HUNDESPORT bei Sarahsahni.de
Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.  



Übungsbeschreibung der einzelnen Klassen und Hinweise für die Vorführung und Bewertung der Übungen


FCI Klasse 1


Gültig ab 01. Januar 2016



KLASSE 1
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Übung   Koeffizient Punkte
1. 1 Minuten Sitzen in einer Gruppe, Hundeführer in Sicht3 30
2. Freifolge 3 30
3. Steh aus der Bewegung 3 30
4. Abrufen 3 30
5. Sitz oder Platz aus der Bewegung2 20
6. In ein 15 m entferntes Quadrat schicken mit Platz3 30
7. Holzapport 4 40
8. Distanzkontrolle aus 5 m, 4 Wechsel3 30
9. Abrufen über eine Hürde3 30
10. Um einen 10 Meter entfernten Pylon herumschicken3 30
11. Gesamteindruck 2 20
Koeffizient:/Maximum: 32 320

Klasse 1
Vorzüglich 224 - 280 Punkte 80%
Sehr gut 196 - bis 223,5 Punkte 70%
Gut 140 - bis 195,5 Punkte 50%


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Nachfolgend die Einzelübungen und ihre Durchführungsbestimmungen:



Obedience - Prüfungsordnung


Übung 1


1 Minuten Sitzen in einer Gruppe, Hundeführer in Sicht

Kommandos: „Sitz” – „Bleib”

Ausführung:

Die Übung beginnt wenn alle Hundeführer in einer Reihe in einem Abstand von ca. 3 m mit ihren Hunden in der Grundstellung stehen und der Steward die Anweisung „Übung beginnt“ gibt.
  Die Übung ist beendet, wenn alle Hundeführer zu ihren Hunden zurückgekehrt sind und der Steward sagt „Übung beendet“.
  Auf Anweisung verlassen die Hundeführer ihre Hunde, gehen ca. 25 m und drehen sich zu den Hunden  um. Die Hundeführer stehen 1 Minute lang in Sicht der Hunde. Die Hundeführer werden dann dazu aufgefordert, zurück zu ihren Hunden zu gehen, diese in einem Abstand von ungefähr 0,5 m zu passieren.
  Ungefähr 3 m hinter den Hunden drehen sich die Hundeführer selbständig um. Auf Anweisung gehen sie zu ihren Hunden zurück und beenden die Übung in der Grundstellung.
  Es sollten mindestens 3 Hunde in einer Gruppe sein aber nicht mehr als 6.

Beurteilung:

Ein Hund der aufsteht, sich hinlegt oder sich mehr als eine Körperlänge fortbewegt, besteht die Übung nicht (0 Punkte). Alle Bewegungen führen zu Punktabzug. Wenn der Hund 1 – 2 Mal bellt, werden 1 – 2 Punkte abgezogen; wenn er die meiste Zeit bellt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte).
  Unruhe, wie das Verlagern des Gewichtes von einer Seite zur anderen oder von einem Fuß auf den anderen, führt zu Punktverlust. Dem Hund ist es erlaubt, den Kopf zu drehen und herumzuschauen und es ist ihm erlaubt, bei Ablenkung oder Geräuschen innerhalb oder außerhalb des Rings Interesse zu zeigen. Dennoch darf sich dies nicht in Form von Unruhe oder Ängstlichkeit äußern.
  Wenn der Hund sich hinlegt oder aufsteht nachdem die 1 Minute vorüber ist und der Hundeführer sich auf dem Rückweg befindet, können nicht mehr als 5 Punkte gegeben werden. Wenn ein Hund aufsteht und nahe zu einem anderen Hund hingeht, so dass die Gefahr einer starken Ablenkung oder eines Kampfes besteht, muss die Übung abgebrochen und für alle Hunde wiederholt werden, außer dem, der die Störung verursacht hat.


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 2

Freifolge

Kommandos: „Fuß”

Ausführung:

Die Fußarbeit wird im Normalschritt in Verbindung mit Links- und Rechtswinkeln, Kehrtwendungen und Stopps überprüft. Die Fußarbeit wird auch im Laufschritt geprüft, aber nur in Verbindung mit Rechtswinkeln. Es muss weiterhin getestet werden, wie sich der Hund zeigt, wenn der Hundeführer zwei bis drei Schritte vor- und zurückgeht. In den allgemeinen Bestimmungen wird die Fußarbeit detailliert beschrieben.

Beurteilung:

Wenn ein Hund seinen Hundeführer verlässt oder wenn der Hund während des größten Teils der Übung dem Hundeführer in einem größeren Abstand als einem halben Meter folgt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Wenn der Hund sich langsam bewegt, können nur 6 – 7 Punkte gegeben werden.
  Mangelnder Anschluss und Zusatzkommandos sind Fehler. Eine schlechte Fußposition (nicht parallel) führt zu einem Abzug von etwa 2 Punkten. Geschwindigkeitsveränderungen oder Anhalten vor, während oder nach Winkeln oder Wendungen führen zu Punktverlust. Es werden ebenfalls Punkte abgezogen, wenn ein Hund so nahe am Hundeführer läuft, dass er diesen stört oder behindert. Je stärker der Hund sich anlehnt oder den Hundeführer bedrängt, desto mehr Punkte werden abgezogen.


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 3

Steh aus der Bewegung

Kommandos: „Fuß” – „Steh“ – „Sitz“

Ausführung:

Vom Startpunkt aus gehen Hundeführer und Hund im Normalschritt gerade aus. Nach ca. 10 m gibt der Hundeführer ohne anzuhalten, seinem Hund das Kommando zum Stehen und der Hund muss unverzüglich stehen bleiben.
  Der Hundeführer geht ca. 10 m weiter (die Stelle ist z. B. durch eine Markierung oder einen Pylon gekennzeichnet), dreht sich dort selbständig um und bleibt in Blickrichtung zu seinem Hund stehen.
  Nach ungefähr 3 Sekunden gibt der Steward dem Hundeführer die Anweisung in Richtung seines Hundes zu gehen. Dabei geht der Hundeführer auf einer parallelen Linie zu dem Weg, den er gekommen ist, um seinen Hund in einem Abstand von ca. 0,5 m auf der linken Seite zu passieren. Nach 1 - 2 m, auf Anweisung des Stewards, dreht sich der Hundeführer um und kehrt neben seinen Hund zurück.
  Er gibt dem Hund die Anweisung für die Grundstellung.
  Alle Phasen der Übung, mit Ausnahme des Umdrehens an der/dem Markierung/Pylon, werden auf Anweisung des Stewards ausgeführt.

Beurteilung:

Wenn der Hund eine falsche Position zögerlich einnimmt, die richtige Position verändert bevor sich der Hundeführer umdreht, vor dem Kommando stehen bleibt, ein Zusatzkommando benötigt oder wenn der Hundeführer stehen bleibt, bevor oder wenn er das Kommando gibt, können keine Punkte vergeben werden. Um Punkte zu bekommen, darf sich der Hund nicht mehr als eine Körperlänge nach dem Kommando bewegen. Wenn ein Hund sofort auf Anweisung des Hundeführers eine falsche Position einnimmt, jedoch alle anderen Übungsteile perfekt zeigt, können noch 5 Punkte vergeben werden.
  Wenn der Hund die richtige Position verändert, nachdem sich der Hundeführer zu ihm umgedreht hat, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hundeführer abbremst/die Geschwindigkeit ändert/schneller wird, bevor er das Kommando gibt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Handzeichen und Körperhilfen zum Steh-Kommando sind schwerwiegende Fehler und führen zu hohem Punktabzug, abhängig von der Stärke und Dauer der Hilfe führt dies zu einem Abzug von 3 – 5 Punkten.
  Bei der Bewertung wird auch der Fußarbeit Aufmerksamkeit geschenkt. Für eine schlechte Fußarbeit werden 1 – 2 Punkte abgezogen. Bewegungen während des Stehens und verzögertes Anhalten oder eine schräge Position sind Fehler. Es müssen 1 – 4 Punkte abgezogen werden.


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 4

Abrufen

Kommandos: „Platz“ – „Bleib“ – „Hier“ –(“Fuß”)

Ausführung:

Auf Anweisung des Stewards wird der Hund abgelegt und der Hundeführer entfernt sich (ebenfalls auf Anweisung des Stewards) 20 – 25 m in die vorgesehene Richtung und dreht sich dann selbständig zu seinem Hund um. Nach Erlaubnis durch den Steward ruft der Hundeführer seinen Hund ab. Der Hundename darf mit dem Abrufkommando kombiniert werden, aber der Name und das Kommando müssen zusammenhängend gegeben werden und dürfen nicht den Eindruck erwecken, dass es sich um zwei separate Kommandos handelt.

Beurteilung:

Es ist wichtig, dass der Hund bereitwillig auf das Abrufkommando reagiert. Der Hund sollte sich in einem guten Tempo bewegen und die Gangart beibehalten – zumindest einen schnellen Trab. Zögerliches Kommen ist fehlerhaft. Bei der Bewertung der Geschwindigkeit muss die Rasse berücksichtigt werden. Falls mehr als ein Abrufkommando gegeben wird, ist die Höchstpunktzahl 7.
  Ein drittes Abrufkommando führt zum Nichtbestehen der Übung. Falls sich der Hund mehr als eine Körperlänge bewegt, bevor er abgerufen wird, ist die Übung ebenfalls nicht bestanden. Wenn der Hund aufsteht oder sich aufsetzt oder sich weniger als eine Körperlänge bewegt, bevor er gerufen wird, dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 5

Sitz oder Platz aus der Bewegung

Kommandos: „Fuß”–„Sitz“ oder „Fuß“–„Platz“–„Sitz“

Ausführung:

Der Hundeführer muss den Steward und den LR darüber informieren, welche der beiden Position (Sitz/Platz) der Hund einnehmen soll.
  Der Hundeführer geht mit seinem Hund von der Startposition in einer geraden Linie in normaler Gangart los. Nach ungefähr 10 m gibt der Hundeführer das Kommando zum Sitzen oder Liegen ohne anzuhalten und der Hund muss unverzüglich die angekündigte Position einnehmen.
  Der Hundeführer geht ca. 10 m weiter bis zu einer vorgegebenen Stelle, die z. B. mit einer Markierung oder einem Pylon gekennzeichnet ist, dreht sich selbständig um und bleibt in Blickrichtung zum Hund stehen. Nach ungefähr 3 Sekunden gibt der Steward dem Hundeführer die Anweisung in Richtung seines Hundes zu gehen. Dabei geht der Hundeführer auf einer parallelen Linie zu dem Weg, den er gekommen ist, um seinen Hund in einem Abstand von ca. 0,5 m auf der linken Seite zu passieren. Nach 1 - 2 m, auf Anweisung des Stewards, dreht sich der Hundeführer um und kehrt neben seinen Hund zurück und gibt ihm gegebenenfalls die Anweisung für die Grundstellung.
  Alle Phasen der Übung, mit Ausnahme des Umdrehens an der/dem Markierung/Pylon, werden auf Anweisung des Stewards ausgeführt.

Beurteilung:

Wenn der Hund eine falsche Position verzögert einnimmt, eine korrekte Position verändert, bevor sich der Hundeführer umgedreht hat, sich vor dem Kommando hinsetzt/hinlegt oder ein Zusatzkommando benötigt oder falls der Hundeführer anhält bevor/während er das Kommando gibt, dürfen keine Punkte vergeben werden. Um Punkte zu bekommen, darf sich der Hund nicht mehr als eine Körperlänge weiterbewegen, nachdem er das Kommando bekommen hat. Wenn ein Hund sofort auf Anweisung des Hundeführers eine falsche Position einnimmt, jedoch alle anderen Übungsteile perfekt zeigt, können noch 5 Punkte vergeben werden.
  Wenn der Hund eine korrekte Position verändert, nachdem sich der Hundeführer umgedreht hat, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hundeführer abbremst/die Gangart verändert/schneller wird, bevor er sein Kommando gibt, dürfen ebenfalls nicht mehr als 7 Punkte gegeben werden.
  Handzeichen und Körperhilfen zur Unterstützung des Sitz-/Platz-Kommandos sind schwerwiegende Fehler und führen zu einem Punktabzug entsprechend ihrer Stärke und Zeitspanne, von 3 – 5 Punkten.
  Bei der Bewertung wird auch der Fußarbeit Aufmerksamkeit geschenkt. Für eine mangelhafte Fußarbeit müssen 1 – 2 Punkte abgezogen werden. Bewegungen während der eingenommenen Position, langsames Hinsetzen/Hinlegen oder eine schräge Position sind Fehler. Der Abzug sollte 1 – 4 Punkte betragen.


Koeffizient: 2
Maximale Punktzahl: 20



Übung 6

In ein 15 m entferntes Quadrat schicken mit Platz

Kommandos: „Voraus” – („Steh“) – „Platz“ – „Sitz“

[Skizze in Anlage]

Ausführung:

Vor Beginn der Übung informiert der Hundeführer den LR darüber, ob er seinem Hund im Quadrat erst das „Steh-“ und dann das „Platz“-Kommando oder direkt das „Platz“-Kommando geben wird. Auf Anweisung des Stewards wird der Hund in ein ungefähr 15 m vom Startpunkt entferntes, 3 x 3 m großes Quadrat geschickt.
  Wenn der Hund das Quadrat erreicht hat, gibt ihm der Hundeführer den Befehl entweder zum Stehen und danach zum Hinlegen, oder sofort zum Hinlegen. Falls der Hund die Stehposition einnehmen soll, muss die Stehposition klar und stabil sein, bevor die Anweisung für das Platzkommando erfolgt.
  Auf Anweisung geht der Hundeführer neben seinen Hund und bringt ihn (auf Anweisung des Stewards) in die Grundstellung. Der Hund sollte sich in einer geraden Linie von vorne in das Quadrat begeben.
  Der Hundeführer sollte für diese Übung nicht mehr als vier Kommandos benötigen. Das vierte Kommando ist für die Steh-Position im Quadrat gedacht. Als Alternative kann der Hundeführer seinen Hund direkt in die Platz-Position kommandieren. In diesem Fall sind für diese Übung nur drei Kommandos
erlaubt.

Beurteilung:

Es muss Wert gelegt werden auf die Bereitschaft des Hundes, den Kommandos Folge zu leisten, die Geschwindigkeit des Hundes und darauf, dass der Hund den direkten Weg wählt. Um 10 Punkte zu bekommen, darf der Hundeführer nicht mehr Kommandos verwenden, wie zuvor beschrieben.
  Wenn der Hundeführer die Grundstellung verändert (Schritte in irgendeine Richtung macht), während er die Kommandos gibt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Falls übermäßige Bewegungen gemacht werden (Körpersprache), dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Wenn sich der Hund sehr langsam bewegt, können nicht mehr als 7 Punkte gegeben werden. Wenn der Hund selbständig arbeitet, werden Punkte abgezogen (z. B. wenn der Hund ohne Kommando anhält oder sich hinlegt).
  Um Punkte zu bekommen, muss der gesamte Körper des Hundes, außer der Rute, innerhalb des Vierecks sein. Wenn der Hund außerhalb des Quadrates sitzt oder liegt, kann er nicht nochmals dirigiert werden und die Übung ist nicht bestanden (0 Punkte).
  Die Übung ist nicht bestanden (0 Punkte), wenn sich der Hund aus dem Quadrat bewegt, bevor die Übung beendet ist. Wenn der Hund in dem Viereck kriecht, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund seine Position verändert, bevor der Hundeführer bei ihm ist, können nicht mehr als 6 Punkte gegeben werden.
  Wenn der Hund die falsche Position im Quadrat einnimmt, werden 3 Punkte abgezogen. Wird die „Steh“-Position nicht eindeutig und stabil gezeigt, erfolgt ein Abzug von 2 Punkten. Die Übung ist nicht bestanden (0 Punkte), wenn das Steh- oder das Platzkommando ein drittes Mal gegeben werden muss. Für ein zusätzliches Kommando werden 2 Punkte abgezogen. Der Punktabzug für zusätzliche Richtungsanweisungen hängt von der Intensität und der Bereitschaft des Hundes ab, diese Kommandos zu befolgen und führt zu einem Punktabzug von 1 – 2 Punkten. Wenn der Hundeführer bereits neben dem Hund steht und dieser sich ohne Kommando aufsetzt oder aufsteht, können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
  Es ist nicht erlaubt, dem Hund die Richtung am Startpunkt anzuzeigen oder dem Hund das Quadrat vor der Übung zu zeigen. Dies führt zu einem Nichtbestehen der Übung.


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 7

Holzapport

Kommandos: „Bring” – „Aus“ – („Fuß“)

Ausführung:

Der Steward kündigt den Beginn der Übung an und überreicht dem Hundeführer ein hölzernes Apportel.
  Der Hundeführer wirft das Apportel auf Anweisung des Stewards mindestens ungefähr 10 Meter weit aus. Nach Aufforderung gibt der Hundeführer seinem Hund das Kommando zum Apportieren.

Beurteilung:

Der Schwerpunkt liegt in der Bereitschaft des Hundes, die Befehle zu befolgen, der Geschwindigkeit des Hundes und darin, dass der Hund den direkten Weg zum Apportel und wieder zurück wählt.
  Beurteilungskriterien für das Fallenlassen des Apportel, darauf Beißen oder Kauen, werden in den allgemeinen Bestimmungen beschrieben.


Koeffizient: 4
Maximale Punktzahl: 40



Übung 8

Distanzkontrolle aus 5 m, 4 Wechsel

Kommandos: „Platz” – „Bleib“ – je 2 x „Sitz“ + „Platz“ und/oder Handzeichen – „Sitz“

Ausführung:

Der Hund muss seine Position 4 Mal verändern (Sitz/Platz) und dabei an seinem ursprünglichen Platz bleiben. Eine Begrenzung wird hinter dem Hund in Form einer imaginären Linie zwischen zwei Markierungen gezogen. Der Hundeführer gibt (auf Anweisung des Stewards) dem Hund das Kommando sich am Startpunkt hinzulegen. Der Hundeführer verlässt den Hund und geht zu einem vorgegebenen Punkt in einer Entfernung von ungefähr 5 m und dreht sich selbständig zu seinem Hund um.
  Die Reihenfolge der Positionen ist Sitz – Platz (2 Mal), weshalb das letzte Kommando für den Positionswechsel „Platz“ ist. Der Steward zeigt dem Hundeführer an, in welcher Reihenfolge der Hund die Positionen verändern soll, indem er beschriftete Tafeln oder Zeichnungen oder ein elektrisches Anzeigegerät verwendet. Der Steward darf den Hund nicht sehen, wenn er die Anweisungen anzeigt und sollte einen Abstand von ca. 3 – 5 m zum Hund einhalten. Der Steward ändert die Anzeigen ungefähr alle 3 Sekunden.
  Der Hundeführer darf sowohl Hörzeichen als auch Handsignale verwenden, doch diese dürfen nur kurz sein und müssen gleichzeitig gegeben werden. Nach dem letzten Kommando für das Hinlegen kehrt der Hundeführer auf Anweisung zu seinem Hund zurück und bringt ihn in die Grundstellung.

Beurteilung:

Beurteilungskriterien sind, wie viel sich der Hund bewegt, die Arbeitsgeschwindigkeit, in der die Positionswechsel ausgeführt werden, die Korrektheit der Positionen und wie gut diese gehalten werden.
  Um Punkte zu bekommen, darf der Hund sich insgesamt nicht mehr als eine Körperlänge vom Startpunkt aus wegbewegen (egal in welche Richtung). Alle Bewegungen werden zusammengezählt.
  Wenn der Hund eine der vier Positionen nicht einnimmt, z. B. eine falsche Position einnimmt, oder 3 Kommandos für eine Position benötigt, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden und wenn er zwei Positionen auslässt (oder wenn er eine Position überspringt), ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte).
  Wenn der Hund sich aufsetzt, bevor der Hundeführer zu ihm zurückgekehrt ist, dürfen nicht mehr als 8 Punkte gegeben werden. Übermäßiger Stimmgebrauch und übertriebene oder anhaltende/lang dauernde Handzeichen führen zu Punktabzug (siehe allgemeine Bestimmungen).
  Ein drittes Kommando für eine Position kann gegeben werden, diese Position gilt aber als nicht eingenommen. Das erste Doppelkommando für eine Position führt zu 2 Punkten Abzug. Für weitere zusätzliche Kommandos wird jeweils 1 Punkt abgezogen.


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 9

Abrufen über eine Hürde

Kommandos: „Bleib” – „Hier“ oder „Hopp“ – („Fuß“)

Ausführung:

Der Hundeführer wird mit seinem Hund in einem Abstand von 2 – 4 m (Hundeführer darf den Abstand zur Hürde wählen) vor einer Hürde in der Grundstellung aufgestellt. Der Steward kündigt den Beginn der Übung an und gibt dem Hundeführer die Anweisung seinen vor der Hürde sitzenden Hund zu verlassen und sich auf der anderen Seite der Hürde in einem Abstand von 2 – 4 m zur Hürde aufzustellen.
  Auf Anweisung des Stewards ruft der Hundeführer seinen Hund über die Hürde ab. Der Hund soll springen und die Grundstellung einnehmen.
  Die Sprunghöhe wird in den allgemeinen Bestimmungen beschrieben. Die maximale Sprunghöhe beträgt 50 cm.

Beurteilung:

Der Schwerpunkt liegt auf der Bereitschaft des Hundes, die Befehle zu befolgen, der Arbeitsgeschwindigkeit und darauf, dass der Hund den kürzesten Weg zum Hundeführer wählt. Wenn der Hund die Hürde beim Sprung berührt – wenn auch nur leicht – beträgt die Maximalpunktzahl 8 Punkte.
  Wenn sich der Hund auf der Hürde abstützt, die Hürde umwirft oder wenn der Hund nicht springt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte).


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30




Übung 10

Um einen 10 Meter entfernten Pylon herumschicken

Kommandos: „Herum“ – („Fuß“)

Ausführung:

Der Hundeführer steht mit seinem Hund in der Grundstellung am Startpunkt in Blickrichtung eines ungefähr 40 cm hohen und ca. 10 m entfernten Pylon. Der Hundeführer schickt seinen Hund auf Anweisung um den Pylon. Die Übung endet in der Grundstellung wenn der Steward „Übung beendet“ sagt.

Beurteilung:

Der Schwerpunkt liegt in der Bereitschaft des Hundes, die Befehle zu befolgen, der Geschwindigkeit des Hundes und darin, dass der Hund den direkten Weg zum Pylon und wieder zurück wählt. Der Hund kann mit oder gegen den Uhrzeigersinn den Pylon umrunden. Wenn ein Abrufkommando gegeben wird, können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund den Pylon erreicht hat, ihn aber nicht umrundet, können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Die Übung ist nicht bestanden (0 Punkte), wenn der Hund umdreht, bevor er den Pylon erreicht hat, wenn ein drittes Kommando für das Umrunden oder ein zweites Rückrufkommando gegeben wird. Wenn der Hund dirigiert werden muss, können Hand- und Hörzeichen miteinander kombiniert werden. Bei der Bewertung der Geschwindigkeit muss die Rasse berücksichtigt werden.
  Anzeigen des Pylon vor der Übung oder das Berühren des Hundes am Startpunkt, nachdem die Übung begonnen hat, führen zum Nichtbestehen der Übung (0 Punkte).


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 11

Gesamteindruck


Beurteilung:

Bei der Bewertung des Gesamteindrucks sind die Bereitschaft des Hundes zu arbeiten und den Kommandos Folge zu leisten ausschlaggebend. Die Genauigkeit und Präzision sind wichtig, ebenso der natürliche Bewegungsablauf von Hundeführer und Hund. Um eine hohe Bewertung zu bekommen müssen Hundeführer und Hund gut als Team zusammenarbeiten, müssen beidseitige Freude an der gemeinsamen Arbeit und einen guten Sportsgeist zeigen. Die Aktivitäten während und zwischen den Übungen fließen in die Bewertung des Gesamteindrucks ein.
  Wenn der Hund den Ring verlässt oder sich im Ring löst, können keine Punkte für den Gesamteindruck vergeben werden. Wenn der Hund außer Kontrolle gerät und den Hundeführer während oder zwischen den Übungen verlässt (auch nur ein Mal), aber im Ring bleibt, dürfen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden.


Koeffizient: 2
Maximale Punktzahl: 20


Bestanden wird die Obedience-Klasse 1 ab 192 Punkten.
Ab 256 Punkte darf in Obedience 2 gestartet werden.


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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.

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  :achtung: Der VDH hat die Ausführungen der Einzelübungen als PDF veröffentlicht.  :achtung:
"Internationale Prüfungsordnung Obedience FCI Klasse gültig ab 01/01/2016"





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