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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.

Obedience - Prüfungsordnung


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Beschreibung der Übungen und Leistungsklassen im Obedience –

Internationale Prüfungsordnung Obedience


Gültig ab 01. Januar 2016




INHALT

Teil 1 Nationale Obedience Prüfungsordnung (VDH PO Obedience)
I. Allgemeine Bestimmungen
1. Einführung
2. Veranstaltungsbestimmungen
3. Prüfungen und Wettkämpfe
4. Zulassungsbestimmungen
4.1 Teilnahmevoraussetzungen
4.2 Zulassungsalter der Hunde am Tage der Prüfung
4.3 Zuordnung zu den Klassen Beginner-Klasse, Klasse 1-3
4.4 Gesundheit des Hundes
4.5 Anti-Doping und Impfvorschriften
4.6 Aggressivität
4.7 Läufige, trächtige oder säugende Hündinnen
4.8 Veränderung der äußeren Erscheinung
4.9 Kastrierte oder sterilisierte Hunde
4.10 Untersuchung eines Hundes
4.11 Videobeweis
4.12 Weitere Regelungen
5. VDH Obedience-Leistungsrichter(OB LR)
6. Haupt-Steward
7. Wettkampfleitung
8. Pflichten des Hundeführers
9. Ausstattung des Hundes
10. Weitere Regelungen

II. PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG UND ZUBEHÖR
1. Gestaltung des Wettkampfs
2. Zeitbedarf für das Richten und maximale Teilnehmerzahl
3. Größe des Obedience-Rings und Bemaßungen
4. Zubehör
4.1 Hürde/Sprung
4.2 Geeignete Apportiergegenstände
4.3 Weiteres Zubehör

III. Auszeichnungen und Aufstiegsvoraussetzungen

IV. Übungen und Koeffizienten

V. Allgemeine Richtlinien für das Richten und Ausführen aller Übungen und Klassen
1. Punktevergabe
2. Gelbe und rote Karten
3. Vorführen der Übungen
4. Fußarbeit
5. Befehle und Handzeichen
6. Vorsitz
7. Bewerten der Übungen
8. Arbeiten vor Kommando
9. Verlassen des Rings oder des Hundeführers
10. Apportierübungen

VI. Übungsbeschreibung der einzelnen Klassen und Hinweise für die Vorführung und Bewertung der Übungen
OB. Obedience Beginner-Klasse
OB. Obedience KIlasse 1
OB. Obedience Klasse 2
OB. Obedience Klasse 3 (National)

VII. Schlussbestimmung und Gültigkeit
Teil 2 Internationale Obedience Prüfungsordnung (FCI PO Obedience)
OB. Obedience Klasse 3 (FCI)
Absatz "SKIZZEN" nicht vorhanden




Teil 1 Nationale Obedience Prüfungsordnung (VDH PO Obedience)

I. Allgemeine Bestimmungen


1. Einführung

Obedience (OB) Training lehrt einem Hund kooperatives und kontrolliertes Verhalten. Das Ziel der Ausbildung liegt auf gutem Kontakt zwischen Hund und Hundeführer und auf der Bereitschaft des Hundes, sogar auf Entfernung vom Hundeführer zu gehorchen. Hund und Hundeführer sollten eine gute Beziehung zueinander zeigen.

Diese Regeln und Richtlinien wurden zusammengestellt, um den Obedience Sport zu fördern und die Wettkämpfe über die nationalen Grenzen hinweg zu unterstützen.

Diese Regeln und Richtlinien gelten für Obedience-Prüfungen in den Ländern, in denen sich der Kennel Club dafür entschieden hat, diese Regeln und Richtlinien anzuerkennen.

In internationalen Prüfungen, mit Vergabe des CACIOB, müssen die Regeln der internationalen Leistungsklasse 3 vom 01.01.2016 angewendet werden.

Ergebnisse aus anderen Ländern mit unterschiedlichen Regeln und Richtlinien, die jedoch den Anforderungen der FCI-Leistungsklassen entsprechen, sollten anerkannt werden.


2. Veranstaltungsbestimmungen

Obedience-Prüfungen und -Wettkämpfe können das gesamte Jahr über durchgeführt werden. Das Sportjahr endet mit der VDH Deutschen Obedience-Meisterschaft und beginnt mit dem Tag nach dieser Veranstaltung.


3. Prüfungen und Wettkämpfe

Obedience-Prüfungen werden in den Stufen Beginner-Klasse, Klasse 1, Klasse 2 und Klasse 3 durchgeführt. Die Durchführungen in den Klassen Beginner-Klasse, Klasse 1 und 2 werden durch die VDH-Obedience-Prüfungsordnung (VDH-OB PO) geregelt. Die Klassen 1 und 2 sind angelehnt an die FCI Klassen 1 und 2, eine zwingende/automatische Anpassung an Veränderungen der FCI Klassen erfolgt nicht. Die Klasse 3 wird durch das FCI-Reglement vorgegeben und entspricht der FCI Internationale-Obedience-Klasse 3.

Offene-Obedience-Wettbewerbe sind Wettbewerbe, an denen jeder, ohne Rücksicht auf die Größe, Rasse oder Abstammung des Hundes teilnehmen kann, der Mitglied eines durch den VDH anerkannten Verbandes/Mitgliedsvereines (VDH-MV) ist und die Teilnahmevoraussetzungen im Sinne der VDH-OB PO erfüllt.

Diese werden von den VDH-MV, unter Einhaltung der VDH-OB PO, eigenverantwortlich organisiert und durchgeführt.

Qualifikations-Obedience-Wettbewerbe sind Wettbewerbe in denen ausschließlich Teams mit Hunden der OB-Klasse 3 ohne Rücksicht auf die Größe oder Rasse, welche die VDHTeilnahmebedingungen erfüllen, starten können.

Diese Wettbewerbe dienen der Selektion für die Teilnahme an FCI Obedience- Sektions- und Weltmeisterschaften. Diese werden vom VDH ausgeschrieben und vergeben.

Meldeberechtigt sind alle Teams, die neben den ausgeschriebenen sportlichen Qualifikationen auch die Bestimmungen der FCI hinsichtlich Teilnahmebedingung erfüllen.

Die VDH Deutsche Meisterschaft/Deutsche Jugendmeisterschaft (VDH DM/DJM) wird einmal jährlich durch den VDH zur Durchführung/Ausrichtung an einen VDH-MV vergeben. Diese ist für alle Hunde offen, ohne Rücksicht auf die Größe, Rasse oder Abstammung des Hundes. Die Qualifikationsbedingungen werden in der Durchführungsbestimmung zur VDH DM/DJM Obedience geregelt, welche auf Grundlage einer Beschlussempfehlung des VDH Ausschuss Obedience vom VDH Vorstand beschlossen wird.


4. Zulassungsbestimmungen

Teilnahmeberechtigt an Obedience-Prüfungen und Wettkämpfen sind alle Hunde ohne Rücksicht auf ihre Größe und Abstammung.


4.1 Teilnahmevoraussetzungen

Das Team (Hundeführer/Hund) ist teilnahmeberechtigt wenn:

  • der Hund identifizierbar ist (Tätowierung oder Chip).
  • der Nachweis über die erfolgreich abgelegte VDH-Begleithundprüfung (Hundeführer = Nachweis der bestandenen Sachkundeprüfung, Hund = Nachweis der bestandenen Begleithundprüfung) innerhalb einer termingeschützten Veranstaltung eines gemäß VDHPO BH/VT prüfungsberechtigten VDH-MV, abgenommen von einem für die BH/VT zugelassenen VDH LR, erbracht wird. Die Forderungen der VDH-PO BH/VT sind zu beachten.
  • der Eigentümer und Hundeführer nachweislich einem VDH-Mitgliedsverband angehört (Mitgliedsausweis, etc.). Bei Meldung für einen prüfungsberechtigten VDHMitgliedsverein ist ein gültiger Leistungsnachweis des entsprechen-den VDH-MV vorzulegen. Eine jährlich aktualisierte Auflistung der prüfungsberechtigten VDH-MV und VDH Leistungsrichter(LR) erfolgt durch gesonderte Veröffentlichung des VDH.
    Der Impfpass des Hundes, der Leistungsnachweis/Lizenz und der Nachweis über die Mitgliedschaft des Hundeeigentümers und Hundeführers in einem VDH-MV sind bei jeder Prüfung vorzulegen.


4.2 Zulassungsalter der Hunde am Tage der Prüfung


Beginner-Klasse15 Monate
Klasse 115 Monate
Klasse 216 Monate
Klasse 317 Monate


4.3 Zuordnung zu den Klassen Beginner-Klasse, Klasse 1-3

Nach dem Erreichen eines vorzüglichen Ergebnisses, gleich-gültig in welchem Land, kann man in die nächst höhere Klasse aufsteigen. Es darf so lange in derselben Klasse gestartet werden, bis die Qualifikation in die nächst höhere Klasse erreicht und in dieser gestartet wurde. Ein Zurückstufen des Hundes ist nicht gestattet.
Für ausländische Starter gelten folgende Regelungen:

  • Hunde, die ständig im ausländischen Eigentum stehen, auch im Ausland leben und in Deutschland eine Prüfung ablegen, brauchen bei Vorlage des ausländischen Leistungsnachweises keine VDH-Begleithundprüfung nachzuweisen.
  • Nachweis der Mitgliedschaft des Eigentümers und Hundeführers zu einem der FCI angeschlossenen Verband (FCI-LAO).
  • Nachweis der Startberechtigung in der gemeldeten Klasse.
  • Identifizierbarkeit des Hundes(Tätowierung oder Chip).


4.4 Gesundheit des Hundes

Hunde die blind sind, eine ansteckende Krankheit, Hakenwürmer, Räude, oder andere Parasiten haben, dürfen an Prüfungen und Wettkämpfen nicht teilnehmen. Hunde mit Verbänden, Bandagen, die genäht wurden, oder die Verletzungen aufweisen, sind von Prüfungen ausgeschlossen.


4.5 Anti-Doping und Impfvorschriften

Ein Hund, der von seinem Eigentümer zur Teilnahme an einem Wettkampf angemeldet wird und von ihm oder dem Hundeführer auf das Prüfungsgelände verbracht wird, muss in seinen Geweben, seinen Körperflüssigkeiten und seinen Ausscheidungen am Tag der Veranstaltung frei sein von allen Substanzen, die auf der Stoffgruppenliste des VDH aufgeführt sind. Die Stoffgruppenliste, Durchführung von Kontrollen und mögliche Sanktionen bei Verstößen werden in einem entsprechenden Regelwerk des VDH veröffentlicht.
Der Hund muss eine durch einen Impfausweis nachgewiesene, gültige Tollwutimpfung haben.


4.6 Aggressivität

Aggressive Hunde dürfen nicht auf das Wettkampfgelände gebracht werden.
Ein Hund, der zu irgendeiner Zeit während des Wettkampfes (vor, während oder nach der eigenen Vorführung) Personen oder andere Hunde beißt, versucht zu beißen, attackiert oder versucht zu attackieren, wird vom Wettkampf disqualifiziert. Alle Punkte werden entzogen, auch wenn die Vorführung bereits abgeschlossen ist. Bei einem zweitägigen Event erstreckt sich die Disqualifikation auch auf den zweiten Tag, so dass der Hund nicht starten kann.

In Fällen sozialer Unverträglichkeit eines Hundes erfolgt sofortige Disqualifikation. Hundeführer derartiger Hunde haben vor dem nächsten Start in einem Turnier nachzuweisen, dass das Team erneut erfolgreich an einer VDH-Begleithundprüfung teilgenommen hat. Die Disqualifikation wird am Tag der Prüfung vom LR in alle ihm bekannten Leistungsurkunden eingetragen und von ihm gegengezeichnet.

Eintrag: „Disqualifikation wegen mangelhafter Sozialverträglichkeit, Hund muss erneut in einer Begleithundprüfung vorgestellt werden.“ Diese Leistungsurkunden sendet der LR zum Terminschutz gebenden VDH-MV, von dort wird sie an den zuständigen VDH-Verband gegeben mit dem Hinweis auf die Vorschrift in der Prüfungsordnung. Dieser teilt dem betroffenen Hundehalter Termin und Ort der zur Überprüfung vorgesehenen Begleithundprüfung mit und unterrichtet den betroffenen LR.

Für ausländische Starter gilt abweichend folgende Regelung:
Die Disqualifikation wird am Tag der Prüfung vom Leistungsrichter in alle ihm bekannten Leistungsurkunden eingetragen und von ihm gegengezeichnet.
Eintrag: „Disqualifikation wegen mangelhafter Sozialverträglichkeit.“ Ein Bericht über den Zwischenfall ist über den Terminschutz gebenden VDH-MV an die FCILandesorganisation des Hundeführers zu senden.


4.7 Läufige, trächtige oder säugende Hündinnen

Läufige Hündinnen dürfen an Obedience-Wettkämpfen teilnehmen, müssen aber als Letzte starten. Sie müssen vom Wettkampfgelände und der näheren Umgebung fern gehalten werden, bis alle anderen Hunde ihre Übungen beendet haben.
Trächtige oder säugende Hündinnen sind von den Veranstaltungen ausgeschlossen. Über Sperrfristen bei trächtigen und säugenden Hündinnen informiert eine gesonderte Veröffentlichung des VDH Vorstandes.


4.8 Veränderung der äußeren Erscheinung

Hunde mit kupierter Rute, kupierten Ohren oder bei denen aus kosmetischen Gründen Veränderungen im Aussehen vorgenommen wurden, dürfen zu Wettkämpfen zugelassen werden, wenn dies mit den gesetzlichen Bestimmungen des Herkunftslandes des Hundes und den gesetzlichen Bestimmungen des Landes, in dem der Wettkampf durchgeführt wird, im Einklang steht.


4.9 Kastrierte oder sterilisierte Hunde

Kastrierte oder sterilisierte Hunde dürfen an Wettkämpfen teilnehmen.


4.10 Untersuchung eines Hundes

Falls notwendig sollte der LR den Hund außerhalb des Rings und vor Beginn des Wettkampfs untersuchen.


4.11 Videobeweis

Bei allen von VDH-Mitgliedern termingeschützten Veranstaltungen werden Videoaufnahmen als Beweismittel nicht zugelassen.


4.12 Weitere Regelungen

Wenn ein Obedience-Wettkampf in Verbindung mit einer Hundeausstellung durchgeführt wird, ist es nicht notwendig, dass der Hund auch für die Ausstellung gemeldet wird.


5. VDH Obedience-Leistungsrichter(OB LR)

Seine Tätigkeit regelt die VDH Leistungsrichterordnung. Die LR sind verpflichtet, ihr Urteil nach bestem Wissen und Gewissen und ohne Ansehen der Person aufgrund ihrer eigenen Wahrnehmung zu fällen. Jegliche Kritik während der Veranstaltung kann die Disqualifikation von der Veranstaltung, die Verweisung vom Wettkampfgelände und ggf. neben dem Verlust der Ehrenpreise den Ausschluss aus dem VDH-MV zur Folge haben.
Der OB LR darf Hunde nicht richten, die in seinem Eigentum oder Besitz stehen oder deren Halter er ist; Hunde, deren Eigentümer, Besitzer oder Halter mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben; Hunde, die von Personen vorgeführt werden, die mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben.
Veranstaltungen, bei denen die LR durch die prüfungsberechtigten VDH-MV oder den VDH selber zugeteilt werden, sind von dieser Bestimmung ausgenommen.
Ist mehr als ein Richter an einem Wettkampf tätig, wird einer der Richter zum Hauptrichter ernannt, der Vorsitzender des Richterteams ist.


6. Haupt-Steward

Ein Haupt-Steward muss für den Wettkampf ernannt werden. Der Haupt-Steward ist verantwortlich für die praktische Durchführung des Obedience-Wettkampfes und muss über eine ausreichende Qualifikation verfügen. Wenn Wettkampfteilnehmer aus dem Ausland an dem Wettkampf teilnehmen, muss der Steward in der Lage sein, die Anweisungen in Englisch oder in einer anderen vereinbarten Sprache zu geben.
Wenn die Übungen aufgeteilt werden, um von zwei oder mehreren Richtern gerichtet zu werden, sollte eine entsprechende Anzahl von Stewards zur Verfügung stehen, so dass zu jedem Ring mindestens ein Steward eingeteilt werden kann.


7. Wettkampfleitung

Obedience-Wettkämpfe stehen unter der Leitung des (Haupt)Richters des jeweiligen Tages und des Haupt-Stewards. Wenn Situationen auftreten, die nicht in den Regularien und Anweisungen geregelt sind, entscheidet der Richter (oder das Richterteam unter Vorsitz des Hauptrichters) über die weitere Vorgehensweise oder die Beurteilung des Vorfalls.


8. Pflichten des Hundeführers

Die Pflichten des Hundeführers als Wettkampfteilnehmer beginnen, wenn der Hundeführer das Wettkampfgelände betritt, und enden nach der finalen Siegerehrung. Hundeführer müssen die Regeln und die Anweisungen, die ihnen gegeben werden, befolgen. Es wird vom Hundeführer erwartet, dass er sich tadellos benimmt und angemessen gekleidet ist.
Der LR darf einen Hundeführer vom Wettkampf disqualifizieren, wenn er die Regeln missachtet oder sich ungebührlich verhält. Die Entscheidung des Richters ist endgültig und kein Wettkampfteilnehmer sollte die Entscheidung des Richters in Frage stellen.
Hundeführer müssen ihre Anwesenheit auf dem Wettkampfgelände 30 Minuten vor Beginn des Wettkampfes melden.
Es ist verboten, den Hund zu bestrafen.


9. Ausstattung des Hundes

Es sind nur gewöhnliche Halsbänder erlaubt. Hundegeschirre sind nicht zulässig. Stachel- oder elektrische Halsbänder sowie andere Zwangsmittel oder -Maßnahmen, wie Maulkörbe, sind verboten.
Diese Beschränkungen gelten vom Beginn des Wettkampfes bis zu seinem Ende.
Decken, Mäntel, Regenumhänge, Schuhe, Strümpfe, Bandagen, Verbände etc. sind während der Durchführung der Übungen verboten.
Der Hundeführer sollte den Hund während und zwischen den Übungen auf der linken Seite führen.
Im Falle eines körperlichen Grundes oder einer Behinderung ist es dem Hundeführer gestattet, den Hund während und zwischen den Übungen auf der rechten Seite zu führen. Der Wettkampfteilnehmer oder sein Team-Leiter muss diese Regelung allerdings mit dem Hauptrichter besprechen, bevor der Wettkampf beginnt. Alle betroffenen LR müssen informiert werden und es muss ein Konsens gefunden werden, wenn mehrere LR involviert sind, welchen Einfluss dies auf die Bewertung der Vorführung hat. Die Ausnahmeregelung sollte vertretbar sein und sollte keinen störenden Einfluss auf die anderen Hunde und Wettkampfteilnehmer haben. Wenn ein Wettkampfteilnehmer z. B. auf einen Rollstuhl angewiesen ist, sollte er in den Gruppenübungen
am Ende der Reihe platziert werden, so dass kein anderer Hund passiert werden muss.


10. Weitere Regelungen

Wenn der Wettkampfring aufgebaut wird oder bereits aufgebaut ist, ist es dem Hundeführer nicht gestattet, den Wettkampfring zusammen mit seinem Hund zu betreten, es sei denn, der LR hat die Erlaubnis dazu gegeben.
In den Gruppenübungen der Beginner-Klasse, Klasse1 und Klasse 2 besteht eine Gruppe aus mindestens 3 und maximal 6 Hunden. In einem Wettkampf, in dem die Anzahl der Hunde nicht durch 6 teilbar ist, dürfen 2 Gruppen aus 7 Hunden bestehen. In den Gruppenübungen der Klasse 3 besteht eine Gruppe aus mindestens 3 und maximal 4 Hunden. Sind zu einem Wettkampf nur 5 Hunde gemeldet, darf die Gruppe aus 5 Hunden bestehen.
Ein Hundeführer darf an einem Prüfungstag maximal 2 Hunde vorführen.



II. PRAKTISCHE DURCHFÜHRUNG UND ZUBEHÖR


1. Gestaltung des Wettkampfs

1.1. Aufgaben des (Haupt-)Richters:
  • Festlegung der Reihenfolge der Übungen in den Klassen 1–3,
  • Festlegung der 2 Positionen, die in Klasse 2, Übung 3 gezeigt werden müssen,
  • Festlegung der Reihenfolge in der die Positionen in Klasse 2, Übung 3 und in Klasse 3, Übung 4 gezeigt werden müssen,
  • Reihenfolge der Positionen in der Distanzkontrolle der Klasse 2 (Übung 8) & Klasse 3 (Übung 10),
  • Festlegung des Auslegemusters der Holzgegenstände bei der Geruchsidentifizierung (Klasse 2, Übung 7 & Klasse 3, Übung 9) und Festlegung der Anzahl der auszulegenden Holzgegenstände in Klasse 3,
  • Festlegung der Position, die in der Klasse 3, Übung 8 vom Hund gezeigt werden muss,
  • Überprüfung des für den Wettkampf notwendigen Zubehörs.


1.2 Aufgaben des (Haupt-)Stewards:

  • Ringaufbau (gemäß der vom LR festgelegten Reihenfolge der Übungen),
  • Planung der Laufschemas für die Fußarbeit,
  • Kontrolle des für den Wettkampf notwendigen Zubehörs.


2. Zeitbedarf für das Richten und maximale Teilnehmerzahl

Eine Prüfung sollte so geplant werden, dass ein LR nicht mehr als 5 Stunden pro Tag richtet.
Man sollte beachten, dass die beschriebenen Zeitvorgaben, die für das Beurteilen einer bestimmten Anzahl von Hunden benötigt wird, von der Ringplanung, den Stewards, dem LR und den teilnehmenden Rassen abhängig ist.

Ungefähre Beurteilungszeiten:
  • Klasse 1
    Es wird empfohlen, dass ein Richter nicht mehr als etwa 30 Hunde pro Tag in der Klasse 1 bewertet. Man benötigt ungefähr eine Stunde um 6 Hunde zu beurteilen.

  • Klassen 2 und 3
    Es wird empfohlen, dass ein Richter nicht mehr als 20 Hunde pro Tag in den Klassen 2 und 3 bewertet. Man benötigt ungefähr zwei Stunden um 7 Hunde zu beurteilen.
    Wenn mehr als ein Richter eingesetzt wird, richtet jeder Richter die ihm zugeteilten Übungen für alle gemeldeten Hunde. In diesem Fall kann die Anzahl der zu bewertenden Hunde höher sein.
    Die Anzahl der zu berufenden LR ist den terminschutzgebenden Stellen überlassen, jedoch dürfen von einem LR maximal 30 Einheiten pro Tag gerichtet werden.

Die Einheiten werden nach Leistungsklassen wie folgt festgelegt:

Beginner-Klasse/Klasse 1 = 1,0 Einheit
Klasse 2/Klasse 3 = 1,5 Einheiten

Für Meisterschaften wird – unabhängig von den Einheiten – die maximale Teilnehmerzahl auf 25 Teams pro Tag begrenzt.
Für die VDH Deutsche Obedience-Meisterschaft sowie für die VDH Qualifikationswettkämpfe zu FCI Sektions- und/oder Weltmeisterschaften werden die LR durch den VDH berufen.


3. Größe des Obedience-Rings und Bemaßungen


3.1 Größe des Obedience-Rings

Die Größe des Obedience-Rings bei einer Hallenveranstaltung sollte mindestens 20 m x 30 m betragen. Wenn der Wettkampf im Freien stattfindet, beträgt die bevorzugte Größe des Obedience-Rings mindestens 25 m x 40 m. In der Beginner Klasse und in Klasse 1 darf der Ring geringfügig kleiner sein. Der Ring kann auch kleiner sein, wenn die Übungen auf zwei oder mehr Ringe aufgeteilt werden und die Übungen zusammengefasst werden, die weniger Platz benötigen.
Der Ring muss deutlich markiert sein. Es obliegt dem Richter zu entscheiden, ob die Ringgröße akzeptabel ist oder nicht.


3.2 Bemaßungen

Alle Maßangaben bei den Übungen sind Näherungswerte.

3.2.1 Quadrat

Die Größe des Quadrates beträgt 3 m x 3 m. Die Eckpunkte des Quadrats werden mit ca. 15 cm hohen Pylonen gekennzeichnet. Sichtbare Linien müssen die Außenlinien der Pylonen verbinden.
Die Abstände zum Quadratmittelpunkt betragen:
  • Beginner-Klasse: vom Startpunkt 10 m.
  • Klasse 1: vom Startpunkt 15 m.
  • Klasse 2: vom Startpunkt 23 m.
  • Klasse 3: vom Kreismittelpunkt 23 m.
Zwischen der Ringbegrenzung und der nächstgelegenen Quadratmarkierung sollten mindestens 3 m bis 5 m liegen.

3.2.2 Kreis

Der Radius des Kreises in der Obedience-Klasse 3, Übungen 6 und 7 beträgt 2 m.
Der Abstand vom Startpunkt zum Kreismittelpunkt beträgt jeweils 10 m.
Zwischen der Ringbegrenzung und der Kreismarkierung sollten mindestens 3 m bis 5 m liegen.


4. Zubehör

Es liegt in der Verantwortung des Organisationskomitees, das im Folgenden aufgeführte Zubehör sowie die Prüfungsordnung und notwendige Instruktionen auf dem Wettkampfgelände zur Verfügung zu stellen.


4.1 Hürde/Sprung

4.1.1 Hürde

Eine geschlossene Hürde wird benötigt, die ca. 1 m breit ist und höhenverstellbar von 10 cm bis 70 cm in Intervallen von 10 cm. Die Seitenteile müssen ca. 1m hoch sein. Im Kontrast zu einer Agility-Hürde, darf diese keine seitlichen Ausleger haben. Diese Hürde wird in den Klassen 1 bis 3 benötigt.
[Skizze: Anhang]

4.1.2 Sprung

Ein offener Sprung mit einer Breite von ca. 1 m und höhenverstellbar von 10 cm bis 70 cm. Die Seitenteile müssen ca. 1 m hoch sein. Der Sprung sollte so konstruiert sein, dass es nur eine ca. 5 cm starke Stange auf der benötigten Höhe gibt und unterhalb dieser Stange nur eine stabilisierende Querverbindung besteht. Dieser Sprung wird zusammen mit der oben beschriebenen Hürde für die Klasse 3 benötigt.

4.1.3 Sprunghöhe

Die Höhe der Hürde sollte in etwa der Schulterhöhe des Hundes entsprechen (kaufmännisch gerundet).
  • Klasse 1 - Die maximale Höhe ist 50 cm.
  • Klasse 2 und 3 - Die maximale Höhe ist 70 cm.


4.2 Geeignete Apportiergegenstände

4.2.1 Holzapportel

Drei Sets hölzerne Apportel müssen zur Verfügung stehen. Jedes Set besteht aus drei Apportel von gleicher Größe. Jedes Set unterscheidet sich in Größe und Gewicht, um kleinen, mittleren und großen Rassen zu entsprechen. Zwergrassen sind gesondert zu berücksichtigen. Das Höchstgewicht des größten Apportel beträgt ungefähr 450 g. Der Hundeführer kann wählen, welche Größe er bevorzugt.

4.2.2 Metallapportel

Metallapportel müssen in drei verschiedenen Größen mit einem Höchstgewicht von ungefähr 200 g für das Größte zur Verfügung gestellt werden. Die Größe der vorhandenen Apportel sollte im Verhältnis zu den Größen der Rassen stehen (klein – mittel – groß). Zwergrassen sind gesondert zu berücksichtigen. Dem Hundeführer steht es frei, die Größe zu wählen, die er bevorzugt.

4.2.3 Holzgegenstände

Holzgegenstände von ungefähr 2 cm x 2 cm x 10 cm für die Klassen 2 und 3 müssen in folgender Anzahl zur Verfügung gestellt werden:
  • Für die Klasse 2 benötigt man das Sechsfache der Anzahl der teilnehmenden Hunde.
  • Für die Klasse 3 benötigt man das Achtfache der Anzahl der teilnehmenden Hunde.


4.3 Weiteres Zubehör

  • Stoppuhr.
  • Zur Auslosung geeignetes Material.
  • Bewertungstafeln, mit denen die vergebenen Punkte angezeigt werden, müssen verfügbar sein.
  • Eine elektrische Anzeigetafel oder ein Distanzanzeigegerät versehen mit Worten oder Bilder für die Positionen bei der Distanzkontrolle.
  • Kalk, Sägemehl, Stoffbänder oder Ähnliches, für die Seitenlinien um das Quadrat und den Kreis zu markieren.
  • Eine ausreichende Menge von Markierungen und Pylonen muss zur Verfügung stehen um beispielsweise den Start- und Endpunkt von Übungen zu kennzeichnen, bei denen dies notwendig ist, sowie die Stellen, an denen Aufgaben auszuführen sind (z. B. Kehrpunkte).

Die Markierungen und Pylonen sollten so beschaffen sein, dass man sie leicht sehen kann. Die Höhe der Pylonen sollte von angemessener Größe sein.
Zum Beispiel:
  • Die Pylonen in den Ecken des Quadrates sollten ungefähr 15 cm hoch sein.
  • Der Punkt an dem der Hund zum Stehen kommen soll in Übung 6, Klasse 3, ist durch eine Markierung gekennzeichnet.
  • Der Punkt an dem der Hund zum Stehen kommen soll in Übung 7, Klasse 3, ist durch einen kleinen Pylon oder einer Halbschale gekennzeichnet.
  • Für die Übungen 10 in der Beginner-Klasse und in Klasse 1 sowie für die Übung 8 in Klasse 3 wird ein ungefähr 40 cm hoher Pylon benötigt.



III. Auszeichnungen und Aufstiegsvoraussetzungen


Beginner Klasse, Klasse 1 & 2 & 3
Vorzüglich 256 – 320 Punkte 80 %
Sehr gut 224 – bis 255,5 Punkte 70 %
Gut 192 – unter 223,5 Punkte 60 %

Nach dem Erreichen eines vorzüglichen Ergebnisses, gleichgültig in welchem Land, kann man in die nächst höhere Klasse aufsteigen.
Es darf so lange in derselben Klasse gestartet werden, bis die Qualifikation in die nächst höhere Klasse erreicht und in dieser gestartet wurde. Ein Zurückstufen des Hundes ist nicht gestattet.

Empfehlung für Auszeichnungen
  • Rotes Band/Rosette - erhalten Teams mit dem Werturteil „Vorzüglich“
  • Blaues Band/Rosette - erhalten Teams mit dem Werturteil „Sehr gut“
  • Gelbes Band/Rosette - erhalten Teams mit dem Werturteil „Gut“
  • mehrfarbige Rosette - erhält der Erstplatzierte jeder Klasse zusätzlich zum entsprechenden Band.
Falls zwei oder mehrere Hunde in der Klasse 3 die gleiche Punktzahl erreichen und eine endgültige Platzierung gewünscht ist, werden die Ergebnisse der Übungen 3, 5 und 6 addiert. Falls die Addition immer noch keine Reihung ergibt, müssen diese drei Übungen wiederholt werden.

Deutscher Obedience Champion (VDH)
Der VDH stellt für alle Rassen Anwartschaften für den Titel „Deutscher Obedience Champion (VDH)“ – Dt. OBCh. (VDH) – in Wettbewerb. Die Vergabe kann nur auf termingeschützten Prüfungen erfolgen.

Vergabebestimmungen:
Die Anwartschaft kann nur in der höchsten Leistungsklasse (FCI Klasse 3) erfolgen.

Titel:
Der Titel „Deutscher Obedience Champion (VDH)“ wird an Rassehunde verliehen, wenn diese in drei termingeschützten Prüfungen die Wertnote „vorzüglich“ unter 2 verschiedenen Leistungsrichtern erworben haben. Zwischen der ersten und letzten Anwartschaft muss ein zeitlicher Mindestzwischenraum von 12 Monaten und einem Tag liegen.

Zuerkennung des Titels „Deutscher Obedience Champion (VDH)“:
Antragsberechtigt ist der Eigentümer des Hundes. Bei Eigentumswechsel während der Anwartschaftszeit begleiten die errungenen Anwartschaften den Hund und gehen an den neuen Eigentümer über.

Für die Zuerkennung des Titels müssen der VDH-Geschäftsstelle folgende Unterlagen eingereicht werden:
  • Kopie der Leistungsurkunde
  • Kopie der Ahnentafel oder Registrierbescheinigung
  • Gebühr i. H. v. 40,00 Euro
  • Angabe des Eigentümers mit aktueller Anschrift (wird auf der Titelurkunde eingetragen)



IV. Übungen und Koeffizienten


Beginner-Klasse
———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. Verhalten gegenüber anderen Hunden 4 40
2. Stehen und betasten3 30
3. 2 Minuten Liegen in einer Gruppe, Hundeführer in Sicht 3 30
4. Freifolge 3 30
5. Sitz oder Platz aus der Bewegung 2 20
6. In ein 10 m entferntes Quadrat schicken mit Platz3 30
7. Abrufen 3 30
8. Apport auf ebener Erde3 30
9. Distanzkontrolle aus 5 m, 2 Wechsel3 30
10. Um einen 10 Meter entfernten Pylon herumschicken3 30
11. Gesamteindruck 2 20
Koeffizient:/Maximum: 32 320

Beginner-Klasse
Vorzüglich 256 - 320 Punkte 80%
Sehr gut 224 - bis 255,5 Punkte 70%
Gut 192 - bis 223,5 Punkte 50%



KLASSE 1
———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. 1 Minute Sitzen in einer Gruppe, Hundeführer in Sicht3 30
2. Freifolge 3 30
3. Steh aus der Bewegung 3 30
4. Abrufen 3 30
5. Sitz oder Platz aus der Bewegung2 20
6. In ein 15 m entferntes Quadrat schicken mit Platz3 30
7. Holzapport 4 40
8. Distanzkontrolle aus 5 m, 4 Wechsel3 30
9. Abrufen über eine Hürde3 30
10. Um einen 10 Meter entfernten Pylon herumschicken3 30
11. Gesamteindruck 2 20
Koeffizient:/Maximum: 32 320

Klasse 1
Vorzüglich 256 - 320 Punkte 80%
Sehr gut 224 - bis 255,5 Punkte 70%
Gut 192 - bis 223,5 Punkte 50%



KLASSE 2
———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. 2 Minuten Liegen in einer Gruppe, Hundeführer außer Sicht 2 20
2. Freifolge 3 30
3. Steh und/oder Sitz und/oder Platz aus der Bewegung3 30
4. Abrufen mit Steh 4 40
5. In ein Quadrat schicken mit Platz und abrufen4 40
6. Apportieren mit Richtungsanweisung3 30
7. Geruchsidentifizierung aus 6 Holzgegenständen4 40
8. Distanzkontrolle aus 10 m4 40
9. Metallapport über eine Hürde3 30
10. Gesamteindruck 2 20
Koeffizient:/Maximum: 32 320

Klasse 2
Vorzüglich 256 - 320 Punkte 80%
Sehr gut 224 - bis 255,5 Punkte 70%
Gut 192 - bis 223,5 Punkte 50%




KLASSE 3
Internationale Regeln
CACIOB kann vergeben werden, wenn der Wettkampf bei der FCI als internationaler Wettkampf angemeldet ist. Diese Regeln gelten ab dem 01.01.2016
    
———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. 2 Minuten Sitzen in einer Gruppe, Hundeführer außer Sicht220
2. 1 Minuten Liegen in einer Gruppe mit abrufen 220
3. Freifolge 3 30
4. Steh, Sitz und Platz aus der Bewegung3 30
5. Abrufen mit Steh und Platz4 40
6. In ein Quadrat schicken mit Richtungsanweisung, Platz und abrufen4 40
7. Holzapport mit Richtungsanweisung3 30
8. Um einen Pylon senden, Steh/Sitz oder Platz und Holzapport mit Richtungsanweisung über einen Sprung 4 40
9. Geruchsidentifizierung aus 6 – 8 Holzgegenständen3 30
10. Distanzkontrolle aus 15 m4 40
Koeffizient:/Maximum: 32 320


Klasse 3
Vorzüglich 256 - 320 Punkte 80%
Sehr gut 224 - bis 255,5 Punkte 70%
Gut 192 - bis 223,5 Punkte 50%



V. Allgemeine Richtlinien für das Richten und Ausführen aller Übungen und Klassen


Die Vorschriften und Richtlinien für die Durchführung und Beurteilung der Übungen bestehen aus
  • einem allgemeinen Teil, der die Durchführung und Beurteilung aller Übungen für sämtliche Klassen betrifft.
  • Einem Teil, der die Ausführung und die Beurteilungskriterien der einzelnen Übungen beschreibt.
    Die generellen Richtlinien und Beurteilungskriterien gelten für die Ausführung und die Bewertung aller Übungen, sofern in den Einzelübungen keine abweichende Regelung beschrieben wird. Bei Ereignissen, die nicht von den Richtlinien und Anweisungen abgedeckt werden, entscheidet der LR, wie damit zu verfahren ist und wie diese zu bewerten sind. Die Entscheidung des LR ist endgültig und kein Wettkampfteilnehmer sollte diese in Frage stellen.



1. Punktevergabe

Die Obedience-Übungen werden wie folgt bewertet:
0 – 5 – 5,5 – 6 – 6,5 – 7 – 7,5 – 8 – 8,5 – 9 – 9,5 – 10
Disqualifikation führt zum Abbruch der Vorführung und zum Verlust aller Punkte. Der Hund darf nicht mit den verbleibenden Übungen des Wettkampfes fortfahren.
Nichtbestehen einer Übung führt zu einem Verlust aller Punkte für diese Übung. Der Hund darf mit den verbleibenden Übungen fortfahren.



2. Gelbe und rote Karten

In der Klasse 3 werden gelbe und rote Karten verwendet.

2.1 Die gelbe Karte

stellt eine Verwarnung dar. Der Richter kann eine Verwarnung auf Grund des Verhaltens des Hundeführers oder des Hundes geben.
Wenn der Richter eine gelbe Karte aufzeigt, werden 10 Punkte von der Endpunktzahl abgezogen.
Wenn der Richter die gelbe Karte ein zweites Mal aufzeigt, folgt die Disqualifikation.

2.2 Die rote Karte

Die rote Karte zeigt eine Disqualifikation an.

2.3 Die Verwendung von roten/gelben Karten bei Wettkämpfen mit mehreren Richtern


2.3.1 Zwei oder mehrere LR in verschiedenen Ringen:

  • Wenn zwei LR unabhängig voneinander richten (zwei Ringe, unterschiedliche Übungen) führt eine rote Karte zur Disqualifikation.
  • Wenn einer der LR eine gelbe Karte zeigt, sollten die anderen LR nicht darüber informiert werden. Jeder LR arbeitet unabhängig. Die gelbe Karte wird notiert und wenn eine gelbe Karte von einem anderen LR gezeigt wird, muss dieser LR darüber informiert werden, dass bereits eine gelbe Karte gegeben wurde und daher die Disqualifikation erfolgen muss. Selbstverständlich erfolgt eine Disqualifikation auch, wenn der gleiche LR zwei Mal die gelbe Karte gibt.

2.3.2 Zwei oder mehrere LR im gleichen Ring:

  • Wenn einer der LR eine gelbe oder rote Karte geben möchte, informiert er den anderen LR über den Grund. Die Entscheidung wird dann zusammen getroffen. Ist der Haupt-Richter im Ring anwesend, sollte er die Verwarnung oder die Disqualifikation aussprechen.



3. Vorführen der Übungen

  • Der LR hat das Recht, in den Klassen 1 bis 3, die Reihenfolge der Übungen festzulegen. Die Reihenfolge der Übungen muss für alle Wettkampfteilnehmer gleich sein.
  • Die Übungen beginnen und enden mit dem Hund in der Grundstellung. Die Grundstellung ist als Sitzposition auf der linken Seite des Hundeführers definiert.
  • Der Hundeführer geht in allen Übungen in normalem Tempo, außer bei der Fußarbeit.
  • Alle Übungen beginnen, wenn der Steward den Hundeführer und Hund an den Startpunkt geleitet hat, der Hund in der Grundstellung sitzt und der Steward ”Die Übung beginnt” oder ”Start der Übung” angekündigt hat.
  • Der Hundeführer sollte seinen Hund in die Grundstellung am Startpunkt bringen und sehr kurzfristig bereit sein, mit der Übung anzufangen. In der Beginner-Klasse und Klasse 1 kann die zeitliche Toleranzgrenze hierfür geringfügig größer sein als in den Klassen 2 und 3. In diesen muss der Hundeführer darauf vorbereitet sein, sehr kurzfristig nach dem Erreichen des Startpunktes seinen Hund in der Grundstellung zu haben und mit der Übung zu beginnen.
  • Alle Übungen sind beendet, wenn der Steward „Übung beendet“ oder „Danke” sagt.
  • Bei allen Übungen – sofern es in der Beschreibung der Einzelübung nicht ausdrücklich anders angegeben wird – gibt der Steward in allen Phasen der Übung dem Hundeführer die Erlaubnis, seinem Hund die Befehle zu geben, auch wenn dies nicht explizit in allen Übungen so beschrieben wird.
  • Es obliegt dem Hundeführer zu entscheiden, ob bzw. wann er gegebenenfalls ein Doppelkommando gibt oder nicht.
  • Die Anweisungen des Stewards, die in dieser Prüfungsordnung beschrieben werden, sind nur Beispiele. Es ist wichtig, dass die Anweisungen für die Hundeführer verständlich sind.
  • Es ist nicht erlaubt, dem Hund vor oder während der Übungen bestimmte Plätze oder Richtungen anzuzeigen (außer denen, die sich auf die gerade stattfindende Übung beziehen, falls dies erlaubt ist). Eine solche Aktion führt zum Nichtbestehen der Übung.
  • Bei Übungen mit Richtungsanweisung, ist es dem Hundeführer nicht erlaubt, am Startpunkt dem Hund die Richtung zu zeigen, oder ihn anzufassen. Dies führt zum Nichtbestehen der Übung.
  • In der Beginner-Klasse darf der Hundeführer den Hund an der Leine führen, wenn er den Ring betritt. Das Anleinen des Hundes zwischen den Übungen liegt im Ermessen des Hundeführers.
  • In der Klasse 1 darf der Hundeführer den Hund an der Leine führen, wenn er den Ring betritt. Während der gesamten Vorführung muss er die Leine außer Sicht des Hundes halten oder der Hundeführer lässt sie auf dem Tisch des Stewards. Der Hundeführer kann den Hund nach der Vorführung wieder anleinen, wenn er den Ring verlässt.
  • In Klasse 2 und 3 muss der Hundeführer die Leine des Hundes außerhalb des Rings oder auf dem Tisch des Stewards lassen. Dies gilt für alle Übungen.
  • Der Hund soll sich zwischen den Übungen auf der linken Seite des Hundeführers befinden. Der Hund muss nicht die Fußposition einnehmen und im Kommando stehen, aber er soll sich neben dem Hundeführer befinden und unter Kontrolle sein. Falls es aus irgendeinem Grund zu einer Verzögerung auf dem Weg von einer Übung zur nächsten kommt, ist es erlaubt, den Hund abzulegen, aber er darf nicht aus dieser Position abgerufen werden, um mit den Übungen fortzufahren.
  • Der Hundeführer muss sich während der Übungen normal bewegen und die direkten Wege wählen. Unbestimmte oder mehrdeutige Bewegungen, übertriebene Gesten, Signale oder Körpersprache und unnatürliche Bewegungen der Gliedmaße führen zu Punktabzug. Wendungen und Kehrtwendungen müssen 90° und 180° betragen und nach einer Kehrtwendung muss der Hundeführer ungefähr auf dem gleichen Weg zurückgehen, den er gekommen ist.
  • In Übungen, in denen der Hundeführer am Hund vorbeigehen muss, sollte der Abstand zwischen Hund und Hundeführer ungefähr 50 cm betragen. Es ist nicht vorgegeben auf welcher Seite der Hundeführer den Hund passiert, es sei denn es ist in der Übung anderweitig beschrieben.
  • Dem Hundeführer ist es nicht erlaubt, den Hund während den Übungen zu berühren, zu streicheln oder ihn in irgendeiner anderen Art und Weise zu animieren. Ein solches Verhalten führt zum Nichtbestehen der Übung. Leichte Aufmunterungen (z.B. ein verbales Lob „gut gemacht“ oder ein, zwei streichelnde Berührungen) sind erlaubt, nachdem eine Übung beendet ist.
  • Futter oder Spielsachen wie Bälle o. ä. sind weder während noch zwischen den Übungen im Ring erlaubt. Falls der Richter beobachtet, dass ein Wettkampfteilnehmer Leckerli oder Spielsachen im Ring mit sich führt oder benutzt, wird er disqualifiziert.
  • Im Falle von übermäßiger Aufmunterung, Spielen oder Herumalbern, Springen in die Arme des Hundeführers, durch die Beine des Hundeführers schlängeln etc. wird der LR den Wettkampfteilnehmer verwarnen und
  • in der Beginner Klasse und in den Klassen 1 &2 dieses Verhalten in die Bewertung des Gesamteindrucks einfließen lassen,
  • in Klasse 3 die gelbe Karte zeigen,
  • in allen Klassen bei einem weiteren Zwischenfall den Hund disqualifizieren.
  • Der LR hat das Recht eine Übung abzubrechen, wenn der Hund offensichtlich unfähig oder widerwillig ist, die Übung zu zeigen. Eine solche Übung ist nicht bestanden.
  • Der Richter hat das Recht einen Hund von der weiteren Teilnahme am Wettkampf auszuschließen, wenn er unzureichend arbeitet oder wenn er eine Störung durch anhaltendes Bellen oder Winseln verursacht.
  • Wenn ein Hund während einer Übung bellt oder winselt, führt das zu Punktabzug.
  • Im Falle von Bellen oder Winseln während oder zwischen den Übungen, kann der Richter eine erste Verwarnung aussprechen und
  • In der Beginner Klasse und in den Klassen 1 &2 wird dies im Gesamteindruck berücksichtigt.
  • In der Klasse 3 führt dies zu einer gelben Karte.
  • Falls das Verhalten anhält, wird der Richter in allen Klassen den Hund disqualifizieren.



4. Fußarbeit

  • Der Hund soll willig an der linken Seite seines Hundeführers gehen, seine Schulter auf Kniehöhe des Hundeführers, auf einer parallelen Linie. Der Hundeführer soll seine Arme und seine Füße während dieser Übung in einer natürlichen Weise bewegen.
  • Der Hundeführer kann entscheiden, ob er die Kehrtwendungen nach links oder rechts zeigt. Die „deutsche Kehrtwendung“ ist gleichwertig gestattet, d. h., der Hund darf sich rechts herum um den Hundeführer drehen, muss dabei aber sehr dicht am Hundeführer bleiben. Der Hundeführer sollte bei einer Kehrwendung (180°-Wendung) ungefähr auf der gleichen Linie zurückgehen, auf der er gekommen ist. Wendungen nach links oder rechts sollten rechte Winkel (90o) sein. Der Hundeführer sollte seinen Kopf bzw. seine Schultern nicht drehen und sollte keine Führerhilfen mit den Füßen geben.
  • Ein Hörzeichen darf bei jedem Angehen, Gangartwechsel und bei den Einzelschritten in die verschiedenen Richtungen, sowie bei Winkeln und Kehrtwendungen aus der Grundstellung gegeben werden.
  • Wenn der Hundeführer anhält sollte der Hund umgehend ohne Kommando die Grundstellung einnehmen.
  • Die Übung 5 – 8 Schritte rückwärtsgehen in der Klasse 2 beginnt aus der Grundstellung und endet mit einer Grundstellung.
  • Die Übung 15 – 30 Schritte rückwärtsgehen in der Klasse 3 beginnt und endet in der Grundstellung und kann einen Winkel nach links oder rechts einhalten.
  • Alle Hunde in derselben Leistungsklasse eines Wettkampfs sollten das gleiche Laufschema zeigen.



5. Befehle und Handzeichen

  • Befehle sind verbale Kommandos. Handzeichen können ein Stimmkommando ersetzen oder werden gleichzeitig mit dem Stimmkommando gegeben. In diesem Fall wird das in der Einzelübung entsprechend beschrieben. Wenn Handzeichen gegeben werden, sollten diese kurz sein und dürfen ein Stimmkommando nicht überdauern und keine weiteren Körperhilfen beinhalten. Eine oder beide Hände können benutzt werden.
  • Die in dieser Prüfungsordnung verwendeten Befehle (Hörzeichen) sind Empfehlungen. Andere entsprechend kurze Wörter sind akzeptabel.
  • Der Begriff Körpersprache bedeutet die Bewegung des Körpers (nicht notwendigerweise das Ausschreiten), Beugen oder Drehen des Körpers, des Kopfes oder der Schultern sowie das Geben von Signalen mit den Füßen. Dies führt entsprechend der Ausprägung und der Situation zu Punktabzug.
  • Das Ausschreiten, während ein Kommando gegeben wird (Verlassen der Grundstellung), führt zum Nichtbestehen der Übung.
  • Bei Übungen, in denen Befehle oder Handzeichen erlaubt sind, muss der Hundeführer den LR vor der Übung darüber informieren, ob Handzeichen benutzt werden. Dies ist nicht notwendig, wenn sowohl Befehle als auch Handzeichen erlaubt sind.
  • Das „Fuß“-Kommando darf bei jedem Angehen benutzt werden. Das Kommando „Bleib“ ist bei Übungen erlaubt, in denen der Hundeführer den Hund verlässt oder sich vom Hund wegdreht.
  • Handzeichen sind prinzipiell nicht erlaubt, wenn sich der Hund neben dem Hundeführer in der Grundstellung befindet. Dies führt zu einem Abzug von 2 – 4 Punkten, entsprechend der Intensität, Situation und Dauer. Wenn zusätzlich Körperhilfen gegeben werden, ist der Abzug grundsätzlich höher.
  • Der Name des Hundes darf bei den Abrufübungen in den Abrufsituationen mit dem Befehl kombiniert werden. Der Name und das Kommando müssen eng zusammengefasst werden, so dass der Name und der Befehl nicht den Eindruck von zwei separaten Kommandos erwecken. Es ist ebenfalls erlaubt, nur den Namen des Hundes zu verwenden.



6. Vorsitz

  • In den Abruf- und Apportierübungen und in der Übung „um einen Pylon herumschicken“ ist es dem Hund beim Hereinkommen erlaubt, entweder direkt in die Grundstellung zu kommen, oder vor dem Hundeführer zu sitzen. Falls der Hund vorsitzt, muss er auf Kommando (nach Erlaubnis durch den Steward), seine Grundstellung schnell einnehmen und dabei sehr nah am Hundeführer bleiben. Das gilt auch für Übungen, bei denen der Hund über eine Hürde springt.
  • In den Abruf- und Apportierübungen und in der Übung „um einen Pylon herumschicken“ muss der Richter nicht darüber informiert werden, ob es beabsichtigt ist, dass die Grundstellung direkt eingenommen wird oder nach dem Vorsitzen. Wenn die Übung perfekt gezeigt wird, kann die Höchstpunktzahl vergeben werden unabhängig davon, welche Ausführung beabsichtigt war.



7. Bewerten der Übungen

  • Das Bewerten einer Übung beginnt, wenn der Hundeführer seine Position am Startpunkt mit dem Hund in der Grundstellung eingenommen hat und der Steward „Übung beginnt“ sagt. Das Richten einer Übung endet, wenn der Steward „Übung beendet“ oder „Danke“ sagt.
  • Alle Abweichungen vom Ideal führen zu Punktabzug: sämtliche Extrabefehle, Doppelkommandos, Körpersprache, Abweichungen von der Fußposition, Abweichungen vom parallelen Bewegungsablauf etc.
  • Es ist wichtig, dass ein Hund freudig und willig die Befehle befolgt.
  • Bei der Bewertung von Geschwindigkeit muss die Rasse berücksichtigt werden. Das Ideal ist nicht für alle Rassen gleich. Wenn der Hund auf den Befehl augenblicklich und willig reagiert, sich für seine Rasse typisch bewegt, seine Geschwindigkeit beibehält und Interesse an dem zeigt, was er tut, muss er mit der Höchstpunktzahl belohnt werden, solange er keine Fehler macht, die zu einem Abzug führen.
  • Eine grundsätzliche Regel ist, dass für ein Doppelkommando in der Beginner-Klasse 1 Punkt und in den anderen Klassen 2 Punkte abgezogen werden. Ein drittes Kommando führt zum Nichtbestehen der Übung oder einem Teil davon. Bei Übungen mit Richtungsanweisung und bei der Distanzkontrolle werden für ein Doppelkommando 1 – 2 Punkte abgezogen. Dies wird bei den angesprochenen Übungen beschrieben.
  • Jegliche Bestrafung des Hundes führt zur Disqualifikation.
  • Wenn der Hundeführer den Hund während der Übung anfasst, ist die Übung nicht bestanden. Dies führt gegebenenfalls zu einer Verwarnung.
  • Wenn ein Anfassen des Hundes während oder zwischen den Übungen als Bestrafung interpretiert werden kann, werden der Hund und der Hundeführer disqualifiziert.
  • Wenn der Hund seine Startposition bei einer Übung nicht einnimmt, ist die Übung nicht bestanden.
  • Wenn ein Hund die Grundstellung am Ende einer Übung nichteinnimmt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  • Wenn der Hund zu Beginn einer Übung nicht ruhig neben seinem Hundeführer sitzt, dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
  • Wenn der Hundeführer ausschreitet, während er ein Kommando gibt, ist die Übung nicht bestanden.
  • Wenn der Hund den Hundeführer bei den Abruf- oder Apportierübungen (geringfügig, leicht) berührt, wenn er vorsitzt oder an die Seite des Hundeführers kommt bzw. die Grundstellung einnimmt, müssen 1 – 2 Punkte abgezogen werden. Wenn der Hündin den Hundeführer hineinprallt oder mit ihm kollidiert, dürfen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  • Bellen während einer Übung – wenn auch nur gelegentlich– führt zu Punktabzug. In diesem Fall können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund übermäßig oder anhaltend bellt, ist die Übung nicht bestanden. Wenn das Bellen anhaltend ist und sich in mehreren Übungen wiederholt, wird er von der Vorführung disqualifiziert. Das Gleiche gilt für Winseln.
  • Bellen und Winseln während der Übungen führt immer zu Punktabzug, auch wenn es sich nur um einen einzigen, kurzen Beller bei Beginn der Übung handelt (möglicherweise dem Ausdruck von Begeisterung). In diesem Fall sollte mindestens 1 Punkt abgezogen werden.
  • Das Kontrollieren des Hundes mittels Halsband zwischen den Übungen führt zu einer Verwarnung und zu Punktverlust im Gesamteindruck. In der Klasse 3 wird eine gelbe Karte gezeigt.
  • Wenn der Hund sich im Ring löst:
  • in der Beginner-Klasse und der Klasse 1 während einer Übung, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte) und der Gesamteindruck ist nicht bestanden (0 Punkte);
  • in der Beginner-Klasse und der Klasse 1 zwischen den Übungen, ist der Gesamteindruck nicht bestanden (0 Punkte);
  • in Klasse 2 und Klasse 3 während oder zwischen den Übungen, wird der Hund disqualifiziert.



8. Arbeiten vor Kommando

8.1 Verändern der Grundstellung

Wenn der Hund die Grundstellung nach Beginn der Übung nicht korrekt hält (z. B. zuckt, aufsteht) sich jedoch nicht vorbewegt, können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.

8.2 Verlassen der Anfangsposition

Wenn der Hund dem Hundeführer in der Beginner Klasse nachgeht (nicht auf seinem angewiesenen Platz bleibt), nachdem die Übung begonnen hat (beispielsweise beim Auslegen des Apportel oder bei Abrufübungen, wenn sich der Hundeführer vom Hund entfernt), wird die Übung neu angesetzt und es werden 3 Punkte abgezogen. In den Klassen 1, 2 & 3 führt dies zum Nichtbestehen der Übung.

8.3 Vorwegnehmen eines Kommandos bzw. Übung zu früh beginnen

Bei Übungen, bei denen der Hund vom Hundeführer weggeschickt wird, gelten folgende Regelungen:
Wenn der Hund den Hundeführer nach Beginn der Übung verlässt, d. h. mit der Ausführung der Übung beginnt, bevor er den Befehl dazu vom Hundeführer bekommen hat (beispielsweise auf Kommando des Stewards)
  • in der Beginner Klasse werden 3 Punkte abgezogen.
  • in der Klasse 1 darf der Hundeführer den Hund einmal rufen. Wenn dieser zurückkommt und die Übung daraufhin ausführt, dürfen noch maximal 6 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund nicht zurückkommt, ist die Übung nicht bestanden.
  • in Klasse 2 & 3 ist die Übung nicht bestanden.



9. Verlassen des Rings oder des Hundeführers

9.1 Verlassen des Rings

  • Wenn ein Hund in den Klassen 2 & 3 während oder zwischen den Übungen den Ring verlässt und außer Kontrolle ist, wird er disqualifiziert.
  • Wenn der Hund während oder zwischen den Übungen in der Beginner-Klasse und der Klasse 1 den Ring verlässt und außer Kontrolle ist, ist es dem Hundeführer erlaubt, ihn zweimal zu rufen (ohne seine Position zu verlassen). Wenn der Hund zurückkommt, darf weitergearbeitet werden, aber das Verlassen des Rings führt im Rahmen des Gesamteindrucks zu hohem Punktabzug. Die betroffene Übung ist nicht bestanden. Falls der Hund noch einmal den Ring verlässt, wird er disqualifiziert.

9.2 Verlassen des Hundeführers

  • Wenn in der Klasse 2& 3 der Hund den Hundeführer während oder zwischen einer Übung verlässt (die Übung unterbricht) und außer Kontrolle ist, darf der Hundeführer den Hund einmal rufen, ohne die Position zu verlassen. Wenn der Hund zum Hundeführer zurückkommt, ist die betroffene Übung nicht bestanden. Der Hund und der Hundeführer können mit der nächsten Übung weitermachen.
  • In Klasse 2 führt das zu erheblichem Punktabzug im Gesamteindruck.
  • In der Klasse 3 führt das zu einer Verwarnung. Der LR zeigt die gelbe Karte.
  • Wenn der Hund auf das erste Kommando hin nicht zurückkommt, werden der Hund und der Hundeführer in beiden Klassen (2 & 3) disqualifiziert. Wenn der Hund ein zweites Mal wegläuft, führt dies ebenfalls zur Disqualifikation. In der Klasse 3 zeigt der LR in beiden Fällen die rote Karte.
  • Wenn der Hund während oder zwischen den Übungen in der Beginner-Klasse und der Klasse 1 den Hundeführer verlässt und außer Kontrolle ist, ist es dem Hundeführer erlaubt, ihn zweimal zu rufen (ohne seine Position zu verlassen). Wenn der Hund zurückkommt, darf weitergearbeitet werden, aber das Verlassen des Hundeführers führt im Rahmen des Gesamteindrucks zu hohem Punktabzug. Die betroffene Übung ist nicht bestanden. Falls der Hund noch einmal den Hundeführer verlässt, wird er disqualifiziert.



10. Apportierübungen

Der Hundeführer darf die Größe der Apportel auswählen.

10.1 Auswerfen des Apportel

Wenn ein Apportel an einen ungeschickten Platz geworfen wird (außerhalb des Rings oder an einen Platz, wo es nicht erreicht werden kann, oder auf eine zu kurze Distanz), muss es nochmals geworfen werden. Dies führt allerdings zu einem Abzug von 2 Punkten. Wenn der zweite Wurf nicht erfolgreich ist, ist die Übung nicht bestanden.

Diese Bewertungsrichtliniengelten für alle Apportierübungen und Objekte:

10.2 Fallen lassen des Apportel/hölzernen Gegenstands

Es gelten folgende Bewertungsregeln:
  • Wenn der Hund das Apportel fallen lässt, es aber selbständig wieder aufnimmt
  • Dürfen in der Beginner Klasse nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
  • Dürfen in den Klassen 1, 2 & 3 nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  • Wenn der Hund das Apportel fallen lässt und ein zusätzliches „Bring“-Kommando gegeben werden muss, damit der Hund den fallen gelassenen Gegenstand wieder aufnimmt, beträgt die Punktzahl
  • In der Beginner Klasse maximal 7 Punkte.
  • In den Klassen 1, 2 & 3 maximal 5 Punkte.
  • Wenn der Hund den Gegenstand beim Hundeführer fallen lässt und der Hundeführer ihn aufhebt ohne die Grundstellung zu verlassen und die Endgrundstellung korrekt gezeigt wird
  • dürfen in allen Klassen noch 5 Punkte gegeben werden.
  • Wird der Gegenstand aufgrund einer Unachtsamkeit des Hundeführers nach dem Kommando zur Abgabe fallen gelassen
  • dürfen In allen Klassen nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.

10.3 Kauen oder Herumbeißen auf dem Apportel/hölzernen Gegenstand

Das Kauen oder Herumbeißen auf dem Apportel oder dem hölzernen Gegenstand führt zu einem Abzug von 2 - 3 Punkte. Bei sehr starkem Kauen dürfen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. Übermäßiges Kauen oder das Zerstören des Apportel oder dem Gegenstand führen zu einem Nichtbestehen der Übung (0 Punkte). Kein Abzug darf jedoch erfolgen, wenn der Hund einmal nachfasst, um besser greifen zu können.

10.4 Weitere Regelungen

Es ist nicht erlaubt, dass der Hund vor der Übung den Gegenstand/das Apportel in den Fang nimmt. Falls dies vorkommt, dürfen in der Beginner-Klasse und in der Klasse 1 nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden. In der Klasse 2 und 3 ist die Übung nicht bestanden.


VII. Schlussbestimmung und Gültigkeit

  • Alles, was dieses Reglement nicht ausdrücklich vorsieht, liegt in der Zuständigkeit des VDH Ausschusses für Obedience.
  • Falls ein Fall eintritt, für den dieses Reglement oder die darauf basierenden Ausführungsbestimmungen nicht ausreichen, der jedoch während einer Prüfung oder eines Wettkampfes entschieden werden muss, entscheidet der LR. Gegen diesen Entscheid ist kein Widerspruch möglich.
  • Rahmenbedingungen und Vorgaben zur Durchführung und Teilnahme an der VDH-DM Obedience und der Qualifikation zur FCI Obedience Sektions- und/oder Weltmeisterschaften regeln gesonderte Durchführungsbestimmungen des VDH.
  • Diese nationale Prüfungsordnung Obedience des VDH in den Klassen Beginner, Klasse 1 und Klasse 2 wurde auf Vorschlag des VDH Ausschuss für Obedience durch den VDH-Vorstand beschlossen und mit Wirkung zum 01.01.2016 in Kraft gesetzt.

Teil 2 Internationale Obedience Prüfungsordnung (FCI PO Obedience)

Die Inhalte im Teil 2 sind ein Auszug aus der Internationalen Prüfungsordnung für Obedience der FCI, die kursiv gedruckte Kapitelangabe entspricht dieser Prüfungsordnung.
(General regulations for participation in obedience trials and competitions in the international obedience class – Effective 01.01.2016)




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Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.

OBEDIENCE NEUIGKEITEN !
  :achtung: Der VDH hat die Ausführungen der Einzelübungen als PDF veröffentlicht.  :achtung:
"Internationale Prüfungsordnung Obedience FCI Klasse gültig ab 01/01/2016"





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