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WICHTIG!!!
:achtung: Die Prüfungsordnung, Ausgabe 2007, ist nur noch teilweise gültig.  :achtung:
Die OB-Klassen 1 und 2 wurden bereits durch die neue internationale PO 2012 ersetzt.
Ab 01.01.2013 wird es auch eine neue Klasse Beginner geben.

Obedience - Prüfungsordnung


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Beschreibung der Übungen und Leistungsklassen im Obedience –

Deutsches Reglement, National


Ausgabe 2007



A. Allgemeine Bestimmungen im Obedience


1. Einführung

In einem Obedience-Wettbewerb (OB) wird das kooperative und kontrollierte Verhalten des Hundes überprüft. Besonders zu beachten sind der gute Kontakt zwischen Hund und Hundeführer sowie das bereitwillige Gehorchen des Hundes, auch wenn er sich in einem Abstand vom Hundeführer befindet.

2. Veranstaltungsbestimmungen

Obedience-Prüfungen und -Wettkämpfe können das gesamte Jahr über durchgeführt werden. Das Sportjahr endet mit der VDH Deutschen Obedience-Meisterschaft und beginnt mit dem Tag nach dieser Veranstaltung.

3. Prüfungen und Wettkämpfe

Obedience-Prüfungen werden in den Stufen Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 durchgeführt. Die Durchführungen in den Klassen Beginner-Klasse, Klasse 1 und 2 werden durch die VDH-Obedience-Prüfungsordnung (VDH-OB PO) geregelt. Die Klasse 3 wird durch das FCI-Reglement vorgegeben und entspricht der FCI Internationale-Obedience-Klasse.

Offene-Obedience-Wettbewerbe sind Wettbewerbe, an denen jeder, ohne Rücksicht auf die Größe, Rasse oder Abstammung des Hundes, der Mitglied eines durch den VDH anerkannten Verbandes/Mitgliedsvereins ist und die Teilnahmevoraussetzungen im Sinne der VDH-OB PO erfüllt, teilnehmen kann. Diese werden von den VDH-MV, unter Einhaltung der VDH OB PO, eigenverantwortlich organisiert und durchgeführt.

Qualifikations-Obedience-Wettbewerbe sind Wettbewerbe in denen ausschließlich Teams mit Hunden der OB- Klasse 3 ohne Rücksicht auf die Größe oder Rasse, welche die VDH-Teilnahmebedingungen erfüllen, starten können. Diese Wettbewerbe dienen der Selektion für die Teilnahme an FCI Obedience-Europa- und Weltmeisterschaften. Diese werden vom VDH ausgeschrieben und vergeben.

Die VDH Deutsche Obedience-Meisterschaft wird einmal jährlich durch den VDH vergeben und kann von ihm selbst oder einem VDH-MV durchgeführt werden. Diese ist für alle Hunde offen, ohne Rücksicht auf die Größe, Rasse oder Abstammung des Hundes.
Die Qualifikationsbedingungen regelt der VDH-Ausschuss-Obedience und veröffentlicht diese.

4. Zulassungsbestimmungen

Teilnahmeberechtigt an Obedience-Prüfungen und Wettkämpfen sind alle Hunde ohne Rücksicht auf ihre Größe und Abstammung. Zum 1. Start einer Obedience Prüfung ist der Nachweis einer erfolgreich abgelegten VDH-Begleithundprüfung mit Verhaltenstest BH/VT, die innerhalb eines AZG-Verbandes abgelegt sein muss, erforderlich. Der Eigentümer des Hundes und der Hundeführer müssen eine gültige Mitgliedschaft in einem VDH MV bzw. eines FCI MV nachweisen und für den Hund einen gültigen Leistungsnachweis/Lizenz vorlegen können. Der Impfpass des Hundes, der Leistungsnachweis/Lizenz und der Nachweis einer bestehenden Haftpflichtversicherung sind bei jeder Prüfung vorzulegen. Alle Hunde müssen eindeutig identifizierbar sein. Entweder durch Tätowierung oder durch Chip.

Für Ausländische Starter gelten folgende Regelungen:
  • Hunde, die ständig im ausländischen Eigentum stehen, auch im Ausland leben und in Deutschland eine Prüfung ablegen, brauchen bei Vorlage des ausländischen Leistungsnachweises keine VDH-Begleithundprüfung nachzuweisen;
  • Nachweis der Mitgliedschaft des Eigentümers und Hundeführers zu einem der FCI angeschlossenen Verband;
  • Nachweis der Startberechtigung in der gemeldeten Klasse
  • Dass der Hund identifizierbar ist (Tätowierung oder Chip); Hunde, die von ansteckenden Krankheiten, Hakenwürmern, Räude oder von Ungeziefer befallen sind oder die sich aggressiv zeigen, können an Obedience-Wettbewerben nicht teilnehmen.

Läufige Hündinnen werden zur Teilnahme am Ende des Wettbewerbs zugelassen, müssen jedoch vom Wettbewerbsgelände entfernt gehalten werden, bis die übrigen Teams fertig sind.

Zulassungsalter der Hunde am Tage der Prüfung
Beginner-Klasse 15 Monate
Klasse 1 15 Monate
Klasse 2 16 Monate
Klasse 3 17 Monate

Zuordnung zu den Klassen Beginner-Klasse, Klasse 1-3:
Nach dem Erreichen von 256 Punkten (»Vorzüglich«) kann man in die nächst höhere Klasse aufsteigen. Es darf so lange in derselben Klasse gestartet werden, bis die Qualifikation in die nächst höhere Klasse erreicht und in dieser gestartet wurde. Ein Zurückstufen des Hundes ist nicht gestattet.

5. VDH Obedience-Leistungsrichter (OB-LR)

Seine Tätigkeit regelt die VDH Leistungsrichter Ordnung. Die Leistungsrichter sind verpflichtet, ihr Urteil nach bestem Wissen und Gewissen und ohne Ansehen der Person aufgrund ihrer eigenen Wahrnehmung zu fällen. Jegliche Kritik während der Veranstaltung kann die Disqualifikation von der Veranstaltung, die Verweisung von der Wettkampfstätte und ggf. neben dem Verlust der Ehrenpreise den Ausschluss aus dem VDH MV zur Folge haben.

Der Obedience-Leistungsrichter darf Hunde nicht richten, die in seinem Eigentum oder Besitz stehen oder deren Halter er ist; Hunde deren Eigentümer, Besitzer oder Halter mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben; Hunde die von Personen vorgeführt werden, die mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben.
  Veranstaltungen bei denen die Obedience-Leistungsrichter durch die prüfungsberechtigten VDH-MV oder den VDH selber zugeteilt werden, sind von dieser Bestimmung ausgenommen. Für die Wettkämpfe werden die Obedience- Leistungsrichter entweder durch die VDH-MV berufen oder durch die Veranstalter eingeladen. Dies wird durch die VDH MV eigenständig geregelt.
  Obedience-Leistungsrichterlisten sind beim VDH und in den Obedience betreibenden Verbänden erhältlich. Ebenso werden die Obedience-Leistungsrichterlisten periodisch im UR und den offiziellen Publikationsorganen der VDH MV veröffentlicht.

Die Anzahl der eingeladenen/berufenen OB-LR ist den Veranstaltern überlassen, jedoch dürfen von einem Obedience-LR maximal 30 Einheiten pro Tag gerichtet werden.

Die Einheiten werden nach Leistungsklassen wie folgt festgelegt:
Beginner-Klasse/Klasse 1  = 1,0 Einheit
Klasse 2/Klasse 3        = 1,5 Einheiten

Für Meisterschaften wird - unabhängig von den Einheiten - die maximale Teilnehmerzahl auf 25 Teams/Tag begrenzt.
Für die VDH Deutsche Obedience-Meisterschaft sowie für die VDH Europameisterschafts- und Weltmeisterschafts-Qualifikationswettkämpfe werden die OB-Leistungsrichter durch den VDH berufen.

6. Prüfungsleitung

Die Organisation einer Obedience-Prüfung führt ein sachkundiger Prüfungsleiter durch. Er setzt mindestens die gleiche Anzahl Ringstewards wie amtierende OB-Leistungsrichter ein. Der Prüfungsleiter steht dem Obedience-Leistungsrichter während des gesamten Wettbewerbes zur Verfügung. Der Prüfungsablauf erfolgt in Absprache mit dem Obedience-LR, welcher auch die endgültige Entscheidungskompetenz hat. Jeder Prüfungsteilnehmer übergibt bei Veranstaltungsbeginn seinen Obedience-Leistungsnachweis dem Prüfungsleiter oder einem entsprechenden Helfer. Der Prüfungsleiter ist für das vollständige und korrekte Eintragen der Prüfungsergebnisse in die Bewertungslisten und Leistungsnachweise verantwortlich. Für jede Wettkampfklasse sind dem Obedience-LR vom Prüfungsleiter die Richterblätter (Originale) zu übergeben, in denen dann alle erforderlichen Angaben eingetragen sein müssen. Die Richterblätter verbleiben beim Obedience-Leistungsrichter.

Die Fristen zur Erteilung des Terminschutzes für die Obedience-Prüfungen legen die einzelnen VDH MV eigenverantwortlich fest. Jedoch sollte für ausreichend Vorlauf, besonders im Hinblick auf die OB- LR Situation, gesorgt werden. Der Ausrichter benennt den Prüfungsleiter.
Der Prüfungsleiter hat für ein geeignetes und der Prüfungsordnung entsprechendes Gelände oder Halle zu sorgen, sowie die erforderliche Anzahl von Helfern bereitzustellen. Er ist für die zur Prüfung benötigten Geräte verantwortlich. Alle Geräte müssen vor Prüfungsbeginn durch den Obedience- Leistungsrichter abgenommen werden.



B. Prüfungen, Wettkämpfe und Leistungsklassen im Obedience


1. Allgemeines zur Prüfungs-/ Wettkampfordnung

Die Wettkampfordnung muss beim Veranstalter verfügbar sein.
1.1 Verhalten der Teilnehmer
1.1.1 Jedes Team muss rechtzeitig im Ring anwesend sein.
1.1.2 Jeder Hundeführer muss rechtzeitig und deutlich sichtbar seine Startnummer tragen.
1.1.3 Der Hund muss stets an der linken Seite des Hundeführers arbeiten. Körperlich behinderte Hundeführer (HF), die ihren Hund wegen Behinderung nicht links führen können, dürfen ihren Hund rechts bei Fuß führen. In diesem Falle gelten die in der vorliegenden Prüfungsordnung aufgeführten Bestimmungen über das Führen des Hundes am linken Fuß analog für die rechte Seite.
1.1.4 Jeder Hundeführer muss sich an die Anweisungen des Obedience-Leistungsrichters halten.
1.1.5 Einlaufen oder Training für die Prüfung oder den Wettkampf ist auf dem Wettkampfgelände nicht erlaubt.
1.1.6 Während der Übungen darf der Hundeführer keine Hilfe von außerhalb erhalten.
1.1.7 Während der Übungen darf der Hundeführer kein Futter, Leckerbissen oder Spielzeug bei sich tragen.
1.1.8 Der Hundeführer darf den Hund nicht liebkosen oder auf eine andere Weise ermutigen oder belohnen bevor die Übung beendet ist.
1.1.9 Der Gebrauch von Gewalt, Korallen-/Stachelbändern und/oder anderen Zwangsmitteln ist nicht erlaubt.
1.1.10 Hunde, die nicht im Ring arbeiten, müssen außerhalb des Ringes gehalten werden.
1.1.11 Der OB-LR muss einen Hund, der beißt oder probiert zu beißen, von der weiteren Teilnahme ausschließen. Ein betreffender Eintrag erfolgt im Leistungsnachweis.
1.1.12 Die Hundeführer sind gehalten, ein sportlich faires Betragen innerhalb und außerhalb des Wettkampfterrains zu praktizieren.
1.1.13 Mit der Abgabe der Anmeldung besteht die Verpflichtung das Startgeld zu bezahlen.
1.1.14 Der Eigentümer des Hundes haftet für alle Personen und Sachschäden. die durch seinen Hund verursacht werden.

1.2 Verhalten des Hundes / Disqualifikation

Ein Hund der zu irgendeiner Zeit Menschen oder andere Hunde beißt, versucht zu beißen, attackiert oder versucht zu attackieren, wird vom Wettkampf disqualifiziert. Dies gilt auch nach Beendigung der Vorführung. Alle Punkte gehen verloren auch wenn die Übungen bereits beendet sind. An einer 2-Tages-Veranstaltung gilt die Disqualifikation ebenfalls für den zweiten Tag und der Hund darf nicht an dem Wettkampf teilnehmen.

Der Zwischenfall wird in dem Leistungsbuch des Hundes vermerkt. Es ist ein Bericht zu fertigen und an die entsprechende Stelle des jeweiligen MV zur weiteren Bearbeitung zu senden.

Falls der Hund den Wettkampfring verlässt und dadurch nicht mehr in der Hand des Hundeführers steht, wird er disqualifiziert.

Falls sich ein Hund während oder zwischen den Übungen löst, wird er disqualifiziert.

1.3 Allgemeines

1.3.1 Wenn keine Gelegenheit besteht, bei sehr schlechten Witterungsverhältnissen auf einen überdachten Raum mit genügender Abmessung auszuweichen, kann der Organisator oder der Obedience- LR während der Prüfung beschließen, die Prüfung abzusagen.
1.3.2Bei einer Prüfung und einem Wettkampf werden die Übungen durch jedes Team hintereinander abgearbeitet, soweit es möglich ist in Verbindung mit gemeinschaftlichen Übungen.
1.3.3Der Organisator einer Obedience-Prüfung muss über ein ausreichendes Gelände (Im Freien mindestens 25 x 40 Meter, in der Halle 20 x 30 Meter) verfügen. Es muss zudem eine Gelegenheit vorhanden sein die Hundeführer außerhalb des Gesichtsfeldes der teilnehmenden Hunde zu bringen. Dabei sollte der Abstand zu den Hunden mindestens 25 Meter betragen.
1.3.4Wenn die Anzahl der Teilnehmer dazu Anlass gibt, kann der OB-LR beschließen, die Gruppe der Teilnehmer zu Splitten. Eine Gruppe besteht aus mindestens drei und maximal aus sieben Teams.
1.3.5Bei der VDH Deutschen Obedience- Meisterschaft werden für die Beurteilungen jedes Teams zwei Richter eingesetzt. Die Punkte addiert und der Mittelwert ergibt die erreichte Punktzahl für jede Übung.
1.3.6Der OB-LR kann eine Prüfung unterbrechen, wenn ein Hund diese durch Bellen oder andere Störungen von außen nicht ausführen kann.
1.3.7Wenn die Prüfungsordnung nichts anderes angibt beginnt und endet die Übung in der Grundstellung. In der Grundstellung sitzt der Hund ruhig an der linken Seite des Hundeführers und die Schulter des Hundes befindet sich auf Kniehöhe des Hundeführers.
1.3.8Die verlangte Leistung ist vom Hund auf einmaliges Hör- bzw. Sichtzeichen des Hundeführers exakt auszuführen. Die bei den einzelnen Übungen angegebenen Hör- bzw. Sichtzeichen sind unverbindlich. Andere Hörzeichen dürfen verwendet werden wenn sie ebenfalls nur aus einem Wort bestehen. Der Name des Hundes darf in der Beginner-Klasse, Klasse 1 und 2 unmittelbar vor die Hörzeichen gesetzt werden.
1.3.9Das geben eines Kommandos beim Tempowechsel ist bei Prüfungen erlaubt.
1.3.10Grundsätzlich ist es dem Hundeführer beim verlassen des Hundes gestattet ein »Bleib-Hörzeichen« zu geben.
1.3.11Alle Übungen werden dem Teilnehmer vom Ringsteward angesagt.
1.3.12Das Laufschema muss der entsprechenden Obedience-Leistungsstufe entsprechen. Grundsätzlich obliegt es dem amtierenden Ringsteward, das Laufschema zu gestalten. Der OB-LR darf das Laufschema nur dann abändern, wenn es den Anforderungen der Leistungsklasse nicht entspricht. Eine Abänderung des Laufschemas ist jedoch nur vor dem Prüfungsbeginn möglich.
1.3.13In allen Leistungsklassen enden die Übungen in der Grundstellung. Das Hereinkommen mit korrektem Vorsitz ist nicht fehlerhaft. Ein Vorsitzen braucht jedoch nicht zwingend gezeigt werden .Der OB-LR braucht nicht über die Art und Weise informiert werden, wie der Abschluss ausgeführt wird.
1.3.14Für die Übung »Bringen« in der Klasse 1 und 2 gelten folgende Regelungen:

Holz- oder Kunststoffapportel: Gewicht: ca. 100 - max. ca. 450 g
Metallapportel: Gewicht: ca. 100 - max. ca. 200 g

Zwergrassen sind von dieser Regelung ausgenommen. Das Apportiergewicht wird mit Absprache des Obedience-LR festgelegt.
1.3.15Die Obedience-Hürde muss vollflächig und alle 10 cm verstellbar sein und eine Breite von 1 Meter aufweisen.
Die Maximalhöhe der Hürde beträgt 1,00 Meter. Die Sprunghöhe des Hundes richtet sich nach seiner Größe (Widerrist), kaufmännisch gerundet auf die nächsten 10 cm.

Beispiel:
Widerristhöhe von 54,9 cm = 50 cm Sprunghöhe
Widerristhöhe von 55,0 cm = 60 cm Sprunghöhe
1.3.16Der Abstand vom Hundeführer zum Quadrat, bzw. vom Kegel (OB 3) zum Quadrat wird immer von der Mitte des Quadrates aus gemessen.
1.3.17Dem HF bleibt es freigestellt in den Klassen Obedience 1 und Obedience 2, eine niedrigere Sprunghöhe zu wählen. Dafür werden für die Bewertung der Übung 3 Punkte abgezogen.
1.3.18Die in der Wettkampfordnung beschriebenen Geräte sind verbindlich.
1.3.19In der Beginner-Klasse bleibt es dem HF überlassen den Hd zwischen den Übungen anzuleinen. Ab der Klasse Obedience 1 ist der Hd zwischen den Einzelübungen in der Freifolge zu führen.
1.3.20Bei Punktgleichheit in der Obedience-Klasse 3 werden für die Platzierung die Regeln des FCI-Regelwerks angewendet. In den Leistungsklassen Beginner Klasse bis Obedience Klasse 2 wird bei Punktgleichheit der selbe Platz vergeben.

2. Bewertung

2.1Einem Hund, der während der Ausführung einer Übung das Prüfungsgelände bzw. den Ring verlässt, können für die Prüfung keine Punkte gegeben werden.
2.2In der Obedience Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 (internationale Obedience-Klasse) beträgt die maximale Punktzahl 320 Punkte.
Vorzüglich – von 256 bis 320 Punkten
Sehr gut – von 224 bis 255,5 Punkten
Gut  – von 192 bis 223,5 Punkten
2.3Die Bewertung der gesamten Leistungen erfolgt nach Punkten und den für die Übungen jeweils festgelegten Schwierigkeitskoeffizienten. Die Punkte müssen die Ausführung der Übung widerspiegeln. Die erreichte Punktzahl wird mit dem Schwierigkeitskoeffizienten multipliziert und ergibt dann die Bewertung der Übung.
Jede Übung wird ohne Berücksichtigung des Schwierigkeitskoeffizienten von der Maximalnote 10 aus bewertet. Werden die Bewertungen durch mehrere OB LR vorgenommen, geben die Leistungsrichter unabhängig voneinander für jede Übung Punkte, wovon der Durchschnitt pro Übung errechnet wird. Diese Punkte werden dann als endgültige Punkte pro Übung vermerkt.
2.4Der Hund erhält die Punkte nach folgender Skala:

0 - 5 - 5,5 - 6 - 6,5 - 7 - 7,5 - 8 - 8,5 - 9 - 9.5 - 10

Beispiel zur Berechnung:

Eine Übung - 10 Punkte x Schwierigkeitskoeffizient 3 = Max. Punktzahl 30

Nach fehlerhafter Übung werden vom OB LR 1 ,5 Punkte abgezogen. Somit werden für diese Übung 8,5 Punkte vergeben.

Der Schwierigkeitskoeffizient beträgt 3. Es werden nun die 8,5 Punkte mit 3 multipliziert und somit wird die Übung mit total 25,5 Punkten bewertet.

Der Obedience-Leistungsrichter muss seine vergebene Punktzahl nach jeder Übung mittels Anzeigetafel sowohl für den Hundeführer als auch für das Publikum gut sichtbar anzeigen.

Das Urteil des Obedience-Leistungsrichters ist unanfechtbar.

3. Auswertung

Die entsprechenden Punkte für die einzelnen Übungen sind der Programmbeschreibung der entsprechenden OB-Prüfungen zugeordnet.
Die Auswertung für Obedience Wettkampfveranstaltungen hat der Ausrichter mit der Ausschreibung bekannt zu geben.

4. Leistungstitel

Folgende Titel werden vergeben:
Bei Vereinsprüfungen:
Obedience-Sieger/in (Jahreszahl, Verein oder Veranstalter)

Bei der VDH Deutschen Obedience- Meisterschaft:
Deutsche/r Obedience-Meister/in (Jahreszahl)

Internationaler Obedience- Champion
Um den Titel Internationaler Obedience-Champion zu erhalten muss der Hundeführer über seine Landesorganisation der FCI folgendes nachweisen:
  • Die nachgewiesenen Veranstaltungen hatten einen FCI-Terminschutz in den das CACIOB eingeschlossen war
  • In zwei CACIOB-Prüfungen erreichte der Hund in der höchsten Obedience-Klasse zwei vorzügliche Bewertungen und jeweils den 1. Rang
  • Der Hund, der an einer CACIOB-Prüfung auf den 2. Rang platziert ist, erhält das Reserve-CACIOB
  • Die nachgewiesenen Prüfungen fanden in zwei verschiedenen der FCI angehörenden Ländern statt und wurden von zwei verschiedenen FCI Obedience- Leistungsrichtern bewertet
  • Zwischen zwei CACIOB muss eine Mindestfrist von einem Jahr und einem Tag verstrichen sein
  • Dem Hund wurde in einer Zuchtschau (Landesorganisation oder FCI) mindestens die Formwertnote »Sehr gut« zuerkannt

5. Auszeichnungen

  • Rotes Band/Rosette erhalten Teams mit dem Werturteil »Vorzüglich«
  • Blaues Band/Rosette erhalten Teams mit dem Werturteil »Sehr Gut«
  • Gelbes Band/Rosette erhalten Teams mit dem Werturteil »Gut«
  • mehrfarbige Rosette erhält der Erstplatzierte jeder Klasse zusätzlich zum entsprechenden Band.

Die Bänder und Rosetten können mit Prüfungsort, Datum und Klasse versehen sein. Diese vorgenannten Preise müssen vom Veranstalter zur Verfügung gestellt werden.

Die Bestimmungen zur Übergabe der Ehrenpreise, zur Auszeichnung der Platzierten bei der VDH Deutschen-Obedience-Meisterschaft, sind in den Durchführungsbestimmungen zur VDH-OB-DM niedergelegt.

6. Organisation und Durchführung

6.1Für die Durchführung einer termingeschützten Obedience-Prüfung ist eine Mindestteilnehmerzahl von 8 Teams erforderlich.
6.2Der Organisator einer Obedience-Prüfung erstellt einen Katalog in dem alle angemeldeten Hunde aufgeführt sind: Vollständiger Name, Rasse/ Mischling, Geschlecht, Geburtsdatum, Zuchtbuchnummer, Chip oder Tätowiernummer bei allen Hunden, Name des Eigentümers und Name des Verbandes in welchem der Eigentümer/Hundeführer Mitglied ist. Zudem muss eine tabellarische Aufteilung für die Eintragung der Resultate vorhanden sein.
6.3Der Katalog muss für alle Teilnehmer verfügbar sein.
6.4Die Durchführung der Klassen besteht aus folgenden Aufgaben:


6.4.1

Beginner-Klasse

———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung Koeffizient Punkte
1. Verhalten gegenüber anderen Hunden 4 40
2. Stehen und Betasten 3 30
3. Gebiss zeigen 1 10
4. Ablage in der Gruppe 3 30
5. Leinenführigkeit 4 40
6. Freifolge 4 40
7. Sitz aus der Bewegung 3 30
8. Kommen auf Befehl 4 40
9. Zurücksenden zum Platz 3 30
10. Bringen 2 20
11. Umgang Mensch-Hund 1 10
Koeffizient:/Maximum: 32 320

6.4.2

Klasse 1

———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. 1 Minuten sitzen mit Sichtkontakt 2 20
2. 3 Minuten liegen mit Sichtkontakt 2 20
3. Leinenführigkeit 3 30
4. Freifolge 4 40
5. Platz aus der Bewegung (Viereck 8 x 8 m) 3 30
6. Kommen auf Befehl 3 30
7. Zurücksenden zum Platz 3 30
8. Sprung über die Hürde 3 30
9. Bringen 4 40
10. Kontrolle auf Distanz 4 40
11. Umgang Mensch-Hund 1 10
Koeffizient:/Maximum: 32 320

6.4.3

Klasse 2

———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. 2 Minuten sitzen mit Sichtkontakt 2 20
2. 3 Minuten liegen ohne Sichtkontakt 2 20
3. Freifolge 4 40
4. Sitz, Platz aus der Bewegung (Viereck 8 x 8 m) 3 30
5. Kommen mit Steh 4 40
6. Voraussenden in ein Viereck mit Hinlegen 3 30
7. Apport über die Hürde (Holzapport) 3 30
8. Metallapport 2 20
9. Geruchsunterscheidung aus max. 6 Gegenst. 4 40
10. Kontrolle auf Distanz 4 40
11. Umgang Mensch-Hund 1 10
Koeffizient:/Maximum: 32 320

6.4.4

Klasse 3

———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. 2 Minuten sitzen 3 30
2. 4 Minuten liegen 4 40
3. Freifolge 3 30
4. Stehen, Sitzen und Platz aus der Bewegung3 30
5. Abrufen mit Stehen und Platz 4 40
6. Voraussenden in ein Viereck 4 40
7. Bringen auf Anweisung 3 30
8. Metallapport über die Hürde 3 30
9. Geruchsunterscheidung aus 6 Gegenständen 3 30
10. Kontrolle auf Distanz 4 40
Koeffizient:/Maximum: 32 320


Fortsetzung auf SEITE 2


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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.



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