt der Steward die Anweisung zum Anhalten.

Der Hund sollte nicht nur auf direktem Weg zum Kegel und in das Quadrat laufen, sondern auch das Quadrat von vorne betreten. Der Winkel vom Startpunkt zum Kegel und von dort zur Quadratmitte sollte 90° betragen. Siehe Zeichnung in Kapitel VI.

Beurteilung:
Die Arbeitswilligkeit des Hundes, das Befolgen der Anweisungen, sein Tempo und die direkte Richtung müssen bei der Beurteilung in Betracht gezogen werden. Um 10 Punkte zu erreichen, darf der Hundeführer nicht mehr als 6 Kommandos für diese Übung benützen. Das sechste Kommando steht einem Stopp im Quadrat zur Verfügung. Der Hund muss die Hörzeichen ausführen (auch das Hörzeichen zum Stopp im Quadrat, falls dies verwendet wird). Als Option darf der Hund im Quadrat direkt ins »Platz« gerufen werden. In diesem Fall sind nur fünf Kommandos für diese Übung erlaubt.

Falls der Hund selbstständig agiert, wird dies bestraft. Das bedeutet zum Beispiel, dass das »Steh« Hörzeichen beim Kegel und das »Platz« Hörzeichen im Quadrat gegeben werden müssen. Wenn der Hundeführer seine Grundstellung während seiner Kommandos verändert, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Bei übertriebenen Aktionen des Hundeführers (Körpersprache) sollen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Der Hund muss mit allen vier Pfoten innerhalb des Kreises Stehen bevor der Hundeführer angewiesen wird ihn ins Quadrat zu senden. Einem Hund, der sich beim Kegel hinsetzt oder hinlegt, sollte nicht mehr als Punkte erhalten. Falls sich der Hund außerhalb des Kreises hinsetzt oder außerhalb des Kreises oder Quadrats hinlegt, ist die Übung nicht bestanden (0). Falls der Hund bereits liegt können keine Korrekturkommandos mehr gegeben werden. Um Punkte zu bekommen muss der Hund mit seinem ganzen Körper im Quadrat sein (die Rute wird nicht beachtet).

Falls sich der Hund aufsetzt oder aufsteht bevor der Hundeführer den 2. Winkel durchschritten hat, ist die Übung nicht bestanden (0). Nachdem der Hundeführer den 2. Winkel durchschritten hat und sich der Hund erhebt (zum Sitz oder Steh) bevor er jedoch abgerufen wurde, können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund sich im Quadrat bewegt ohne sich zu erheben können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Kommt er aber vor dem Abrufen über die Markierungslinie des Quadrats ist die Übung nicht bestanden (0). Falls der Hund sehr langsam arbeitet sollen nur 6 Punkte vergeben werden.

Ein zweites Abruf-, Stopp- oder Platzhörzeichen wird geahndet (- 2 Punkte pro Hör- oder Sichtzeichen). Die Übung ist nicht bestanden (0), falls eines dieser Hörzeichen ein drittes Mal gegeben wird. Die Abzüge für extra Richtungskommandos hängt von der Intensität ab, mit der sie gegeben werden und der Bereitschaft des Hundes diese zu befolgen. Es ist nicht erlaubt dem Hund Richtungen am Startpunkt oder ihm vor der Übung das Quadrat zu zeigen. Dies führt zum nicht bestehen der Übung (0).


Koeffizient: 4
Höchstpunktzahl: 40


7. Übung: Apportieren mit Richtungsanweisung


Hörzeichen: »Voran«, »Steh«, »Rechts/links« und/oder Sichtzeichen, »Bring«, »Aus«.

Ausführung:
Drei Bringhölzer werden in einer Reihe im Abstand von zirka. 5 m zueinander ausgelegt so dass jedes deutlich sichtbar ist. Der Startpunkt ist zirka 20 m vom mittleren Bringholz entfernt. Der Hund wird zu einem zirka.10 m vom Ausgangspunkt entfernten Kegel geschickt. Der Hund wird angewiesen bei einem Kegel innerhalb eines Kreises mit 2 m Radius stehen zu bleiben.

Nach zirka 3 Sekunden, wird der Hundeführer angewiesen seinen Hund zu dem rechten oder linken Bringholz zu senden, welches durch Losentscheid bestimmt wurde. Der Hund soll dieses bringen und korrekt übergeben.
 Nachdem durch Auslosung feststeht welches Bringholz zu apportieren ist, platziert der Steward drei Bringhölzer. Das geloste Bringholz (links od. rechts) wird immer zuerst ausgelegt, das in der Mitte liegende Bringholz wird niemals ausgelost. Während dieses Vorganges steht der Hundeführer mit seinem Hund in Grundstellung am Startpunkt in Blickrichtung mittlerem Bringholz, in einer Entfernung von zirka 20 m.

Drei Größen von Bringhölzern, passend für verschiedene Rassen, müssen vorhanden sein (max. zirka 450g). Die Größe der Bringhölzer soll in Relation zur Größe des Hundes stehen, aber dem Hundeführer steht es frei die Größe selbst zu wählen.

Beurteilung:
Augenmerk soll auf die Arbeitswilligkeit und Lenkbarkeit des Hundes gelegt werden, sowie auf die Geschwindigkeit des Hundes. Es soll der kürzeste Weg zum Bringholz genommen werden. Werden dem Hund beim Startpunkt Richtungen gezeigt, wird das wie das Berühren des Hundes bewertet und führt zum nicht bestehen der Übung (0). Um Punkte bei dieser Übung zu erhalten, muss der Hund innerhalb eines markierten Kreises von 2 m Radius um den Kegel stehen. Ein Hund, der beim Kegel sitzt oder liegt kann nicht mehr als 8 Punkte erhalten.

Knautschen oder Beißen am Bringholz reduziert die Bewertung auf 7 Punkte oder weniger (je nach Intensität). Bei extremem Knautschen sollen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Sehr extremes Knautschen oder Zerstören des Bringholzes führt zum nicht bestehen der Übung (0). Wenn ein Hund nachfasst um einen besseren Griff zu bekommen, sollten keine Abzüge erfolgen.

Wenn der Hund ein falsches Bringholz aufnimmt ist die Übung nicht bestanden (0).
 Fallenlassen des Bringholzes: Falls der Hund das Bringholz fallen lässt und es selbstständig wieder aufnimmt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.

Bei einem zusätzlichen »Bring« Hörzeichen können höchstens 5 Punkte vergeben werden.
 Wenn der Hund das Bringholz neben dem Hundeführer fallen lässt und dieser es selbst aufhebt, ohne seine Grundstellung zu verändern, können noch 5 Punkte vergeben werden.

Die Abzüge für zusätzliche Richtungskommandos hängen von deren Stärke und der Bereitschaft des Hundes ab diese auszuführen. Die Abzüge für andere zusätzliche Hör- und Sichtzeichen sind gleich lautend wie bei Übung 6 und in den allgemeinen Regeln nachzulesen.


Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


8. Übung: Sprung über die Hürde mit Metallapport


Hörzeichen: »Hopp«, »Bring« und »Aus«

Ausführung:
Der Hundeführer steht mit seinem, Hund zirka 3 m vor einer Hürde in Grundstellung. Der Hundeführer wirft auf Anweisung das Metallapportel über die Hürde. Auf Anweisung gibt der Hundeführer das Hörzeichen »Hopp«. Der Hund springt über die Hürde und bringt die Hantel über die Hürde zurück. Die Metallhanteln müssen in drei verschiedenen Größen (und Gewichte) in Relation zur Hundegröße zur Auswahl stehen. Das Gewicht der schwersten Hantel beträgt zirka 200g. Es ist jedoch dem Hundeführer unabhängig der Größe des Hundes überlassen, welche Metallhantel er wählt. Die Breite der Hürde beträgt zirka 1 m. Die Sprunghöhe richtet sich nach der Widerristhöhe des Hundes gerundet auf die nächsten 10 cm. Die Maximalhöhe beträgt 1 m.

Beurteilung:
Das »Bring« Hörzeichen muss vor dem Absprung des Hundes gegeben werden. Wenn der Hund auch nur leicht die Hürde berührt, können höchstens 8 Punkte vergeben werden.

Wenn der Hund sich auf der Hürde aufstützt oder keinen Hin- oder Rücksprung zeigt, wird die Übung mit (0) bewertet.
 Fallenlassen des Gegenstandes: Falls der Hund das Metallapportel fallen lässt und es selbstständig wieder aufnimmt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.

Bei einem zusätzlichen »Bring« Hörzeichen können höchstens 5 Punkte vergeben werden.
 Wenn der Hund das Metallapportel neben dem Hundeführer fallen lässt und dieser es selbst aufhebt, ohne seine Grundstellung zu verändern, können noch 5 Punkte vergeben werden.

Knautschen oder Beißen in die Hantel reduziert die Bewertung auf 7 Punkte oder weniger (je nach Intensität). Bei extremem Knautschen sollen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Sehr extremes Knautschen führt zum nicht bestehen der Übung (0). Wenn ein Hund nachfasst um einen besseren Griff zu bekommen, sollten keine Abzüge erfolgen.


Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


9. Übung: Identifizieren eines Gegenstandes und Apportieren


Hörzeichen: »Such/Bring«, »Aus«

Ausführung:
Kurz vor Beginn dieser Übung übergibt der Steward dem Hundeführer einen Gegenstand aus Holz zum Apportieren (10 cm x 2 cm x 2 cm), den der Hundeführer mit seiner Startnummer markiert. Der Hundeführer kann den Gegenstand zirka 5 Sekunden lang in seiner Hand halten. Der Hund darf den Gegenstand weder berühren noch daran riechen. Der Steward sagt dem Hundeführer dass er sich umdrehen soll, anschließend übergibt der Hundeführer den Gegenstand dem Steward. Der Hundeführer entscheidet, ob sein Hund beim Auslegen der Gegenstände zusieht oder nicht. Der Steward nimmt den Gegenstand des Hundeführers, ohne ihn mit den Händen zu berühren, in Empfang. Der Steward legt nun in einer Entfernung von zirka 10 m vom Hundeführer den Gegenstand mit weiteren 5 gleichartigen Gegenständen auf dem Boden aus. Der Steward berührt die 5 gleichartigen Gegenstände indem er sie mit der Hand auslegt. Die Gegenstände werden in einem Kreis oder in einer horizontalen Linie im Abstand von zirka 25cm ausgelegt.

Der Hundeführer wird nun aufgefordert sich umzudrehen um danach seinem Hund das Kommando zum apportieren des markierten Gegenstandes zu geben. Der Hund soll den Gegenstand des Hundeführers finden und bringen und laut allgemeinen Bestimmungen übergeben. Die Gegenstände müssen zwar für alle Starter in der gleichen Form ausgelegt werden, die Position des zu suchenden Gegenstandes kann jedoch verändert werden. Wenn die Gegenstände horizontal ausgelegt werden, darf der zu suchende Gegenstand nicht an äußerster Stelle liegen.

Wenn der Hund aktiv und zielstrebig arbeitet, wird ihm eine Zeitspanne von ungefähr einer halben Minute für diese Übung gestattet. Für jeden Starter müssen sechs neue Gegenstände verwendet werden.

Beurteilung:
Es muss auf die Arbeitswilligkeit (Freude und Tempo) geachtet werden.
Wenn der Hund am Gegenstand riecht oder diesen berührt, bevor er dem Steward übergeben wurde, ist die Übung nicht bestanden (0). Das gleiche gilt, wenn dem Hund Kommandos gegeben werden, wenn er bei den Gegenständen ist oder einen falschen Gegenstand aufnimmt.

Knautschen oder auf dem Gegenstand beißen ist fehlerhaft. In diesem Fall dürfen höchstens 7 Punkte gegeben werden. Bei starkem Knautschen können nicht mehr als 5 Punkte erreicht werden. Bei extrem starkem Knautschen oder zerbrechen des Gegenstandes ist die Übung nicht bestanden (0). Kein Abzug jedoch sollte erfolgen, wenn der Hund seinen Griff verbessert.

Fallenlassen des Gegenstandes: Falls der Hund den Gegenstand fallen lässt und ihn selbstständig wieder aufnimmt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.

Bei einem zusätzlichen »Bring« Hörzeichen können höchstens 5 Punkte vergeben werden.
 Wenn der Hund den Gegenstand neben dem Hundeführer fallen lässt und dieser ihn selbst aufhebt, ohne seine Grundstellung zu verändern, können noch 5 Punkte vergeben werden.


Koeffizient: 3
Höchstpunktzahl: 30


10. Übung: Kontrolle auf Distanz


Hörzeichen: »Platz«, »Bleib«, »Sitz«, »Steh«, »Platz« und/oder Sichtzeichen

Ausführung:
Der Hund wird auf einer vorgegeben Stelle abgelegt.
 Auf Anweisung verlässt der Hundeführer seinen Hund und geht zu einem ungefähr 15 m vom Hund entfernten, gekennzeichneten Platz. Der Hund soll seine Position sechsmal wechseln (Steh/Sitz/Platz) und hat auf seinem angewiesenen Platz zu bleiben. Die Reihenfolge der Positionswechsel kann variieren, muss aber für alle Teilnehmer die Selbe sein. Jede Position soll zweimal gezeigt werden und die letzte Position beim Stellungswechsel muss »Platz« sein.

Der Steward zeigt dem Hundeführer mit beschrifteten Tafeln die Reihenfolge der Positionswechsel an, die der Hund ausführen soll. Dabei sollte der Steward den Hund nicht sehen und zirka alle 3 Sekunden die Positionswechsel anzeigen. Der Hundeführer darf gleichzeitig Hör- und Sichtzeichen verwenden. Sie müssen dann aber kurz und miteinander gegeben werden. Vor oder hinter dem Hund wird eine imaginäre Linie gezogen, oder es werden zwei seitliche Markierungen verwendet.

Beurteilung:
Beurteilungskriterien sind die Strecke, die sich ein Hund bewegt, die Arbeitsgeschwindigkeit des Hundes bei den Positionswechsel, die Korrektheit der Positionen und wie diese gehalten werden. Um grundsätzlich Punkte für diese Übung zu bekommen, darf sich der Hund nicht mehr als seine Körperlänge vom Startpunkt entfernen (in jede Richtung). Vorwärts und Rückwertsbewegungen werden addiert. Wenn der Hund eine Position von den sechs geforderten Positionen auslässt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
 Wenn der Hund eine Position überspringt und die als nächste geforderte Position eingenommen hat, wird die Übung mit 0 bewertet. Um grundsätzlich Punkte für diese Übung zu erhalten, muss der Hund fünfmal seine Position verändern. Falls sich der Hund aufsetzt, bevor der Hundeführer zu ihm zurückgekehrt ist, werden nicht mehr als 8 Punkte vergeben. Übertriebene oder zu lang gegebene Hör- und Sichtzeichen führen zu Punktabzug.


Koeffizient: 4
Höchstpunktzahl: 40



VI. ERGÄNZENDE ZEICHNUNGEN


ÜBUNG 6 - Voransenden mit Richtungsanweisung, »Platz« und abrufen
Die angegebenen Maße sind zirka Maße.
Bild "OBEDIENCE:ZeichnungOB3_1.jpg"
Bild "OBEDIENCE:ZeichnungOB3_2.jpg"


ÜBUNG 8 - Sprung über die Hürde mit Metallapport
Vorschlag zum Bau einer Hürde.

Bild "OBEDIENCE:ZeichnungOB3_3.jpg"


VII. Organisation und Richterbestimmungen für FCI Europa- und Weltmeisterschaften

Die entsprechenden Regeln und Durchführungsbestimmungen der Internationalen Obedience Klasse müssen befolgt werden.

1. Jährlicher Sieger Wettbewerb.

Ein jährlicher FCI Europa- oder Weltsieger Wettbewerb wird in Obedience ausgerichtet. Der Wettbewerb sollte in Verbindung mit der FCI Europa- oder Weltsieger Hunde Ausstellung ausgerichtete werden. Wenn die Welthunde Ausstellung in Europa durchgeführt wird, gibt es keinen Europa Sieger Wettbewerb.
 Die FCI Obedience Kommission wird über Ausnahmen der oben erwähnten Grundsätze und Fragen entscheiden, die nicht in diesen Regeln für Europa- und Weltsiegerwettbewerbe behandelt wurden. So zum Beispiel wenn ein ausrichtender Verband nicht in der Lage ist den Wettbewerb ordnungsgemäß durchzuführen.

2. Richter

Richter bei FCI Europa- (EW) und Weltsieger (WW) Wettbewerben müssen Englisch verstehen und fließend sprechen können. Sie müssen viel Erfahrung im Obedience richten mitbringen. Vorzugsweise sollten diese den Status eines Internationalen Richters haben. Bei Euro- oder Weltsiegerwettbewerben müssen vom Steward alle Kommandos und Anweisungen in Englisch gegeben werden können.
 Das Richter Team bei EW und WW Wettbewerben besteht aus drei Richtern: Einer von Nord-, einer von Mittel- und einer von Südeuropa. Einer dieser Richter ist der Referee Richter (Hauptrichter).
Der Referee Richter sollte vorzugsweise vom Gastgeberland sein. Alle Richter bei EW oder WW Wettbewerben werden in Absprache mit der FCI Obedience Kommission eingeladen.
 Der Hauptrichter ist der Vorsitzende der Richter und leitet die Richterbesprechung und Meetings, die mit den Mannschaftsführern abgehalten werden. Der Hauptrichter ist zusammen mit dem Hauptsteward für die Organisation des Wettbewerbes verantwortlich.
 Der Hauptrichter überprüft die praktische Durchführung des Wettbewerbs und entscheidet, ob eine Übung wiederholt wird oder nicht, bei technischen Problemen, übermäßigen Störung oder ob ein Hund nicht mehr unter Kontrolle ist und die Übungen ausführen kann.
 Der Hauptrichter gibt der Presse die Erlaubnis zum Fotografieren oder Filmen und entscheidet, wo die Presse sich aufhalten darf ohne den Hundeführer zu stören. Die Presse darf auf keinen Fall in den Ring.
 Unvereinbarkeit durch mögliche Befangenheit Richtern ist es nicht gestattet Familienmitglieder, Hunde in eigenem Besitz, Familienmitglieder oder Verwandte wie: Kinder, Eltern, Großeltern, Enkeln, Brüder, Schwestern oder Verschwägerte zu richten. Ebenfalls zu diesem Personenkreis gehören Mitglieder oder Bewohner seines Haushalts.
 Wenn ein Richter einen Hund gezüchtet hat, oder ihn ausgebildet hat, oder der Hund in der Zeitspanne von einem Jahr vor dem Wettbewerb im Haushalt des Richters gelebt hat, darf Er oder Sie den Wettbewerb nicht richten.
 Beanstandungen, die die Befangenheit betreffen, müssen zwei Wochen nach Meldeschluss behandelt werden.

3. Steward und Personal

Bei FCI Obedience Europa- und Weltmeisterschaften sollten mindestens drei Steward zur Verfügung stehen: Ein Chef Steward, ein Ringhelfer und einer für andere anfallende Aufgaben. Falls zwei Stewards die Übungen kommandieren, muss derselbe Steward für alle Starter die gleichen Übungen ansagen. Es muss genügend Personal zur Verfügung stehen, wie Schreibkräfte, Auswertungspersonal usw.
 Richter, Stewards und Ring Personal sollten angemessen gekleidet sein, um dem Ansehen des Wettbewerbes gerecht zu werden.

4. Anzahl von Startern, Eignung zum starten und Teilnehmerzahl für ein Land

Das Mindestalter eines Hundeführers bei Europa- und Weltmeisterschaften beträgt 15 Jahre.
 Nur offizielle Vertreter eines Landes, die über den kynologischen Verband (FCI Verband) seines Landes gemeldet wurden, dürfen starten.
 Die maximale Teilnehmerzahl auf Europa- und Weltmeisterschaften beträgt 25 Hunde pro Tag. Diese Wettbewerbe werden an maximal drei Tagen mit höchstens 75 Teilnehmern durchgeführt.
 Eine Nationalmannschaft besteht aus maximal 6 Teilnehmern. Alle sechs Teilnehmer müssen vor dem Wettbewerb gemeldet sein. Zwei Reserve Hunde pro Team können ebenfalls benannt werden. Das Ergebnis der besten drei Teilnehmer einer Mannschaft zählt für die Mannschaftswertung. Ein Reservestarter darf einen Mannschaftsteilnehmer ersetzen, falls der Hund oder Hundeführer vor dem Beginn des Wettkampfes erkrankt ist.
 Wenn der Bewerb bereits begonnen hat, ist ein Ersatz nur möglich, wenn ein Tierarzt oder Arzt die Krankheit bestätigt. Wenn ein Hund bereits gestartet ist, ist ein Ersatz unter keinen Umständen mehr möglich.
 Falls genügend Startplätze in einem Wettbewerb frei bleiben, darf jede Nation (Kynologen Verband) einen oder zwei Hund zusätzlich melden. Um dies zu ermöglichen, muss der betreffende Kynologische Verband dem Veranstalter eine Rangliste übermitteln, in der die zusätzlichen Hunde aufgelistet wurden. Die zusätzlichen Teilnehmer werden innerhalb zwei Wochen nach dem Meldeschluss informiert ob sie starten dürfen.
 Notwendige Erfordernisse für Mitglieder von National Mannschaften bei FCI Veranstaltungen:

Hundeführer
Der Hundeführer muss durch Geburt oder Einbürgerung ein Staatsbürger des Landes sein, welches er repräsentiert. Hundeführer mit zwei Staatsbürgerschaften dürfen ohne Einschränkung wählen für welche Nation sie starten.
Bei Schwierigkeiten soll das Hauptkomitee der FCI zur Bereinigung kontaktiert werden.

Hunde
Der Hund muss in dem Land registriert sein für das er startet.
Die erste und einzige Registrierung muss in dem Zuchtbuch der Landesorganisation sein für welches der Hund startet. Alternativ dazu: Der Hund muss mindestens seit einem Jahr im Zuchtbuch der Landesorganisation registriert sein, für die er teilnimmt.

5. Informationen für besondere Vorschriften des veranstaltenden Landes

Das veranstaltende Land muss klar auf den Meldeformularen alle speziellen Vorschriften oder Einschränkungen zur Teilnahme vermerken. Die detaillierten Informationen müssen problemlos und vollständig aufgelistet sein.

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Diese Bestimmungen wurden vom Generalkomitee der FCI in Brüssel genehmigt.
Sie treten ab 01. Juli 2006 in Kraft.


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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.


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