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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.

Obedience - Prüfungsordnung


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B) Anweisungen für die Vorführung und Bewertung der Übungen in den Klassen 1 und 2

Beschreibung der Übungen und Leistungsklassen im Obedience –

FCI Klasse 1


Gültig ab 01. Januar 2012



Übung 1

2 Minuten Liegen – Hundeführer außer Sicht

Koeffizient 3
Kommandos: „Platz”, „Bleib”, „Sitz”

Ausführung:

Die Hundeführer nehmen ihre Plätze in einer Reihe mit ihren angeleinten Hunden ein und bringen ihre Hunde in die Grundstellung. Die Hunde sollen in der Grundstellung in einer Reihe im Abstand von ungefähr 3 Metern zueinander sitzen. Das Ablegen der Hunde aus der Grundstellung erfolgt nacheinander. Die Anweisung zur Ablage soll von links nach rechts erfolgen und das Aufsitzen von rechts nach links, so dass der erste Hund, der sich abgelegt hat, als letztes wieder in die Sitzposition geht. Der Steward gibt die Anweisung, wann das Kommando gegeben werden soll. Die Hundeführer gehen zusammen aus der Sicht der Hunde und bleiben 2 Minuten lang versteckt.
  Die Zeitspanne von 2 Minuten beginnt, sobald alle Hundeführer außer Sicht sind. Wenn die 2 Minuten vergangen sind, werden die Hundeführer dazu aufgefordert, sich innerhalb der Ringabgrenzung in einer Reihe aufzustellen und auf Anweisung des Stewards zusammen zu ihren Hunden zurückzugehen. Die Hundeführer werden dann nacheinander dazu aufgefordert, ihre Hunde in die Grundstellung zu kommandieren.
  Es sollten mindestens 3 Hunde in einer Gruppe sein aber nicht mehr, als 6. Die Hundeführer sollten daran erinnert werden, ihre Kommandos nicht zu laut zu geben. Dies könnte die anderen Hunde beeinflussen und wird stark bestraft.

Anweisungen:

Der Steward gibt die Anweisung “Hunde ableinen” und dann “Übung beginnt”, nachdem die Hunde abgeleint sind. Die Übung beginnt in diesem Moment für alle Teilnehmer in der Reihe. Der Steward gibt dann die Anweisung, dass der erste Hundeführer seinen Hund ablegt. Die Übung ist beendet, wenn alle Hundeführer zu ihren Hunden zurückgekehrt sind und alle Hunde die Grundstellung eingenommen haben und der Steward sagt „Übung beendet“.
  Ein Hund der sich nicht hinlegt (2 Kommandos), aufsteht oder sich aufsetzt oder mehr als seine Körperlänge kriecht, bevor die Zeit vorüber ist, besteht die Übung nicht (0 Punkte). Alle Bewegungen sollten zu deutlichem Punktabzug führen. Wenn der Hund 1 – 2 Mal bellt, sollten 1 – 2 Punkte abgezogen werden; falls der Hund überwiegend bellt, besteht er die Übung nicht (0 Punkte). Unruhe, wie Gewichtsverlagerungen von einer Seite auf die andere, sollte bestraft werden. Dem Hund ist es erlaubt, den Kopf zu drehen und umher zu schauen und ihm ist es gestattet, Interesse an Ablenkungen oder Geräuschen innerhalb oder außerhalb des Ringes zu zeigen. Dennoch darf sich dies nicht in Form von Unruhe oder Ängstlichkeit äußern. Wenn ein Hund aufsteht und sich einem anderen Hund nähert, so dass die Gefahr eines Kampfes besteht, muss die Übung abgebrochen und für alle Hunde wiederholt werden, außer dem, der die Störung verursacht hat.
  Wenn der Hund reagiert (sich hinlegt oder aufsitzt) vor dem Kommando des Hundeführers (z. B. auf das „Platz-“ oder „Sitz-“Kommando des  Nachbarn), dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund sich vor dem Kommando hingelegt hatte/aufgesessen war und er
die Position selbständig oder auf Kommando verändert (sich wieder aufsetzt/sich wieder hinlegt), dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  Nicht mehr als 7 Punkte dürfen vergeben werden, wenn der Hund auf der Seite (Flanke) liegt. Wenn der Hund aufsitzt oder aufsteht nachdem die 2 Minuten vorüber sind und der Hundeführer das Innere des Ringes betreten hat, können nicht mehr als 5 Punkte gegeben werden, aber wenn er sich dann noch einmal bewegt, ist die Übung nicht bestanden.


Übung 2

Freifolge

Koeffizient 3
Kommandos: „Fuß”

Ausführung:

Die Fußarbeit wird im Normalschritt in Verbindung mit Links- und Rechtswinkeln, Kehrtwendungen und Stopps überprüft. Die Fußarbeit wird auch im Laufschritt geprüft, aber nur in Verbindung mit Rechtswinkeln. Es muss weiterhin getestet werden, wie sich der Hund zeigt, wenn der Hundeführer zwei bis drei Schritte vor und zurück geht.
  Der abgeleinte Hund soll willig an der linken Seite seines Hundeführers gehen, seine Schulter auf Kniehöhe des Hundeführers, auf einer parallelen Linie. Der Hundeführer soll seine Arme während dieser Übung in einer natürlichen Weise bewegen.
  Der Hundeführer kann entscheiden, ob er die Kehrtwendungen nach links oder rechts zeigt. Die „deutsche Kehrtwendung“ ist gleichwertig gestattet, d. h., der Hund darf sich rechts herum um den Hundeführer drehen, muss dabei aber sehr dicht bleiben. Der Hundeführer sollte bei einer Kehrwendung (180°-Wendung) ungefähr auf der gleichen Linie zurückgehen, auf der er gekommen ist. Wendungen nach links oder rechts sollten rechte Winkel (90o) sein. Der Hundeführer sollte seinen Kopf bzw. seine Schultern nicht drehen und sollte keine Körpersprache benutzen.
  Das Hörzeichen „Fuß” darf bei jedem Angehen, Gangartwechsel und bei den Einzelschritten gegeben werden. Wenn der Hundeführer anhält
sollte der Hund umgehend ohne Kommando die Grundstellung einnehmen.
  Alle Hunde in einer Prüfung oder einem Wettkampf sollten die Fußarbeit nach dem gleichen Laufschema zeigen.

Anweisungen:

Wenn ein Hund seinen Hundeführer verlässt oder wenn der Hund während des größten Teils der Übung dem Hundeführer in einem größeren Abstand als einem halben Meter folgt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Wenn der Hund sich langsam bewegt, können nur 6 – 7 Punkte gegeben werden. Mangelnder Anschluss und Zusatzkommandos sind Fehler. Eine schlechte Fußposition (nicht parallel) führt zu einem Abzug von etwa 2 Punkten. Ein Hund, der so nahe am Hundeführer läuft, dass er diesen stört, sollte bestraft werden, je stärker der Hund sich anlehnt oder den Hundeführer bedrängt, desto mehr Punkte werden abgezogen.


Übung 3

Steh aus der Bewegung

Koeffizient 2
Kommandos: „Fuß”, „Steh“, „Sitz“

Ausführung:

Vom Startpunkt aus gehen Hundeführer und Hund im Normalschritt gerade aus. Nach ca. 10 Meter gibt der Hundeführer ohne anzuhalten, seinem Hund das Kommando zum Stehen und der Hund muss unverzüglich stehen bleiben.
  Der Hundeführer geht ca. 10 Meter weiter (die Stelle ist z. B. durch eine Markierung oder einen Pylon gekennzeichnet), dreht sich dort (selbständig) um und bleibt in Blickrichtung zu seinem Hund stehen. Auf die Erlaubnis des Stewards kehrt der Hundeführer nach drei Sekunden zu seinem Hund zurück und gibt dem Hund das Kommando zur Grundstellung. Alle Phasen dieser Übung werden auf Anweisung des Stewards ausgeführt.

Anweisungen:

Wenn der Hund eine falsche Position einnimmt, die richtige Position verändert bevor sich der Hundeführer umdreht, vor dem Kommando steht, ein Zusatzkommando benötigt oder wenn der Hundeführer stehen bleibt, bevor oder wenn er das Kommando gibt, können keine Punkte vergeben werden. Um Punkte zu bekommen, darf sich der Hund nicht mehr als eine Körperlänge nach dem Kommando bewegen.
  Wenn der Hund die richtige Position verändert, nachdem sich der Hundeführer zu ihm umgedreht hat, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hundeführer abbremst /die Geschwindigkeit ändert/schneller wird, bevor er das Kommando gibt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Handzeichen und Körperhilfen zum Steh-Kommando sind schwerwiegende Fehler und werden streng bestraft, abhängig von der Stärke und Dauer der Hilfe führt dies zu einem Abzug von 3 – 5 Punkten.
  Bei der Bewertung sollte auch der Fußarbeit Aufmerksamkeit geschenkt werden. Für eine schlechte Fußarbeit sollte der Abzug 1 – 2 Punkte betragen. Bewegungen während des Stehens und verzögertes Anhalten oder eine schräge Position sind Fehler. Es müssen 1 – 4 Punkte abgezogen werden.


Übung 4

Abrufen

Koeffizient 3
Kommandos: „Platz“, (1 x) „Hier“, “Fuß”

Ausführung:

Auf Anweisung des Stewards wird der Hund abgelegt und der Hundeführer entfernt sich (ebenfalls auf Anweisung des Stewards) 20 – 25 Meter in die vorgesehene Richtung. Nach Erlaubnis durch den Steward ruft der Hundeführer seinen Hund ab. Der Hundename darf mit dem Abrufkommando kombiniert werden, aber der Name und das Kommando müssen zusammenhängend gegeben werden und dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass es sich um zwei separate Kommandos handelt.

Anweisungen:

Es ist wichtig, dass der Hund bereitwillig auf das Abrufkommando reagiert. Der Hund sollte sich in einem guten Tempo bewegen und die Gangart beibehalten – zumindest einen schnellen Trab. Langsames Tempo ist fehlerhaft. Bei der Bewertung der Geschwindigkeit muss die Rasse berücksichtigt werden. Falls mehr als ein Abrufkommando gegeben wird, ist die Höchstpunktzahl 7.
  Ein drittes Abrufkommando führt zum Nichtbestehen der Übung. Falls sich der Hund mehr als eine Körperlänge bewegt, bevor er abgerufen wird, ist die Übung ebenfalls nicht bestanden. Wenn der Hund aufsteht oder sich aufsetzt oder sich weniger als eine Körperlänge bewegt, bevor er gerufen wird, dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.


Übung 5

Sitz aus der Bewegung

Koeffizient 2
Kommandos: „Fuß”, „Sitz“

Ausführung:

Der Hundeführer geht mit seinem Hund von der Startposition in einer geraden Linie in normaler Gangart los. Nach ungefähr 10 Metern gibt der Hundeführer das Kommando zum Sitzen ohne anzuhalten und der Hund muss sich unverzüglich setzen. Der Hundeführer geht ca. 10 Meter weiter bis zu einer vorgegebenen Stelle, die z. B. mit einer Markierung oder einem Pylon gekennzeichnet ist, dreht sich um (selbständig) und bleibt in Blickrichtung seines Hundes stehen. Nach ungefähr 3 Sekunden geht der Hundeführer zu seinem Hund zurück in die Grundstellung. Alle Phasen der Übung außer dem Umdrehen werden auf Anweisung des Stewards ausgeführt.

Anweisungen:

Wenn der Hund eine falsche Position einnimmt, eine korrekte Position verändert, bevor sich der Hundeführer umgedreht hat, sich vor dem Kommando hinsetzt oder ein Zusatzkommando benötigt oder falls der Hundeführer anhält bevor/während er das Kommando gibt, dürfen keine Punkte vergeben werden. Um Punkte zu bekommen, darf sich der Hund nicht mehr als eine Körperlänge weiterbewegen, nachdem er das Kommando bekommen hat.
  Wenn der Hund eine korrekte Position verändert, nachdem sich der Hundeführer umgedreht hat, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  Wenn der Hundeführer abbremst/die Gangart verändert/schneller wird, bevor er sein Kommando gibt, dürfen ebenfalls nicht mehr als 7 Punkte gegeben werden. Handzeichen und Körperhilfen zur Unterstützung des Sitz-Kommandos sind schwerwiegende Fehler und müssen streng bestraft werden, entsprechend ihrer Stärke und Zeitspanne mit einem Abzug von 3 – 5 Punkten.
  Bei der Bewertung sollte auch der Fußarbeit Aufmerksamkeit geschenkt werden. Für eine mangelhafte Fußarbeit sollten 1 – 2 Punkte abgezogen
werden. Bewegungen während des Sitzens, langsames Hinsetzen oder eine schräge Sitzposition sind Fehler. Der Abzug sollte 1 – 4 Punkte betragen.


Übung 6

Voraussenden in ein Quadrat (Entfernung 15 Meter)

Koeffizient 4
Kommandos: „Voraus”, („Steh“), „Platz“, „Sitz“

Ausführung:

Der Hund wird in ein ungefähr 15 Metern (gemessen bis zum Mittelpunkt des Quadrats) vom Startpunkt entferntes, 3 x 3 Meter großes Quadrat geschickt. Wenn der Hund das Quadrat erreicht hat, gibt der Hundeführer ihm den Befehl zum Hinlegen. Das Quadrat sollte nicht näher als 3 – 5 Meter zur Ringbegrenzung platziert sein. Pylonen markieren die Ecken des Quadrats. Sichtbare Linien (z. B. Band, Kreidemarkierungen) müssen die Außenlinien der Pylonen verbinden.
  Auf Anweisung geht der Hundeführer neben seinen Hund und bringt ihn (auf Anweisung des Stewards) in die Grundstellung. Ein „Steh“-Kommando darf vor dem „Platz“-Kommando gegeben werden.

Anweisungen:

Es muss Wert gelegt werden auf die Bereitschaft des Hundes, dem Kommando Folge zu leisten, die Geschwindigkeit des Hundes und darauf, dass der Hund den direkten Weg wählt. Um 10 Punkte zu bekommen, darf der Hundeführer nicht mehr als 4 Kommandos für die Übung verwenden, der vierte Befehl ist das fakultative „Steh“-Kommando im Quadrat. Der Hund muss die Befehle befolgen (z. B. wenn ein „Steh“-Kommando im Quadrat gegeben wird). Alternativ kann nur das Kommando zum Hinlegen gegeben werden, wenn der Hund im Quadrat ist und demnach dürfen nur 3 Kommandos verwendet werden. Wenn sich der Hund sehr langsam bewegt, können nicht mehr als 7 Punkte gegeben werden.
  Wenn der Hund selbständig arbeitet, werden Punkte abgezogen. Wenn der Hundeführer die Grundstellung verändert (Schritte in irgendeine Richtung macht), während er die Kommandos gibt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Falls übermäßige Bewegungen gemacht werden (Körpersprache), dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
  Um Punkte zu bekommen, muss der gesamte Körper des Hundes, außer der Rute, innerhalb des Vierecks sein. Wenn der Hund außerhalb des Quadrates sitzt oder liegt, kann er nicht nochmals dirigiert werden.
  Die Übung ist nicht bestanden, wenn sich der Hund aus dem Quadrat bewegt, bevor die Übung beendet ist. Wenn der Hund in dem Viereck herumkrabbelt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund seine Position verändert, bevor der Hundeführer bei ihm ist, können nicht mehr als 6 Punkte gegeben werden.
  Die Übung ist nicht bestanden, wenn das Steh- oder das Platzkommando ein drittes Mal gegeben werden muss. Der Punktabzug für zusätzliche Richtungsanweisungen hängt von der Intensität und der Bereitschaft des Hundes ab, diese Kommandos zu befolgen.
  Nicht mehr als 8 Punkte können gegeben werden, wenn sich der Hund aufsetzt oder aufsteht, bevor der Hundeführer ihn dazu auffordert, die Grundstellung einzunehmen.
  Es ist nicht erlaubt, dem Hund die Richtung am Startpunkt anzuzeigen oder dem Hund das Quadrat vor der Übung zu zeigen. Dies führt zu einem Nichtbestehen der Übung.


Übung 7

Apportieren

Koeffizient 3
Kommandos: „Bring” und „Aus“, („Fuß“)

Ausführung:

Der Steward kündigt den Beginn der Übung an und überreicht dem Hundeführer ein hölzernes Apportel. Der Hundeführer wirft das Apportel auf Anweisung des Stewards mindestens 10 Meter weit aus. Nach Aufforderung gibt der Hundeführer seinem Hund das Kommando zum apportieren des Apportel.
  Es müssen Apportel in drei Größen zur Verfügung stehen. Die Größe des Apportel sollte im Verhältnis zur Größe des Hundes stehen, aber der  Hundeführer darf die Größe frei wählen. Der Organisator muss Apportel in drei verschiedenen Größen verfügbar haben, von denen das größte maximal 450 g wiegen darf.

Anweisungen:

Der Schwerpunkt liegt in der Bereitschaft des Hundes, die Befehle zu befolgen, der Geschwindigkeit des Hundes und darin, dass der Hund den direkten Weg zum Apportel und wieder zurück wählt.

Fallenlassen des Apportel:
Wenn der Hund das Apportel fallen lässt aber es selbständig wieder aufnimmt, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Falls ein zusätzliches „Bring“-Kommando gegeben werden muss damit der Hund das fallen gelassene Apportel wieder aufnimmt, beträgt die Höchstpunktzahl 6 Punkte. Wenn der Hund den Gegenstand beim Hundeführer fallen lässt und der Hundeführer ihn aufhebt ohne die Grundstellung zu verlassen, dürfen 5 Punkte gegeben werden, vorausgesetzt der Hund nimmt die Endgrundstellung korrekt ein. Wird der Gegenstand aufgrund einer Unachtsamkeit des Hundeführers nach dem Kommando zur Abgabe fallen gelassen, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.

Auf dem Apportel Kauen oder Herumbeißen
Das Kauen oder Herumbeißen auf dem Apportel wird mit Punktabzug bestraft. Bei sehr starkem Kauen dürfen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Übermäßiges Kauen oder das Zerstören des Apportel führen zu einem Nichtbestehen der Übung (0 Punkte). Kein Abzug darf jedoch erfolgen, wenn der Hund einmal nachfasst um das Apportel besser greifen zu können.


Übung 8

Distanzkontrolle: Sitz/Platz, 4 Wechsel

Koeffizient 3
Kommandos: „Platz”, „Bleib“, je 2 x „Sitz“, „Platz“ und/oder Handzeichen, „Sitz“

Ausführung:

Der Hundeführer gibt (auf Anweisung des Stewards) dem Hund das Kommando sich am Startpunkt hinzulegen. Der Hundeführer verlässt den Hund und geht zu einem vorgegebenen Punkt in einer Entfernung von ungefähr 5 m zum Hund. Der Hund muss seine Position 4 Mal verändern (Sitz/Platz) und dabei an seinem ursprünglichen Platz bleiben.
  Die Reihenfolge der Positionen ist Sitz – Platz (2 Mal), weshalb das letzte Kommando für den Positionswechsel „Platz“ ist. Der Steward zeigt dem Hundeführer an, in welcher Reihenfolge der Hund die Positionen verändern soll, indem er beschriftete Tafeln oder Zeichnungen oder ein elektrisches Anzeigegerät verwendet. Der Steward darf den Hund nicht sehen, wenn er die Anweisungen anzeigt und sollte einen Abstand von ca. 3 – 5 m zum Hund einhalten. Der Steward ändert die Anzeigen ungefähr alle 3 Sekunden. Der Hundeführer darf sowohl Hörzeichen als auch Handsignale verwenden, doch diese dürfen nur kurz sein und müssen gleichzeitig gegeben werden. Nach dem letzten Kommando für das Hinlegen kehrt der Hundeführer auf Anweisung zu seinem Hund zurück und bringt ihn in die Grundstellung. Eine Begrenzung wird hinter dem Hund in Form einer imaginären Linie zwischen zwei Markierungen gezogen.

Anweisungen:

Beurteilungskriterien sind, wie viel sich der Hund bewegt, die Arbeitsgeschwindigkeit, in der die Positionswechsel ausgeführt werden, die Korrektheit der Positionen und wie gut diese gehalten werden. Um Punkte zu bekommen, darf der Hund sich insgesamt nicht mehr als eine Körperlänge vom Startpunkt aus wegbewegen (egal in welche Richtung).
  Alle Bewegungen werden zusammengezählt. Wenn der Hund eine der vier Positionen nicht einnimmt, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden und wenn er zwei Positionen auslässt, ist die Übung nicht bestanden. Wenn der Hund sich aufsetzt, bevor der Hundeführer zu ihm zurückgekehrt ist, dürfen nicht mehr als 8 Punkte geben werden.
  Übermäßiger Stimmgebrauch und übertriebene oder anhaltende/lang dauernde Handzeichen werden bestraft. Ein drittes Kommando für eine Position kann gegeben werden, diese Position gilt aber als nicht eingenommen. Das erste Doppelkommando für eine Position führt zu 2 Punkten Abzug. Für weitere Doppelkommandos wird jeweils 1 Punkt abgezogen.


Übung 9

Sprung über eine Hürde

Koeffizient 3
Kommandos: „Bleib”, „Hier“ oder „Hopp“, („Fuß“)

Ausführung:

Der Hundeführer verlässt (auf Anweisung des Stewards) seinen im Abstand von 2 – 4 m vor einer Hürde sitzenden Hund, geht um die Hürde auf die andere Seite (Abstand zur Hürde ca. 2 – 4 m) und ruft seinen Hund auf Anweisung des Stewards über die Hürde ab. Der Hund soll springen und die Grundstellung einnehmen. Die Höhe der Hürde sollte in etwa der Schulterhöhe des Hundes entsprechen. Die maximale Höhe ist allerdings 50 cm.

Anweisungen:

Die Übung beginnt wenn der Hundeführer seinen Hund verlässt und endet wenn der Hund die Grundstellung eingenommen hat und der Steward „Übung beendet” sagt. Der Schwerpunkt liegt auf der Bereitschaft des Hundes, die Befehle zu befolgen, der Arbeitsgeschwindigkeit und darauf, dass der Hund den kürzesten Weg zum Hundeführer wählt. Wenn der Hund die Hürde beim Sprung berührt – wenn auch nur leicht – beträgt die Maximalpunktzahl 8 Punkte. Wenn sich der Hund auf der Hürde aufstützt, die Hürde umwirft oder wenn der Hund nicht springt, ist die Übung nicht bestanden.


Übung 10

Gesamteindruck

Koeffizient 2

Anweisungen:

Bei der Bewertung des Gesamteindrucks sind die Bereitschaft des Hundes zu arbeiten und den Kommandos Folge zu leisten ausschlaggebend. Die Genauigkeit und Präzision sind wichtig, ebenso der natürliche Bewegungsablauf von Hundeführer und Hund. Um eine hohe Bewertung zu bekommen müssen Hundeführer und Hund gut als Team zusammenarbeiten, müssen beidseitige Freude an der gemeinsamen Arbeit und einen guten Sportsgeist zeigen. Die Aktivitäten während und zwischen den Übungen fließen in die Bewertung des Gesamteindrucks ein.
  Wenn der Hund den Ring verlässt oder sich im Ring löst, können keine Punkte für den Gesamteindruck vergeben werden. Wenn der Hund außer Kontrolle gerät und den Hundeführer während oder zwischen den Übungen verlässt (auch nur ein Mal), aber im Ring bleibt, dürfen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden.

Fortsetzung auf SEITE 3 - FCI Klasse 2 --> B) Anweisungen für die Vorführung und Bewertung der Übungen in den Klassen 1 und 2


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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.

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  :achtung: Der VDH hat die Ausführungen der Einzelübungen als PDF veröffentlicht.  :achtung:
"Internationale Prüfungsordnung Obedience FCI Klasse 1/2 gültig ab 01/2012"
Neben den einzelnen Übungen, sowie den Bewertungskriterien sind auch allgemeine Informationen enthalten. 47 Seiten.





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