HUNDESPORT bei Sarahsahni.de
Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.  



Übungsbeschreibung der einzelnen Klassen und Hinweise für die Vorführung und Bewertung der Übungen


FCI Klasse Beginner


Gültig ab 01. Januar 2016



Beginner-Klasse
———— —————————————————————————————————— ————— ————
Übung   Koeffizient Punkte
1. Verhalten gegenüber anderen Hunden 4 40
2. Stehen und Betasten 3 30
3. 2 Minuten Liegen in einer Gruppe, Hundeführer in Sicht 3 30
4. Freifolge 3 30
5. Sitz oder Platz aus der Bewegung 2 20
6. In ein 10 m entferntes Quadrat schicken mit Platz3 30
7. Abrufen 3 30
8. Apport auf ebener Erde3 30
9. Distanzkontrolle aus 5 m, 2 Wechsel3 30
10. Um einen 10 Meter entfernten Pylon herumschicken3 30
11. Gesamteindruck2 20
Koeffizient:/Maximum: 32 320

Beginner-Klasse
Vorzüglich 224 - 280 Punkte 80%
Sehr gut 196 - bis 223,5 Punkte 70%
Gut 140 - bis 195,5 Punkte 50%


Bild "OBEDIENCE:Sarah-in-OB-Box2_x.jpg" Bild "SARAHSAHNI intern:Logo-3Hunde-2010_200x.png"


Nachfolgend die Einzelübungen und ihre Durchführungsbestimmungen:



Obedience - Prüfungsordnung


Übung 1

Verhalten gegenüber anderen Hunden


Kommando:           „Fuß“

Ausführung:

Die Teams stehen in einem Abstand von 3 m nebeneinander in einer Reihe. Die angeleinten Hunde sitzen neben den Hundeführern in Grundstellung. Die Teams umrunden nacheinander die anderen Teilnehmer gegen den Uhrzeigersinn. Dabei beginnt das Team, das ganz links in der Reihe steht.
  Der Abstand zwischen dem absolvierenden Team und den anderen Teilnehmern sollte ungefähr 1 m betragen, um die volle Punktzahl zu erhalten. Das Angehen wird vom Steward angesagt; der Hundeführer führt die notwendigen Linkswinkel selbstständig aus.

Beurteilung:

Das Verhalten der Hunde muss neutral, freundlich oder gleichgültig sein, keinesfalls feindlich oder störend. Hunde, die anderen Hunden gegenüber auffällig werden, werden disqualifiziert und von der weiteren Wettkampfteilnahme ausgeschlossen. Bei der Bewertung wird auch der Fußarbeit Aufmerksamkeit geschenkt.
  Für eine mangelhafte Fußarbeit müssen 1 – 3 Punkte abgezogen werden. Wenn der Abstand zwischen dem absolvierenden Team und den anderen Teilnehmern mehr als 1 m beträgt, können bis zu 2 Punkte abgezogen werden.
  Verlangt der Leistungsrichter eine Wiederholung dieser Übung, können noch maximal 7 Punkte gegeben werden. Verhaltensauffälligkeiten führen zu hohem Punktverlust oder zum Nichtbestehen der Übung.


Koeffizient 4
Maximale Punktzahl: 40


Übung 2

Stehen und Betasten

Kommandos:          „Fuß“ – „Steh“ – „Sitz“ – „Fuß“

Ausführung:

Die Teams stehen in einem Abstand von 3 m nebeneinander in einer Reihe. Jeweils ein Team tritt einige Meter aus der Gruppe heraus und nimmt dort erneut die Grundstellung ein. Auf Anweisung stellt sich der Hundeführer vor seinen Hund und gibt ihm die Anweisung zum Stehen. Der Hundeführer darf dabei sowohl ein Hörzeichen als auch ein Handsignal verwenden, doch diese dürfen nur kurz sein und müssen gleichzeitig gegeben werden.
  Der Hund muss sich nun im Stand von allen Seiten vom Steward betasten lassen. Dies alles muss der Hund ruhig zulassen, ohne sich zu winden oder auszuweichen. Eine einfache, geringe Fortbewegung wird nicht angerechnet. Der Hundeführer stellt sich danach wieder neben seinen Hund und gibt ihm ein Hörzeichen zur Grundstellung. Das Team kehrt daraufhin in die Gruppe zurück.
  Alle Phasen dieser Übung werden vom Steward angesagt. Die Übung beginnt, wenn das Team aus der Gruppe heraustritt und endet wenn das Team die Grundstellung in der Gruppe erneut eingenommen hat.
  Es liegt im Ermessen des Hundeführers, den Hund vor dieser Übung abzuleinen. Wird der Hund an der Leine geführt, muss diese durchhängen. Während des Betastens darf der Hundeführer dem Hund beruhigend zureden - dabei darf es sich nicht um Hörzeichen handeln.

Beurteilung:

Das Verhalten der wartenden Teams in der Gruppe muss ruhig sein. Die Hunde müssen in der Grundstellung bleiben. Zusatzkommandos dürfen nicht gegeben werden. Das Verhalten in der Gruppe fließt nicht in die Bewertung dieser Übung ein sondern wird beim Gesamteindruck (Übung 10) berücksichtigt.
  Gibt der Hundeführer für die Stehposition ständig ein Handsignal, werden 2 Punkte abgezogen.
  Der Punktabzug für eine Hundeführerhilfe für die Stehposition hängt von deren Intensität ab und kann zu einem Punktverlust von bis zu -4 Punkten führen. Zeigt der Hund keine Stehposition oder sträubt sich gegen die Berührung durch den Steward, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte).


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 3:

2 Minuten Liegen in einer Gruppe, Hundeführer in Sicht

Kommandos:          „Platz“, „Bleib“, „Sitz“

Ausführung:

Die Übung beginnt wenn alle Hundeführer in einer Reihe in einem Abstand von ca. 3 m mit ihren Hunden in der Grundstellung stehen und der Steward die Anweisung „Übung beginnt“ gibt.
  Die Übung ist beendet, wenn alle Hundeführer zu ihren Hunden zurückgekehrt sind und alle Hunde die Grundstellung eingenommen haben und der Steward sagt „Übung beendet“.
  Die Hunde werden abgeleint.
  Das Ablegen der Hunde aus der Grundstellung erfolgt nacheinander.
  Der Steward gibt die Anweisung, wann das Kommando gegeben werden soll.
  Auf Anweisung verlassen die Hundeführer ihre Hunde, gehen 20 m und drehen sich zu den Hunden um. Die Hundeführer stehen 2 Minuten lang in natürlicher Haltung in Sicht der Hunde.
  Auf Anweisung gehen die Hundeführer zurück zu ihren Hunden. Die Hundeführer werden dann nacheinander dazu aufgefordert, das Kommando zur Grundstellung zu geben. Das wird nun von rechts nach
links durchgeführt, so dass der erste Hund, der sich abgelegt hat, als letztes wieder in die Sitzposition geht.

Beurteilung:

Die Hundeführer sollten daran erinnert werden, ihre Kommandos nicht zu laut zu geben. Dies könnte die anderen Hunde beeinflussen und führt zu hohem Punktabzug.
  Ein Hund der sich nicht hinlegt (3 Kommandos), aufsteht bzw. sich aufsetzt während sich die Hundeführer auf Distanz befinden oder mehr als seine Körperlänge kriecht oder sich auf seinen Rücken dreht, besteht die Übung nicht (0 Punkte). Wenn der Hund aufsitzt oder aufsteht nachdem die 2 Minuten vorüber sind, sich die Hundeführer aber bereits auf dem Rückweg zu ihren Hunden befinden, können nicht mehr als 5 Punkte gegeben werden. Wenn der Hund sich zusätzlich bewegt, ist die Übung nicht bestanden.
  Wenn der Hund 1 – 2 Mal bellt, sollten 1 – 2 Punkte abgezogen werden; falls der Hund überwiegend bellt, besteht er die Übung nicht (0 Punkte). Unruhe, wie mehrfache Gewichtsverlagerungen von einer Seite auf die andere, führt zu Punktabzug. Dem Hund ist es erlaubt, den Kopf zu drehen und umher zu schauen und ihm ist es gestattet, Interesse an Ablenkungen oder Geräuschen innerhalb oder außerhalb des Ringes zu zeigen. Dennoch darf sich dies nicht in Form von Unruhe oder Ängstlichkeit äußern.
  Wenn ein Hund aufsteht und sich einem anderen Hund nähert, so dass die Gefahr einer ernsthaften Störung oder eines Kampfes besteht, muss die Übung abgebrochen und für alle Hunde wiederholt werden, außer dem, der die Störung verursacht hat.
  Wenn der Hund reagiert (sich hinlegt oder aufsitzt) vor dem Kommando des Hundeführers (z. B. auf das „Platz-“ oder „Sitz-“Kommando des Nachbarn), dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
  Wenn der Hund sich vor dem Kommando hingelegt hatte/aufgesessen war, sollte er in dieser Position bleiben (liegen oder sitzen). Wenn der Hundeführer allerdings den Hund zu Beginn der Übung korrigiert, ist die Übung nicht bestanden. Wenn sich der Hund selbstständig hinsetzt und wieder hinlegt, können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden.
  Nicht mehr als 7 Punkte dürfen vergeben werden, wenn der Hund auf der Seite (Flanke) liegt oder sich nicht aufsetzt.


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 4:

Freifolge

Kommandos:          „Fuß“

Ausführung:

Der Hund muss - an der linken Seite unmittelbar neben dem Hundeführer geführt - in gutem Tempo und aufmerksam folgen. Die Schulter des Hundes muss auf Kniehöhe sein. Der Hundeführer darf in keiner Weise bei seinen Bewegungen behindert werden.
  Die Fußarbeit wird im Normalschritt in Verbindung mit Links- und Rechtswinkeln, Kehrtwendungen und Stopps überprüft. Die Fußarbeit wird auch im Laufschritt geprüft, aber ohne Winkel und Kehrtwendungen.
  In den allgemeinen Bestimmungen wird die Fußarbeit detailliert beschrieben.

Beurteilung:

Wenn ein Hund seinen Hundeführer verlässt oder wenn der Hund während des größten Teils der Übung dem Hundeführer in einem größeren Abstand als einem halben Meter folgt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Wenn der Hund sich langsam bewegt, können nur 6 – 7 Punkte gegeben werden.
  Mangelnder Anschluss und Zusatzkommandos sind Fehler. Eine schlechte Fußposition (nicht parallel) führt zu einem Abzug von 1 bis 2 Punkten.
  Geschwindigkeitsveränderungen oder Anhalten vor, während oder nach Winkeln oder Wendungen führen zu Punktverlust. Es werden ebenfalls Punkte abgezogen, wenn ein Hund so nahe am Hundeführer läuft, dass er diesen stört oder behindert. Je stärker der Hund sich anlehnt oder den Hundeführer bedrängt, desto mehr Punkte werden abgezogen.


Koeffizient:  3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 5:

Sitz oder Platz aus der Bewegung

Kommandos:          „Fuß” – „Sitz“ oder „Fuß“ – „Platz“ – „Sitz“

Ausführung:

Der Hundeführer muss den Steward und den LR darüber informieren, welche der beiden Position (Sitz oder Platz) der Hund einnehmen soll.
  Der Hundeführer geht mit seinem Hund in einer geraden Linie in normaler Gangart los. Nach ungefähr 10 m gibt der Hundeführer, ohne seine Gangart zu verändern, den Befehl zum Sitzen oder Liegen. Der Hund muss das Kommando unverzüglich ausführen. Der Hundeführer geht ca. 10 m weiter bis zu einer vorgegebenen Stelle, die z. B. mit einer Markierung oder einem Pylon gekennzeichnet ist, führt dort auf Anweisung eine Kehrtwendung aus, geht zu einem Hund zurück und gibt ihm gegebenenfalls die Anweisung für die Grundstellung.
  Alle Phasen der Übung werden auf Anweisung des Stewards ausgeführt.

Beurteilung:

Wenn der Hund eine falsche Position verzögert einnimmt, die richtige Position verändert, bevor sich der Hundeführer umdreht, vor dem Kommando sitzt, steht oder liegt, ein Zusatzkommando benötigt oder wenn der Hundeführer stehen bleibt, bevor oder wenn er das Kommando gibt, können keine Punkte vergeben werden.
  Um Punkte zu bekommen, darf sich der Hund nicht mehr als eine Körperlänge nach dem Kommando bewegen. Wenn ein Hund sofort auf Anweisung des Hundeführers eine falsche Position (Steh, Sitz oder Platz) einnimmt, jedoch alle anderen Übungsteile perfekt zeigt, können noch 5 Punkte vergeben werden.
  Wenn der Hund die richtige Position verändert, nachdem sich der Hundeführer zu ihm umgedreht hat, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
  Wenn der Hundeführer die Geschwindigkeit verändert (abbremst oder schneller wird) bevor er das Kommando gibt, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden.
Handzeichen und Körperhilfen zum Sitz-Kommando sind schwerwiegende Fehler und führen zu hohem Punktabzug; abhängig von der Stärke und Dauer der Hilfe führt dies zu einem Abzug von 3 – 5 Punkten.
  Bei der Bewertung wird auch der Fußarbeit Aufmerksamkeit geschenkt. Für eine schlechte Fußarbeit wird der Abzug 1 – 2 Punkte betragen. Verzögertes Einnehmen der Position, Bewegungen während des Sitzens/Liegens oder eine schräge Position sind Fehler. Es müssen 1 – 4 Punkte abgezogen werden.


Koeffizient:  2
Maximale Punktzahl: 20



Übung 6:

In ein 10 m entferntes Quadrat schicken mit Platz

Kommandos:          „Box“ – („Steh“) – „Platz“ – „Sitz“

Ausführung:

Vor Beginn der Übung informiert der Hundeführer den LR darüber, ob er seinem Hund im Quadrat erst das „Steh-“ und dann das „Platz“-Kommando oder direkt das „Platz“-Kommando geben wird.
  Der Hund wird in ein ungefähr 10 m vom Startpunkt entferntes, 3 x 3 m großes Quadrat geschickt (gemessen bis zum Mittelpunkt des Quadrats). Wenn der Hund das Quadrat erreicht hat, gibt der Hundeführer ihm den Befehl zum Hinlegen.
  Ein „Steh“-Kommando darf vor dem „Platz“-Kommando gegeben werden. In diesem Fall muss der Hund die Position Steh deutlich einnehmen. Wenn der Hund liegt, stellt sich der Hundeführer neben seinen Hund und bringt ihn in die Grundstellung.
Alle Phasen der Übung außer dem Steh- und/oder Platzkommando werden auf Anweisung des Stewards ausgeführt.

Beurteilung:

Es muss Wert gelegt werden auf die Bereitschaft des Hundes, den Kommandos Folge zu leisten, die Geschwindigkeit des Hundes und darauf, dass der Hund den direkten Weg wählt. Um 10 Punkte zu bekommen, darf der Hundeführer nicht mehr Kommandos verwenden, wie zuvor beschrieben.
  Wenn der Hundeführer die Grundstellung verändert (Schritte in irgendeine Richtung macht), während er die Kommandos gibt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Falls übermäßige Bewegungen gemacht werden (Körpersprache), dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Wenn sich der Hund sehr langsam bewegt, können nicht mehr als 7 Punkte gegeben werden. Wenn der Hund selbständig arbeitet, werden Punkte abgezogen (z. B. wenn der Hund ohne Kommando anhält oder sich hinlegt).
  Um Punkte zu bekommen, muss der gesamte Körper des Hundes (außer der Rute) innerhalb des Vierecks sein. Wenn der Hund außerhalb des Quadrates sitzt oder liegt, kann er nicht nochmals dirigiert werden und die Übung ist nicht bestanden (0 Punkte).
  Die Übung ist nicht bestanden (0 Punkte), wenn sich der Hund aus dem Quadrat bewegt, bevor die Übung beendet ist. Wenn der Hund in dem Viereck kriecht, können nicht mehr als 7 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund seine Position verändert, bevor der Hundeführer bei ihm ist, können nicht mehr als 6 Punkte gegeben werden.
  Wenn der Hund die falsche Position im Quadrat einnimmt, werden 3 Punkte abgezogen. Wird die „Steh“-Position nicht eindeutig und stabil gezeigt, erfolgt ein Abzug von 2 Punkten. Die Übung ist nicht bestanden (0 Punkte), wenn das Steh- oder das Platzkommando ein drittes Mal gegeben werden muss. Für ein zusätzliches Kommando werden 2 Punkte abgezogen. Der Punktabzug für zusätzliche Richtungsanweisungen hängt von der Intensität und der Bereitschaft des Hundes ab, diese Kommandos zu befolgen und führt zu einem Punktabzug von 1 – 2 Punkten. Wenn der Hundeführer bereits neben dem Hund steht und dieser sich ohne Kommando aufsetzt oder aufsteht, können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.
  Es ist nicht erlaubt, dem Hund die Richtung am Startpunkt anzuzeigen oder dem Hund das Quadrat vor der Übung zu zeigen. Dies führt zu einem Nichtbestehen der Übung.


Koeffizient:  3
Maximal Punktzahl: 30



Übung 7:

Abrufen

Kommandos:          „Platz“, „Hier“, („Fuß“)

Ausführung:

Die Übung beginnt in der Mitte des Quadrates aus Übung 6. Der Hund wird auf Anweisung in die Position „Platz“ gebracht und der Hundeführer entfernt sich 20 – 25 m zu einem markierten Punkt. Hier stellt sich der Hundeführer mit Blick zum Hund auf. Auf Anweisung ruft der Hundeführer den Hund zu sich.
  Der Hund muss das Hörzeichen ohne zu zögern umsetzen und in einem schnellen Tempo in gerader Linie kommen.

Beurteilung:

Es ist wichtig, dass der Hund bereitwillig auf das Abrufkommando reagiert. Der Hund sollte sich in einem guten Tempo bewegen und die Gangart beibehalten – zumindest einen schnellen Trab. Zögerliches Kommen ist fehlerhaft. Bei der Bewertung der Geschwindigkeit muss die Rasse berücksichtigt werden. Falls mehr als ein Abrufkommando gegeben wird, ist die Höchstpunktzahl 7.
  Ein drittes Abrufkommando führt zum Nichtbestehen der Übung. Falls sich der Hund mehr als eine Körperlänge bewegt, bevor er abgerufen wird, ist die Übung ebenfalls nicht bestanden. Wenn der Hund aufsteht oder sich aufsetzt oder sich weniger als eine Körperlänge bewegt, bevor er gerufen wird, dürfen nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden.

Koeffizient: 3
Maximal Punktzahl: 30



Übung 8:

Apport auf ebener Erde

Kommandos:         „Bring“ – „Aus“ – („Fuß“)

Ausführung:

Der Hundeführer verlässt den Hund und geht zu einem vorgegebenen Punkt in einer Entfernung von ungefähr 5 m zum Hund. Auf dieser Strecke legt der Hundeführer das Apportel an einem beliebigen Punkt ab. Der Hundeführer dreht sich selbständig zu seinem Hund um. Auf Anweisung gibt er seinem Hund das Hörzeichen zum Apportieren. Der Hund muss auf direktem Weg das Apportel aufnehmen und zum Hundeführer kommen. Der Hund muss das Apportel festhalten, bis der Hundeführer auf Anweisung das Hörzeichen zum Loslassen gibt.
  Es steht dem Hundeführer frei, ein Holzapportel (maximal 450g) oder ein Metallapportel (maximal 200g) zu benutzen. Der Hundeführer verwendet für diese Übung ein von ihm mitgebrachtes Apportel.

Beurteilung:

Der Schwerpunkt liegt in der Bereitschaft des Hundes, die Befehle zu befolgen und darin, dass der Hund den direkten Weg zum Apportel und zum Hundeführer wählt.
  Beurteilungskriterien für das Fallenlassen des Apportel, darauf Beißen oder Kauen, werden in den allgemeinen Bestimmungen  beschrieben.


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 9:

Distanzkontrolle aus 5 m, 2 Wechsel

Kommandos:          „Platz“ – „Bleib“ – „Sitz“ – „Platz“ – „Sitz“

Ausführung:

Der Hund muss seine Position 2 Mal verändern (Sitz/Platz) und dabei an seinem ursprünglichen Platz bleiben. Eine Begrenzung wird hinter dem Hund in Form einer imaginären Linie zwischen zwei Markierungen gezogen.
  Der Hundeführer gibt (auf Anweisung des Stewards) dem Hund das Kommando sich am Startpunkt hinzulegen. Der Hundeführer verlässt den Hund und geht zu einem vorgegebenen Punkt in einer Entfernung von ungefähr 5 m und dreht sich selbständig zu seinem Hund um. Die Reihenfolge der Positionen ist Sitz – Platz. Der Steward zeigt dem Hundeführer an, in welcher Reihenfolge der Hund die Positionen verändern soll, indem er beschriftete Tafeln oder Zeichnungen oder ein elektrisches Anzeigegerät verwendet.
  Der Steward darf den Hund nicht sehen, wenn er die Anweisungen anzeigt und sollte einen Abstand von ca. 3 – 5 m zum Hund einhalten. Der Steward ändert die Anzeigen ungefähr alle 3 Sekunden. Der Hundeführer darf sowohl Hörzeichen als auch Handsignale verwenden, doch diese dürfen nur kurz sein und müssen gleichzeitig gegeben werden. Nach dem Kommando für das Hinlegen kehrt der Hundeführer auf Anweisung zu seinem Hund zurück und bringt ihn in die Grundstellung.

Beurteilung:

Beurteilungskriterien sind, wie viel sich der Hund bewegt, die Arbeitsgeschwindigkeit, in der die Positionswechsel ausgeführt werden, die Korrektheit der Positionen und wie gut diese gehalten werden.
  Um Punkte zu bekommen, darf der Hund sich insgesamt nicht mehr als eine Körperlänge vom Startpunkt aus wegbewegen (egal in welche Richtung). Alle Bewegungen werden zusammengezählt.
  Wenn der Hund keinen Positionswechsel zeigt, ist die Übung nicht bestanden (0 Punkte). Für eine falsche Position werden 3 Punkte abgezogen.
  Wenn der Hund sich aufsetzt, bevor der Hundeführer zu ihm zurückgekehrt ist, dürfen nicht mehr als 8 Punkte gegeben werden. Übermäßiger Stimmgebrauch und übertriebene oder anhaltende/lang dauernde Handzeichen führen zu Punktabzug (siehe allgemeine Bestimmungen ).
  Ein drittes Kommando für eine Position führt zum Verlust der Position. Für zusätzliche Kommandos wird jeweils 1 Punkt abgezogen.


Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 10:

Um einen 10 Meter entfernten Pylon herumschicken

Kommandos:         „Herum“ – („Fuß“)

Ausführung:

Der Hundeführer steht am Startpunkt mit seinem Hund in Grundstellung. Auf Anweisung wird der Hund um einen 10 m entfernten, ca. 40 cm hohen Pylon geschickt und kehrt in die Grundstellung zurück.            

Beurteilung:

Der Schwerpunkt liegt in der Bereitschaft des Hundes, die Befehle zu befolgen, der Geschwindigkeit des Hundes und darin, dass der Hund den direkten Weg zum Pylon und wieder zurück wählt. Der Hund kann mit oder gegen den Uhrzeigersinn den Pylon umrunden. Wenn ein Abrufkommando gegeben wird, können nicht mehr als 8 Punkte vergeben werden. Wenn der Hund den Pylon erreicht hat, ihn aber nicht umrundet, können nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden.
  Die Übung ist nicht bestanden (0 Punkte), wenn der Hund umdreht, bevor er den Pylon erreicht hat, wenn ein drittes Kommando für das Umrunden oder ein zweites Rückrufkommando gegeben wird. Wenn der Hund dirigiert werden muss, können Hand- und Hörzeichen miteinander kombiniert werden. Bei der Bewertung der Geschwindigkeit muss die Rasse berücksichtigt werden.
  Anzeigen des Pylon vor der Übung oder das Berühren des Hundes am Startpunkt, nachdem die Übung begonnen hat, führen zum Nichtbestehen der Übung (0 Punkte).

Koeffizient: 3
Maximale Punktzahl: 30



Übung 11:

Gesamteindruck

Beurteilung:

Bei der Bewertung des Gesamteindrucks sind die Bereitschaft des Hundes ausschlaggebend zu arbeiten und den Kommandos Folge zu leisten. Die Genauigkeit und Präzision sind wichtig, ebenso der natürliche Bewegungsablauf von Hundeführer und Hund. Um eine hohe Bewertung zu bekommen, müssen Hundeführer und Hund gut als Team zusammenarbeiten, müssen beidseitige Freude an der gemeinsamen Arbeit und einen guten Sportsgeist zeigen. Die Aktivitäten während und zwischen den Übungen fließen in die Bewertung des Gesamteindrucks ein.
  Wenn der Hund den Ring verlässt oder sich im Ring löst, können keine Punkte für den Gesamteindruck vergeben werden. Wenn der Hund außer Kontrolle gerät und den Hundeführer während oder zwischen den Übungen verlässt (auch nur ein Mal), aber im Ring bleibt, dürfen nicht mehr als 5 Punkte vergeben werden.            

Koeffizient: 2
Maximale Punktzahl: 20



Bestanden wird die Beginner-Klasse ab 192 Punkten.
Ab 256 Punkte darf in Obedience 1 gestartet werden.





Inhaltsseite "OB-PO-2016 FCI Klasse 1" in der Kategorie "OBEDIENCE" nicht vorhanden


Anmerkungen:
Alle Informationen wurden von uns mit Sorgfalt erstellt und ausgewählt. Gleichwohl können wir keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit, Erreichbarkeit und Aktualität der Informationen auf unseren Webseiten übernehmen. Die Nutzung unseres Webangebotes erfolgt also ohne Gewähr und Haftung unsererseits. Wir behalten uns das Recht auf Änderungen, Ergänzungen und Löschungen vor.

Die hier abgetippten Obedience-Übungen müssen nicht identisch sein mit der offiziellen Prüfungsordnung des VDH, die dort herunterzuladen ist. Daher übernehme ich auch keine Gewähr für die Richtigkeit der Texte.

OBEDIENCE NEUIGKEITEN !
  :achtung: Der VDH hat die Ausführungen der Einzelübungen als PDF veröffentlicht.  :achtung:
"Internationale Prüfungsordnung Obedience FCI Klasse gültig ab 01/01/2016"





Bild "HUNDESPORT:Web-Button_Sarah-Moppel_120.gif"
Alle Rechte liegen beim Autor.
Copyright © 2003-2016 SARAHSAHNI.DE
www.SARAHSAHNI.DE & www.HAPPYMUDI.DE